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Ratgeber · · 9 Min. Lesezeit

Scheuersaugroboter im Gewerbe: Welche Größe zu welcher Fläche passt

Ein Scheuersaugroboter ist die einzige Klasse mobiler Reinigungstechnik, die den Boden tatsächlich wäscht. Kehrroboter nehmen losen Schmutz auf, Saugroboter ziehen Staub aus Teppich – ein Scheuersaugroboter bringt Frischwasser und Reinigungsmittel auf den Belag, löst den Schmutz mechanisch mit der Bürste und saugt das Schmutzwasser über eine Gummilippe sofort wieder ab. Zurück bleibt ein dünner Feuchtigkeitsfilm, keine Pfütze. Wir betreiben vier autonome Maschinen dieser Klasse und ein handgeführtes Gerät, vom 15-Liter-Kompaktroboter bis zur 220-Kilo-Industriemaschine mit 55-Liter-Tanks. Dieser Ratgeber erklärt, was die Maschinen mechanisch unterscheidet, welche Herstellerzahlen belastbar sind und welche nicht, und woran die Auswahl in der Praxis wirklich hängt: an Fläche, Gangbreite, Tankgröße und der Frage, ob eine Station das Wasser automatisch wechselt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nur Scheuersaugroboter waschen: Frischwasser, Bürste, Rakel, Schmutzwassertank. Kehr- und Saugroboter nehmen Schmutz lediglich auf.
  • Die Größenleiter folgt dem Tank, nicht dem Marketing: CC1 15 l, L3 25 l, L4 38 l, L50 55 l – die Tankgröße bestimmt, wie oft jemand ans Gerät muss.
  • Die beworbenen m²/h-Werte der CenoBots-Maschinen sind reine Rechengrößen (Arbeitsbreite × Höchstgeschwindigkeit). Deshalb steht der schmalere L3 im Datenblatt über dem breiteren L4.
  • Der SH1 ist kein Roboter. Er ist ein handgeführter Scheuersaugautomat und braucht immer eine Bedienperson – einen autonomen Modus gibt es in keiner Ausbaustufe.

CC1 vs. CC1 Pro — geprüfte Daten

Pudu CC1CenoBots L3CenoBots L4CenoBots L50
Maschine
Reinigungsbreite500 mm (mit Seitenbürste)400 mm450 mm510 mm
Anpressdruck Bürstenicht veröffentlicht18 kg20 kg25 kg
Frischwassertank15 l25 l38 l55 l
Schmutzwassertank15 l25 l32 l – Quellen widersprechen sich55 l
Gewicht75 kg127 kg150 kg220 kg
Min. Durchfahrtsbreite70 cm70 cm81 cm90 cm (Option 94 cm)
Betrieb
Flächenleistung (Herstellerangabe)700–1.000 m²/hbis 2.016 m²/h (theoretisch)bis 1.944 m²/h (theoretisch)2.203 m²/h (theoretisch)
Laufzeit5 h Schrubben · bis 9 h leises Wischenbis 4 h (Broschüre: ECO-Modus)bis 4,5 h (Spot-Cleaning)bis 6 h
Ladezeit< 3 h1,5–2 h2,7 h4 h
Dockingstation (optional)Laden + Wasser nachfüllen/entleerenLaden, Wasser, Abwasser, ReinigungsmittelLaden, Wasser, Abwasser, ReinigungsmittelLaden; Workstation ergänzt Wasser + Reinigungsmittel
Betriebsgeräusch< 70 dB(A)Quellen widersprechen sich – wir nennen keinen Wert65 dBmindestens 67 dB(A)

Die Werte stammen aus den aktuellen offiziellen Produktseiten; wo diese schweigen (Gewicht, Laufzeit, Ladezeit und Schalldruck des L4), aus den offiziellen Datenblättern. Pudu nennt die Durchfahrtsbreite des CC1 „min. Pfadabstand". Das EU-Datenblatt des L4 von 2024 ist bei Arbeitsbreite und Frischwassertank überholt (460 mm / 34 l gegenüber heute 450 mm / 38 l) – sein Schmutzwasserwert von 32 l ist damit der unsicherste Wert dieser Tabelle; drei Distributoren nennen 36 l. Die Flächenleistungen der CenoBots-Maschinen sind vom Hersteller ausdrücklich als theoretische Maxima gekennzeichnet.

01

Was ein Scheuersaugroboter mechanisch tut – und was ihn von Kehr- und Saugrobotern trennt

Mechanisch ist ein Scheuersaugroboter eine Maschine aus vier Baugruppen, die in dieser Reihenfolge arbeiten: ein Frischwassertank, der Wasser und Reinigungsmittel dosiert auf den Belag bringt; eine rotierende Bürste – Scheibe oder Walze –, die den Schmutz mit definiertem Anpressdruck mechanisch löst; eine Gummilippe direkt dahinter, die das Schmutzwasser wieder abzieht; und ein Schmutzwassertank, der es aufnimmt. Pudu nennt die beiden Tanks im offiziellen Handbuch des CC1 „Lösungstank" und „Schmutzwassertank", je 15 Liter. Der Anpressdruck ist dabei die Kennzahl, die über die tatsächliche Reinigungswirkung entscheidet: 18 kg beim L3, 20 kg beim L4, 25 kg beim L50, 27 kg beim handgeführten SH1. Für den CC1 veröffentlicht Pudu überhaupt keinen Anpressdruck.

Entscheidend für die Funktion ist die Reihenfolge von Bürste und Rakel. Die Gummilippe ist breiter als die Bürste – beim SH1 zieht eine 490-mm-Lippe hinter einer 440-mm-Bürste her –, damit sie auch das seitlich weggeschleuderte Wasser erfasst. Zurück bleibt kein Wasserfilm und keine Pfütze, sondern ein dünner Feuchtigkeitsfilm. Wie schnell der abtrocknet, hängt von Belag, Wassermenge und Luftbewegung ab; keiner der Hersteller in unserem Portfolio veröffentlicht dazu eine Zeitangabe, und wir erfinden keine.

Das unterscheidet diese Klasse von allem anderen, was autonom über Böden fährt. Kehrroboter arbeiten vollständig trocken: Sie kehren losen Schmutz in einen Behälter, sie waschen nichts. Saugroboter ziehen Staub aus Teppich und Fugen. Nur der Scheuersaugroboter löst haftenden Schmutz mit Wasser und Mechanik – die trockene Klasse behandeln wir im Kehrroboter-Vergleich. Innerhalb der nassen Klasse gibt es eine wichtige Ausnahme: Der CC1 ist laut Pudu ein Vier-in-eins-Gerät mit den offiziellen Modi Kehren, Schrubben, Teppichsaugen und leises Wischen. Die CenoBots-Maschinen sind reine Nassreiniger – für den L4 veröffentlicht der Hersteller gar keine Trockensaugfunktion. Groben Schmutz kehrt dort vorher jemand weg.

Die offiziellen Bodenlisten sind enger, als die Prospekte vermuten lassen. Pudus Handbuch gibt als Anwendungsumfang des CC1 Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche an – Parkett und Laminat stehen dort nicht. Für den SH1 führt Pudu im Datenblatt Hartholzböden ausdrücklich auf, und das Handbuch des L50 nennt Fliesen, Holzböden, Beton, Terrazzo und Granit. Diese Listen widersprechen sich nicht, sie gelten je Maschine. Wer Holz- oder Laminatflächen nass reinigen lassen will, klärt das deshalb pro Gerät und pro Belag – nicht pauschal.

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Die Größenleiter: vier autonome Maschinen und ein handgeführtes Gerät

Am unteren Ende steht der Pudu CC1: 500 mm Reinigungsbreite mit Seitenbürste, je 15 Liter Frisch- und Schmutzwasser, 75 kg, offiziell 700–1.000 m²/h. Pudu positioniert ihn für „kleine und mittelgroße Szenarien", und das Handbuch weist die Laufzeiten getrennt nach Modus aus: 5 Stunden Schrubben, 5 Stunden Kehren plus Saugen plus Wischen, 4 Stunden Teppichsaugen, 9 Stunden leises Wischen. Die oft zitierten „5 Stunden maximale Laufzeit" sind also der Schrubbwert und kein Maximum – und das Handbuch bezeichnet alle diese Werte in einer Fußnote als Labormessungen im niedrigsten Gang, von 100 % bis 10 % Akkuladung. Mit 70 cm minimalem Pfadabstand kommt der CC1 durch Türen und enge Gänge, die für jede größere Maschine zu schmal sind. Wer zwischen CC1 und CC1 Pro schwankt, findet die Unterschiede im Direktvergleich.

Die Mittelklasse besetzen zwei CenoBots-Maschinen mit deutlich unterschiedlichem Charakter. Der L3 ist der schmale: 400 mm Arbeitsbreite, Doppel-Scheibenbürsten mit 18 kg Anpressdruck, je 25 Liter Tank, 127 kg, 700 mm minimale Durchfahrtsbreite und ein Nvidia-Chip mit 100 TOPS. Beim LiDAR widersprechen sich die eigenen Unterlagen des Herstellers: Produktseite und L3-Broschüre nennen einen 96-Strahl-3D-LiDAR, der Gesamtkatalog 2026 einen mit 128 Strahlen – am ehesten ein Modelljahrwechsel, den man bei jeder Lieferung nachfragen sollte. Der L4 ist mit 450 mm breiter und mit 38 Litern Frischwasser ausdauernder, sein eigentliches offizielles Alleinstellungsmerkmal ist aber die Kantenreinigung: CenoBots gibt weniger als 3 cm Abstand zur Wand an. Er passt durch 810 mm und wiegt 150 kg.

Ganz oben steht der L50 mit 510-mm-Scheibenbürste, je 55 Litern Tank, bis zu 6 Stunden Laufzeit und 220 kg Maschine. Er braucht 900 mm Durchfahrtsbreite (optional 940 mm) und ist damit eine Hallenmaschine, kein Ladengerät. Das Herstellerdatenblatt nennt mindestens 67 dB(A) Schalldruck und 6° Steigfähigkeit; das Handbuch schränkt zusätzlich ein – bis 10 % Steigung ausschließlich im manuellen Betrieb, im Automatikbetrieb höchstens 2 %, autonomes Befahren von Rampen empfiehlt der Hersteller ausdrücklich nicht. Und es ist eine Innenraummaschine für harte Böden. Draußen hat sie nichts zu suchen.

Die Leiter endet nicht mehr bei diesen vier Maschinen. Unter dem CC1 steht der kompakte ET1 mit offiziell 300–720 m²/h, der CC1 Pro ist die KI-Variante der Einstiegsmaschine und nicht die schnellere, der BG1 steht mit 2.000 m²/h im Flächenmodus über dem L50, und der CR700 kommt mit 700 mm Arbeitsbreite in dieselbe Klasse. Alle vier sind über uns verfügbar; ET1, BG1 und CR700 sind neu im Programm, ihre Einordnungen sind deshalb dokumentenbasiert und stehen in eigenen Artikeln, nicht in den Porträts oben.

Der SH1 gehört technisch in dieselbe Klasse, betrieblich aber nicht: Er ist kein Roboter. Er ist ein akkubetriebener, handgeführter Scheuersaugautomat, der immer eine Bedienperson braucht – einen autonomen Modus gibt es in keiner Ausbaustufe. Er schrubbt mit 440 mm Bürstenbreite und 27 kg Anpressdruck bei 350 U/min, trocknet hinter einer 490-mm-Lippe und trennt im Schmutzwassertank Luft, Flüssigkeit und Feststoffe, was Verstopfungen im Ablauf verhindert. Seine Tanks fassen je 4 Liter; Pudu gibt im eigenen Webstore an, dass im Standardmodus etwa alle 20 Minuten nachgefüllt und entleert werden muss. Die Maschine wiegt 27 kg – Pudus Produktseite nannte lange 17 kg, wir haben unsere eigenen Geräte gewogen. Bei der Lautstärke widersprechen sich Pudus Quellen weiterhin: Die Produktseite nennt 72/69 dB(A), das offizielle Datenblatt 76/71 dB(A); wir nennen beide Werte, statt uns einen auszusuchen.

CC1
L3
L4
L50
SH1
CC1L3L4L50SH1handgeführt
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
03

Was die Entscheidung wirklich trifft

Die erste Zahl, auf die jeder schaut, ist die Flächenleistung – und sie ist die unzuverlässigste. Bei den CenoBots-Maschinen ist der beworbene Wert eine reine Rechengröße: Arbeitsbreite × Höchstgeschwindigkeit × 3.600. 0,40 m × 1,4 m/s ergeben die 2.016 m²/h des L3, 0,45 m × 1,2 m/s die 1.944 m²/h des L4, 0,51 m × 1,2 m/s die 2.203 m²/h des L50. Der Hersteller schreibt das offen dazu – in seinen eigenen Datenblättern steht „Max. Theoretical Productivity". Daran erkennt man auch, wie wenig die Zahl aussagt: Die schmalste Maschine steht im Datenblatt über der breiteren, weil sie schneller fahren darf. Kein Wenden, keine Überlappung, kein Nachfüllen und kein Hindernis ist eingerechnet. Pudus 700–1.000 m²/h für den CC1 sind dagegen ein Band und kein Spitzenwert – direkt vergleichbar sind die beiden Angaben deshalb nicht.

Die zweite Zahl entscheidet härter, wird aber selten genannt: die minimale Durchfahrtsbreite. 70 cm beim CC1 und beim L3, 81 cm beim L4, 90 cm beim L50. Das ist kein Komfortwert, sondern ein Ausschlusskriterium. Ein Regalgang mit 85 cm lichter Breite, eine Palette, die halb im Weg steht, eine Brandschutztür mit 80 cm – jede Maschine, die dort nicht durchkommt, hat eine Flächenleistung von null. Die engsten Stellen zu messen kommt deshalb vor der Gesamtfläche, nicht danach.

Die dritte Zahl ist der Tank, und hier gibt es eine ehrliche Lücke. 15 Liter beim CC1, 25 beim L3, 38 beim L4, 55 beim L50 – die Leiter ist eindeutig. Wie viele Quadratmeter eine Füllung reicht, veröffentlicht in diesem Portfolio jedoch kein Hersteller, weder Pudu noch CenoBots. Die Zahlen, die dazu im Netz kursieren, sind Rückrechnungen; wir nennen deshalb keine. Was es offiziell gibt, ist eine Größenordnung vom handgeführten SH1: Pudu gibt für dessen 4-Liter-Tanks im Standardmodus rund 20 Minuten bis zum Nachfüllen an – bei 70 Minuten Akkulaufzeit. Dort ist also der Tank zuerst leer, nicht der Akku. Für die autonomen Maschinen ist die vergleichbare Zahl schlicht nicht veröffentlicht, und genau deshalb ist die Station die eigentliche Antwort.

Damit steht die vierte und in der Praxis wichtigste Frage im Raum: Wechselt eine Station das Wasser automatisch, oder macht das ein Mensch? Für den CC1 führt Pudus Handbuch automatisches Laden sowie automatisches Nachfüllen und Entleeren von Wasser als unterstützt auf – in Verbindung mit der Dockingstation, die dieselbe Tabelle als optionale Funktion ausweist. Für den L3 bietet CenoBots die Workstation WS3, die Laden, Frischwasser, Abwasser und Reinigungsmittel übernimmt, dazu den mobilen Tank WT3 mit 60 Litern Frisch- und 50 Litern Schmutzwasser für Standorte ohne festen Wasseranschluss. Für den L4 gibt es dieselbe Vier-in-eins-Workstation. Beim L50 lädt die Ladestation, die größere Workstation ergänzt Wasser und Reinigungsmittel. Ohne Station füllt und entleert jemand von Hand – und im Tagesbetrieb ist genau das der wiederkehrende Personalaufwand, den die Maschine eigentlich ersetzen sollte. Unser Full-Service-Modell ist dafür da, dass er nicht bei Ihrem Personal landet.

04

Betriebsrealität: Nacht, Tag, Verbrauch, Wasser

Der Standardfall ist der Nachtbetrieb in geschlossenen Objekten, und zwar aus zwei Gründen: Niemand läuft durch den feuchten Film, und niemand hört die Maschine. Die veröffentlichten Werte liegen dicht beieinander – unter 70 dB(A) beim CC1, 65 dB beim L4 laut EU-Datenblatt, mindestens 67 dB(A) beim L50 laut Herstellerdatenblatt. Beim L3 löst sich das Bild nicht auf: Der CenoBots-Katalog druckt „≥ 64 dB(A)", was als Mindestwert offensichtlich ein Druckfehler ist, der tschechische Distributor nennt 66 dB. Solange das nicht geklärt ist, veröffentlichen wir für diese Maschine keinen Wert. Für die Planung wichtig: Alle diese Angaben sind Schalldruckwerte der Hersteller, keine Messung in Ihrem Objekt.

Tagbetrieb in belebten Objekten funktioniert, aber anders, als er üblicherweise verkauft wird. Ein autonomer Scheuersaugroboter fährt eine programmierte Zone ab; er ist gut darin, geplante Durchgänge zu erledigen, während das Personal weiterarbeitet. Für die Reaktion auf die Flasche, die gerade in Gang vier zerbrochen ist, ist das handgeführte Gerät schneller: Jemand nimmt den SH1 und ist sofort dort. Für hartnäckige Stellen führt CenoBots im Katalog den DeepClean-Modus – einen wählbaren zweistufigen Intensivgang, bei dem die Maschine zuerst mit angehobenem Rakel einweicht und anschließend schrubbt und absaugt. Und im Tagbetrieb gilt immer: Der feuchte Film ist eine Rutschgefahr, bis er abgetrocknet ist. Beschilderung ist kein Papierkram, sondern Teil des Verfahrens.

Arbeit macht im Betrieb vor allem zweierlei: Verschleiß und Wasser. Bürsten, Rakellippen und Filter sind Verschleißteile, und die Hersteller haben darauf reagiert – CenoBots setzt beim L3 auf magnetische Schnellwechselbürsten und ein werkzeuglos abnehmbares Rakel und gibt für den L4 30 Sekunden für den Rakelwechsel an. Beim SH1 verhindert die Luft-Feststoff-Flüssigkeits-Trennung im Schmutzwassertank den verstopften Ablauf, der die häufigste Ausfallursache dieser Geräteklasse ist. Und das aufgenommene Wasser ist Abwasser: Es gehört in einen an die Kanalisation angeschlossenen Ausguss, nicht in einen Hofablauf. Im Full-Service sind Verschleißteile, Reinigungsmittel, Wasserhandhabung und Wartung Teil der Leistung – genau damit sie nicht als zusätzliche Aufgabe bei einer Person im Objekt landen.

05

Typische Einsatzorte – und was die Maschine dort begrenzt

Supermärkte sind der klassische Fall für die Mittelklasse: harte Beläge, feste Gangbreiten, planbare Nachtfenster. CenoBots führt Retail und Lebensmittelhandel offiziell als Zielsegmente des L3, daneben Büros, Hotels, Schulen und Krankenhäuser. Der L4 spielt hier seine Kantenreinigung aus – Regalsockel und Fußleisten sind genau die Stellen, an denen sonst von Hand nachgearbeitet wird.

In Hotels entscheidet die Fläche je Bereich, nicht die Gesamtfläche: Lobby, Flure und Konferenzräume sind einzelne, oft kleine Einheiten mit Türen dazwischen. Ein CC1 mit 70 cm Durchfahrtsbreite passt in diese Struktur, eine 220-kg-Hallenmaschine nicht. In Krankenhäusern kommt hinzu, dass Ergebnisse dokumentierbar sein müssen – dort lohnt die Frage, welche Maschine protokolliert, was sie gereinigt hat, und nicht nur, wie schnell sie es tut.

Lagerhallen und Produktionsflächen sind das Revier des L50 – mit drei nüchternen Einschränkungen. Erstens: 900 mm Durchfahrtsbreite schließen enge Regalgassen aus. Zweitens: Innenbereich, harte Böden, und autonom keine Rampen. Drittens: Eine herstellerbestätigte, speziell auf Flurförderzeuge trainierte Erkennung gibt es nicht. Offiziell dokumentiert sind dynamische Hinderniserkennung inklusive hervorstehender Objekte und Glaserkennung; die Formulierung „360°-Schutz" ist CenoBots' eigene Marketingsprache, kein gemessener Abdeckungswert. Im Mischbetrieb mit Staplern ersetzt das keine Verkehrsregelung im Objekt.

Welche Klasse überhaupt die richtige ist – nass, trocken oder saugend –, behandeln wir im Überblick über alle Robotertypen. Steht die Klasse fest, ist die Auswahl innerhalb der Scheuersaugroboter eine Messaufgabe: engste Stelle, Fläche, Nachtfenster, Wasseranschluss. Vier Zahlen, die man in einer Stunde vor Ort hat – und sie gemeinsam durchzugehen, ist genau der Zweck einer Demo.

06

Häufige Fragen

Ein Kehrroboter arbeitet vollständig trocken: Er kehrt losen Schmutz in einen Behälter und rührt haftenden Schmutz nicht an. Ein Scheuersaugroboter bringt Wasser und Reinigungsmittel auf, löst den Schmutz mechanisch mit einer rotierenden Bürste und nimmt das Schmutzwasser über eine Gummilippe sofort wieder in einen Schmutzwassertank auf. Nur der Scheuersaugroboter wäscht den Boden tatsächlich. Eine Maschine in unserer Flotte kann beides: Der CC1 hat laut Pudu die offiziellen Modi Kehren, Schrubben, Teppichsaugen und leises Wischen.

Die Gummilippe nimmt das Wasser direkt hinter der Bürste wieder auf, sodass ein dünner Feuchtigkeitsfilm zurückbleibt und kein nasser Boden. Wie schnell er abtrocknet, hängt von Belag, Wassermenge und Luftbewegung im Raum ab. Keiner der Hersteller in unserem Portfolio veröffentlicht eine Trocknungszeit, deshalb nennen wir auch keine. Für die Planung gilt: Die Fläche ist eine Rutschgefahr, bis sie sichtbar trocken ist – während der Öffnungszeiten gehört Beschilderung dazu.

Offiziell 700 bis 1.000 m²/h beim Pudu CC1 sowie bis zu 2.016, 1.944 und 2.203 m²/h bei den CenoBots L3, L4 und L50. Die CenoBots-Werte sind ausdrücklich als theoretische Maxima gekennzeichnet und sind einfache Rechengrößen: Arbeitsbreite mal Höchstgeschwindigkeit. Sie enthalten kein Wenden, keine Überlappung, keine Nachfüllpausen und keine Hindernisse, der reale Durchsatz liegt also darunter. Sie taugen zum Vergleich der Maschinen untereinander, nicht zur Schichtplanung.

Nicht zwingend. Jede Maschine lässt sich von Hand befüllen und entleeren. Die Frage ist, wie oft das jemand tun muss – die Tankgrößen reichen von 15 Litern beim CC1 bis 55 Litern beim L50. Dockingstationen automatisieren das: Laut Pudus Handbuch unterstützt der CC1 automatisches Laden sowie automatisches Nachfüllen und Entleeren von Wasser in Verbindung mit seiner optionalen Dockingstation, und CenoBots bietet für L3, L4 und L50 Stationen, die Laden, Frischwasser, Abwasser und Reinigungsmittel übernehmen. Für Standorte ganz ohne Wasseranschluss lässt sich der L3 mit dem mobilen Tank WT3 kombinieren, der 60 Liter Frisch- und 50 Liter Schmutzwasser fasst.

Das ist je Maschine zu beantworten, denn die offiziellen Bodenlisten unterscheiden sich. Pudus Handbuch gibt als Anwendungsumfang des CC1 Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche an – Parkett und Laminat stehen nicht darauf. Für den handgeführten SH1 führt Pudus Datenblatt Hartholzböden auf, und das Handbuch des CenoBots L50 nennt Holzböden neben Fliesen, Beton, Terrazzo und Granit. Laminat steht auf keiner dieser Listen. Holzflächen klären wir deshalb pro Gerät und pro Belag, statt pauschal ja zu sagen.

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