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Praxis · · 11 Min. Lesezeit

Nexaro NR 1700 im Betrieb: Was der Saugroboter wirklich schafft

Der Nexaro NR 1700 ist ein gewerblicher Saugroboter aus deutscher Entwicklung – und eine der wenigen Maschinen, bei denen wir sowohl ein geprüftes Datenblatt als auch eigene Einsatzzahlen haben. Beides zusammen ergibt ein ehrlicheres Bild, als eine der beiden Quellen allein liefert. Das Datenblatt nennt maximal 100 m²/h. In unseren Einsätzen liegt die effektive Flächenleistung bei 50 bis 75 m²/h, und eine Akkuladung deckt 200 bis 300 m² ab statt der rechnerisch möglichen gut 400. Das ist kein Vorwurf an Nexaro. Der Hersteller stellt genau diesen Wert in der Fußnote seines eigenen Datenblatts unter den Vorbehalt von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag und Verschmutzung – und in einem möblierten Büro arbeiten alle vier Faktoren gegen die Maschine. Was der NR 1700 dafür besser kann als fast jede andere Maschine am Markt, hat mit Geschwindigkeit nichts zu tun.

Das Wichtigste in Kürze

  • Datenblatt: max. 100 m²/h. In unseren Einsätzen: 50–75 m²/h. Nexaro selbst stellt den Wert unter den Vorbehalt von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag und Verschmutzung.
  • Je Akkuladung planen wir mit 200–300 m², nicht mit den gut 400 m², die 250 Minuten Eco-Laufzeit rechnerisch nahelegen.
  • Planen Sie die Maschine nach Fläche je Nacht, nicht nach Quadratmetern je Stunde – auf dieser Basis ist der NR 1700 eine sehr solide Büromaschine.
  • Sein echtes Alleinstellungsmerkmal ist die kamerafreie Navigation: Laserdistanzsensor statt Bild. Wo Betriebsrat und Datenschutzbeauftragter mitentscheiden, gewinnt genau das die Entscheidung.

CC1 vs. CC1 Pro — geprüfte Daten

Herstellerangabe (Datenblatt 02/2025)Im Betrieb
Flächenleistung – hier liegt die Lücke
Reinigungsgeschwindigkeitmax. 100 m²/h (Fußnote: abhängig von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag, Verschmutzung)50–75 m²/h in unseren Einsätzen
Fläche je Akkuladungrechnerisch gut 400 m² (250 Min. Eco)200–300 m² in unseren Einsätzen
Reinigungsfläche je Auftragmax. 1.000 m² (mit Zwischenladung)Planungsgröße ist die Nacht, nicht der Auftrag
Fahrgeschwindigkeit · Bahnbreite0,3 m/s · 280 mmSchritttempo auf schmaler Bahn – daher viele Bahnen
Die Maschine
Laufzeit je ModusEco 250 Min. · Balanced 110 Min. · Performance 105 Min. (auf Hartboden gemessen)Performance läuft nur rund 40 % der Eco-Zeit
Lautstärke je ModusEco 49 · Balanced 57 · Performance 57 dB(A) (auf Teppichboden gemessen)Ein laufender Sauger: leeres Büro nachts ja, Hotelflur nachts nein
Staubbehälter · Filter1,4 l mit Absaugöffnung · HEPA H13, abwaschbar, 530 cm²Leeren und Filter reinigen laut Handbuch alle 50 Betriebsstunden
Ladezeit~95 Min. (15–85 %) · ~120 Min. (15–95 %)Das Handbuch 12/2024 nennt ~195 Min. für 15–95 % – offizielle Quellen widersprechen sich
Maße · Gewicht343 × 343 × 175 mm · 6,5 kgVon einer Person zwischen Etagen tragbar
Navigation, Daten und Lebensdauer
NavigationLongrange-Laserdistanzsensor (LR-LDS), AI-Mapping, Laserklasse 1Kamerafrei – es entsteht kein Bild Ihrer Räume
SensorikLR-LDS, Stoßfänger, 8 Absturzsensoren, 2 Magnetfeldsensoren, Wandfolge-, Inkremental-, IMU-SensorenMagnetstreifen als physische Grenze zusätzlich zu No-Go-Zonen im HUB
Konnektivität2G-/LTE-M-Mobilfunk, Global Roaming; Mobilfunkkosten in allen HUB-Lizenzen enthaltenKein Kunden-WLAN nötig – aber Mobilfunk am Aufstellort ist Pflicht
Freifläche ohne markante Objektemax. 12 × 12 m; max. 35 m Abstand zur LadestationMöbel helfen der Ortung, kosten aber Flächenleistung
Lebensdauer · Akku3.000 Betriebsstunden spezifiziert; Akku ca. 70 % nach ca. 800 VollzyklenHerstellerwartung ist ab 3.000 Betriebsstunden vorgesehen
Zertifizierung · GewährleistungIEC 63327, Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, TÜV Süd; 12 Monate gesetzliche GewährleistungHUB-Lizenz Pro.Multi für 36 Monate enthalten

Linke Spalte: offizielle Nexaro-Angaben aus dem Datenblatt (Stand Februar 2025), der Originalbetriebsanleitung (12/2024) und der Nexaro-Produktseite. Rechte Spalte: unsere eigenen Einsatzerfahrungen – Betriebswerte aus möblierten Büroflächen, keine genormte Messung.

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Was der NR 1700 ist – und was er nicht ist

Der NR 1700 ist ein professioneller Trocken-Saugroboter und sonst nichts. Er misst 343 × 343 × 175 mm, wiegt 6,5 kg, reinigt eine 280 mm breite Bahn, sammelt in einen 1,4-Liter-Schmutzbehälter mit Absaugöffnung und filtert über ein abwaschbares HEPA-H13-Element mit 530 cm² Filterfläche. Das Gebläse bewegt maximal 21,4 Liter pro Sekunde. Es gibt keinen Wassertank, kein Bürstendeck, keine Rakel: Er saugt. Alles, was von einem Boden gewaschen werden muss, liegt außerhalb seiner Aufgabe, und kein Betriebsmodus ändert daran etwas.

Die Herkunftsgeschichte lohnt sich präzise, weil sie regelmäßig falsch erzählt wird. Die Nexaro GmbH sitzt in Wuppertal und gehört zur Vorwerk-Gruppe. Der Roboter wird in Wuppertal entwickelt und designt, und der Gebläsemotor – die Kernkomponente – wird im Vorwerker Motorenwerk gefertigt. Der Roboter selbst wird in einem konzerneigenen Vorwerk-Werk in China produziert; Nexaro schreibt das in der eigenen FAQ offen hin. „Entwickelt in Deutschland" stimmt. „Made in Germany" stimmt nicht – und wer Ihnen die Maschine mit dieser Formel verkauft, verkauft sie falsch.

Bei der Lautstärke ist das Datenblatt genau: 49 dB(A) im Eco-Modus, 57 dB(A) in Balanced und Performance, sämtlich auf Teppichboden gemessen; die Betriebsanleitung führt zusätzlich eine pauschale Emissionsangabe von unter 70 dB(A). Das ist ein laufender Staubsauger. In einem leeren Büro bei Nacht spielt das keine Rolle. In einem Hotelflur bei Nacht, neben belegten Gästezimmern, ist es ein Ausschlusskriterium. Das ist keine Schwäche der Maschine – das ist die Grenze ihres Einsatzbereichs, und die gehört vor den Vertrag, nicht hinter die erste Beschwerde.

Nexaro NR 1700
Nexaro NR 1700
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Datenblatt gegen Praxis: 50 bis 75 statt 100 m²/h

In unseren Einsätzen erreicht der NR 1700 effektiv 50 bis 75 m²/h, und eine Akkuladung deckt 200 bis 300 m² ab. Diese beiden Zahlen sind keine unabhängigen Schätzungen – sie beschreiben dasselbe Bild. Das Datenblatt nennt 250 Minuten Eco-Laufzeit; bei 50 bis 75 m²/h ergibt das 208 bis 312 m² je Ladung, und genau dieses Band sehen wir. Die Nominalrechnung, 250 Minuten mal 100 m²/h, käme auf rund 416 m². Die Lücke ist real, sie ist reproduzierbar, und wir veröffentlichen sie lieber, als dass ein Kunde sie in der zweiten Woche selbst entdeckt.

Es hilft zu sehen, woher der Nominalwert selbst kommt. Eine 280-mm-Bahn bei 0,3 m/s ergibt rechnerisch 302 m²/h – vorausgesetzt, die Maschine wendet nie, überlappt keine Bahn und wird nie langsamer. Nexaros offizielle 100 m²/h geben davon bereits zwei Drittel für Wenden, Überlappung und Verzögerung zurück; der Hersteller ist hier nicht optimistisch, sondern realistisch gegenüber einem Roboter, der im Schritttempo eine schmale Bahn fährt. Unser Praxiswert gibt davon nochmals ein Viertel bis die Hälfte zurück, und der Grund ist der Grundriss.

Eine möblierte Bürofläche ist eine feindliche Geometrie für eine 280-mm-Bahn: Schreibtischreihen, ein Wald aus Stuhlbeinen, Kabelkanäle, Papierkörbe, schmale Durchgänge, Türschwellen. Der Roboter fährt kurze statt langer Bahnen, wendet deutlich häufiger und plant um Hindernisse herum, die gestern noch nicht dort standen. Nexaro nennt genau diese Faktoren in der Fußnote zum 100-m²/h-Wert: abhängig von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag und Verschmutzung. Eine leere Lobby oder ein unmöblierter Showroom kommt dem Nominalwert deutlich näher. Ein voll belegtes Großraumbüro nicht.

Die praktische Konsequenz ist ein Wechsel der Planungsgröße. Dimensionieren Sie einen Einsatz nicht in Quadratmetern je Stunde, sondern in Fläche je Nacht. Eine Maschine, die von 20:00 bis 05:00 Uhr mit automatischer Zwischenladung läuft, liefert auch bei 50 m²/h eine planbare Fläche – und Planbarkeit ist das, was ein Reinigungsplan tatsächlich braucht.

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Was das Datenblatt sonst noch verrät, wenn man die Fußnoten liest

Die Referenzböden sind nicht einheitlich, und das ist wichtig, sobald man Zahlen kombiniert. Die Laufzeiten von 250, 110 und 105 Minuten sind auf Hartboden gemessen. Die Schallwerte von 49 und 57 dB(A) sind auf Teppichboden gemessen. Reinigungsgeschwindigkeit und Kartierungsgeschwindigkeit von 600 m²/h tragen beide den Grundriss-Vorbehalt. Wer diese Werte zu einem Szenario stapelt, stapelt Messungen aus unterschiedlichen Bedingungen – und genau deshalb messen wir selbst.

Die Schlagzeile „max. 1.000 m²" Reinigungsfläche je Auftrag kommt mit zwei Nebenbedingungen, die über den Standort der Ladestation entscheiden. Der Roboter darf maximal 35 m von seiner Ladestation entfernt sein, und die größte freie Fläche ohne charakteristische Objekte, die er bewältigt, misst 12 × 12 m. Dieses zweite Limit ist ein Navigations-, kein Leistungslimit: Ein Laserdistanzsensor mit großer Reichweite braucht Struktur, an der er sich verorten kann. In einem möblierten Büro wird das nie ein Thema – dieselben Möbel, die Flächenleistung kosten, halten die Maschine sicher lokalisiert. In einer leeren Halle wird es zur bindenden Bedingung.

Bei der Ladezeit widersprechen sich zwei offizielle Nexaro-Dokumente. Das Datenblatt mit Stand Februar 2025 nennt rund 95 Minuten für 15–85 % und rund 120 Minuten für 15–95 %. Die Originalbetriebsanleitung 12/2024 nennt rund 110 Minuten für 15–80 % und rund 195 Minuten für 15–95 %. Das sind mehr als 60 Minuten Differenz für dasselbe Ladefenster, und beide Dokumente sind offiziell. Wir planen mit dem konservativen Wert. Wer zwei vollständige Einsätze in eine Nacht legen will, sollte diese Zahl vor der Terminzusage schriftlich beim Hersteller klären.

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Wo er hingehört: Büros bei Nacht

Nexaro nennt im Datenblatt Lobbies, Showrooms und Großraumbüros als Zielumgebungen, und unsere Erfahrung deckt sich damit – mit einer Einschränkung, die alles entscheidet: nachts, auf leerer Fläche. Dort verlieren alle drei Grenzen der Maschine gleichzeitig ihre Bedeutung. 57 dB(A) sind egal, wenn niemand da ist. Die Fläche ist frei von Menschen, Taschen und zurückgeschobenen Stühlen. Und die Maschine hat die ganze Nacht statt eines Zeitfensters von einer Stunde – genau so wird aus einer bescheidenen Stundenleistung eine fertige Etage. Deshalb sind Büros sein Heimterrain und nicht sein Kompromiss.

Der Bodenbelag zeigt in dieselbe Richtung. Deutsche Büros sind überwiegend mit Teppich ausgelegt, und Teppich ist das natürliche Terrain eines Saugroboters mit rotierender Hauptbürste und HEPA-Filtration. Hartboden saugt er ebenfalls – aber der Hartboden in einem Bürogebäude ist meist Flur, Küche und Sanitärbereich, und dort ist Wischen gefragt, nicht Saugen.

Die kamerafreie Navigation ist das Beschaffungsargument, das deutsche Büroprojekte entscheidet. Der NR 1700 verortet sich über einen Longrange-Laserdistanzsensor der Laserklasse 1 und AI-Mapping; Nexaros FAQ nennt zusätzlich SLAM-Algorithmen und Sensordatenfusion. In der Maschine steckt keine Kamera, es entsteht also nie ein Bild Ihrer Fläche. In einer Betriebsratssitzung ist das der Unterschied zwischen einem halben Jahr Prüfung und einer Unterschrift. Beim Datenumgang lohnt Genauigkeit darüber, was tatsächlich zugesagt wird: Nexaro gibt an, die Server stünden in Europa und die Software sei AWS-basiert. Weitergehende Zusagen – Verschlüsselung der Übertragung, Ausschluss von Drittlandtransfers – macht der Hersteller in seinen öffentlichen Unterlagen nicht. Wer sie braucht, holt sie vertraglich und liest sie nicht in ein Datenblatt hinein.

Die Konnektivität ist der stille Vorteil und die stille Falle. Der Roboter bringt seine eigene 2G-/LTE-M-Mobilfunkverbindung mit Global Roaming mit, und die Mobilfunkkosten sind in allen HUB-Lizenzen enthalten – kein Kunden-WLAN, kein IT-Ticket, keine Firewall-Freigabe. Die Falle steht in der Betriebsanleitung: Am Aufstellort muss Mobilfunk verfügbar sein, 2G oder besser LTE-M. Eine Ladestation im Untergeschoss ohne Empfang ist ein Problem, das man am Inbetriebnahmetag entdeckt – eine Standortbegehung zu spät. Prüfen Sie den Empfang dort, wo die Station stehen soll, nicht an der Eingangstür.

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Was der Betrieb wirklich an Arbeit kostet

Die Betriebsanleitung plant die Wartung in Betriebsstunden statt in Wochen, und das ist die ehrliche Methode. Eine Sichtprüfung ist nach 25 Betriebsstunden fällig. Nach 50 Betriebsstunden wird die Liste länger: Schmutzbehälter leeren, Filter und Motorschutzfilter reinigen, Seitenbürste, Hauptbürste, Sensoren und Ladestation reinigen. 50 Betriebsstunden sind bei voller Eco-Laufzeit rund zwölf Nächte. Wer die Maschine vor Ort betreut, braucht diese Zwölf-Nächte-Termine in seiner Routine – sonst drosselt das HEPA-Element still und leise den Luftstrom, und die Praxiswerte fallen unter die in diesem Artikel genannten.

Die Verschleißteile folgen derselben Uhr: Seitenbürste nach 350 Betriebsstunden, Hilfsrollen und Antriebsräder nach 500, Filtertausch nach 750, Hauptbürste nach 1.500. Nexaros FAQ rechnet das für typische Nutzung auf einen Jahresrhythmus um – Filter und Hauptbürste einmal jährlich, Seitenbürste viermal jährlich, Rollen alle zwei Jahre, Räder alle vier. Die spezifizierte Lebensdauer liegt bei 3.000 Betriebsstunden, und ab 3.000 Betriebsstunden sieht die Anleitung eine Wartung beim Nexaro-Kundenservice vor. Der Akku liegt nach etwa 800 Vollzyklen bei rund 70 % Kapazität – das ist die Zahl, die tatsächlich bestimmt, wann die Praxisleistung zu sinken beginnt.

Zwei vertragliche Details gehören in dieselbe Rechnung. Die zwölf Monate Gewährleistung sind genau das – gesetzlich, keine erweiterte Herstellerzusage. Und das Nexaro HUB ist kein Zubehör: Kartierung, No-Go-Zonen, Arbeitsplaner und Firmware-Updates laufen darüber, und das Datenblatt vermerkt, dass einige Funktionen nur in der kostenpflichtigen Pro.Multi-Lizenz verfügbar sind. Diese Lizenz ist für 36 Monate enthalten; danach ist sie ein laufender Posten im Betriebsbudget und keine Option.

Beim Service lohnt Vorsicht mit den Erwartungen. Nexaro betreibt einen deutschsprachigen Support zu deutschen Geschäftszeiten und laut eigener FAQ eine zentrale Reparaturwerkstatt in Deutschland. Ein flächendeckendes Vor-Ort-Servicenetz beschreibt der Hersteller in seinen öffentlichen Unterlagen nirgends. Wer in seiner Standortplanung mit einem Techniker binnen eines Tages rechnet, sollte diese Annahme vor der Unterschrift prüfen, nicht danach. In unserem Full-Service-Modell ist genau das unsere Aufgabe: Wartungsintervalle einhalten, Verschleißteile stellen und den Herstellerkontakt führen, damit die Maschine ein Ergebnis ist und keine Aufgabe.

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Wann eine andere Maschinenklasse die bessere Antwort ist

Große Teppichflächen tagsüber, mit Menschen darauf, sind nicht die Aufgabe des NR 1700. Dort gehört der Whiz hin: eine größere Maschine für Teppichflure, offiziell mit bis zu 1.500 m² je Ladung und rund drei Stunden Laufzeit angegeben, einmal durch Abgehen der Route angelernt und danach selbstständig wiederholend. Der Zielkonflikt gehört klar benannt, denn er ist das Spiegelbild von allem oben – der Whiz erkennt Hindernisse unter anderem mit einer 2D-/3D-Kamera. Wo Kamerafreiheit eine harte Anforderung ist, fällt er damit aus der engeren Wahl, und der NR 1700 ist trotz seiner 50 bis 75 m²/h die richtige Maschine.

Hartböden, die gewischt werden müssen, sind wieder eine andere Klasse. Saugen löst weder den Fettfilm in der Kantine noch das Streusalz im Eingangsbereich noch den Schuhabrieb im Flur – dafür braucht es Wasser, Bürstendruck und eine Rakel, und das ist die Domäne der Scheuersaugroboter. Wenn das den Großteil Ihrer Fläche beschreibt, beginnen Sie mit unserem Ratgeber zu Scheuersaugrobotern statt mit einem Sauger.

Große trockene Hartbodenflächen mit grobem Schmutz – Lager, Produktionshallen, Baumärkte – verlangen Kehren statt Saugen. Der MT1 deckt diesen Fall ab und arbeitet vollständig ohne Wasser, was in Produktionsumgebungen oft den Ausschlag gibt: Dort ist ein nasser Boden ein Sicherheitsthema und kein Reinigungsergebnis.

Und wenn Sie noch dabei sind, überhaupt die passende Klasse zu bestimmen, klären Sie das vor dem Vergleich einzelner Modelle: Unsere Übersicht dazu, welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt, sortiert die Klassen nach Boden, Fläche und Zeitfenster. Die richtige Klasse zu treffen ist deutlich wichtiger als das richtige Modell – ein perfekt gewählter Saugroboter auf einem Boden, der gewischt werden muss, ist immer noch die falsche Maschine.

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Häufige Fragen

Das offizielle Datenblatt nennt maximal 100 m²/h. In unseren eigenen Einsätzen liegt die effektive Leistung bei 50 bis 75 m²/h, und eine Akkuladung deckt 200 bis 300 m² ab statt der gut 400 m², die 250 Minuten Eco-Laufzeit nahelegen. Nexaro selbst versieht den 100-m²/h-Wert mit der Fußnote, dass er von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag und Verschmutzung abhängt – in einem möblierten Büro senken alle vier Faktoren ihn. Planen Sie nach Fläche je Nacht statt nach Quadratmetern je Stunde.

Nein. Er navigiert mit einem Longrange-Laserdistanzsensor der Laserklasse 1 und AI-Mapping; Nexaro nennt zusätzlich SLAM-Algorithmen und Sensordatenfusion. Die offizielle Sensorliste umfasst Stoßfängersensor, acht Absturzsensoren, zwei Magnetfeldsensoren, Wandfolgesensor, Inkrementalsensoren und eine Inertialmesseinheit – aber keine Kamera, es entsteht also kein Bild Ihrer Räume. Zum Datenumgang gibt Nexaro an, die Server stünden in Europa und die Software sei AWS-basiert; öffentliche Zusagen zur Verschlüsselung der Übertragung oder zum Ausschluss von Drittlandtransfers macht der Hersteller nicht. Wer diese braucht, vereinbart sie vertraglich.

Er wird von Nexaro (Teil der Vorwerk-Gruppe) in Wuppertal entwickelt und designt, und sein Gebläsemotor wird im Vorwerker Motorenwerk gefertigt. Der Roboter selbst wird in einem konzerneigenen Vorwerk-Werk in China produziert – Nexaro schreibt das in der eigenen FAQ offen hin. „Entwickelt in Deutschland" trifft also zu, „Made in Germany" nicht. Der Support ist deutschsprachig zu deutschen Geschäftszeiten, Reparaturen laufen über eine zentrale Werkstatt in Deutschland.

Das Datenblatt nennt 49 dB(A) im Eco-Modus und 57 dB(A) in Balanced und Performance, sämtlich auf Teppichboden gemessen; die Betriebsanleitung führt eine pauschale Emissionsangabe von unter 70 dB(A). Der Eco-Modus ist leise genug für den Tagbetrieb in Randbereichen, zulasten der Saugleistung. Er bleibt ein Staubsauger: Das leere Büro bei Nacht ist sein natürlicher Platz, ein Hotelflur nachts neben belegten Gästezimmern dagegen kein Einsatzort.

Nexaros eigene Quellen widersprechen sich. Das Datenblatt mit Stand Februar 2025 nennt rund 95 Minuten für 15–85 % und rund 120 Minuten für 15–95 %. Die Originalbetriebsanleitung 12/2024 nennt rund 110 Minuten für 15–80 % und rund 195 Minuten für 15–95 %. Beides sind offizielle Dokumente, und sie unterscheiden sich um mehr als eine Stunde – wir planen deshalb mit dem konservativen Wert. Wenn Ihr Plan von zwei vollständigen Einsätzen in einer Nacht abhängt, lassen Sie sich den Wert schriftlich vom Hersteller bestätigen.

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