Mechanisch ist ein Scheuersaugroboter eine Maschine aus vier Baugruppen, die in dieser Reihenfolge arbeiten: ein Frischwassertank, der Wasser und Reinigungsmittel dosiert auf den Belag bringt; eine rotierende Bürste – Scheibe oder Walze –, die den Schmutz mit definiertem Anpressdruck mechanisch löst; eine Gummilippe direkt dahinter, die das Schmutzwasser wieder abzieht; und ein Schmutzwassertank, der es aufnimmt. Pudu nennt die beiden Tanks im offiziellen Handbuch des CC1 „Lösungstank" und „Schmutzwassertank", je 15 Liter. Der Anpressdruck ist dabei die Kennzahl, die über die tatsächliche Reinigungswirkung entscheidet: 18 kg beim L3, 20 kg beim L4, 25 kg beim L50, 27 kg beim handgeführten SH1. Für den CC1 veröffentlicht Pudu überhaupt keinen Anpressdruck.
Entscheidend für die Funktion ist die Reihenfolge von Bürste und Rakel. Die Gummilippe ist breiter als die Bürste – beim SH1 zieht eine 490-mm-Lippe hinter einer 440-mm-Bürste her –, damit sie auch das seitlich weggeschleuderte Wasser erfasst. Zurück bleibt kein Wasserfilm und keine Pfütze, sondern ein dünner Feuchtigkeitsfilm. Wie schnell der abtrocknet, hängt von Belag, Wassermenge und Luftbewegung ab; keiner der Hersteller in unserem Portfolio veröffentlicht dazu eine Zeitangabe, und wir erfinden keine.
Das unterscheidet diese Klasse von allem anderen, was autonom über Böden fährt. Kehrroboter arbeiten vollständig trocken: Sie kehren losen Schmutz in einen Behälter, sie waschen nichts. Saugroboter ziehen Staub aus Teppich und Fugen. Nur der Scheuersaugroboter löst haftenden Schmutz mit Wasser und Mechanik – die trockene Klasse behandeln wir im Kehrroboter-Vergleich. Innerhalb der nassen Klasse gibt es eine wichtige Ausnahme: Der CC1 ist laut Pudu ein Vier-in-eins-Gerät mit den offiziellen Modi Kehren, Schrubben, Teppichsaugen und leises Wischen. Die CenoBots-Maschinen sind reine Nassreiniger – für den L4 veröffentlicht der Hersteller gar keine Trockensaugfunktion. Groben Schmutz kehrt dort vorher jemand weg.
Die offiziellen Bodenlisten sind enger, als die Prospekte vermuten lassen. Pudus Handbuch gibt als Anwendungsumfang des CC1 Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche an – Parkett und Laminat stehen dort nicht. Für den SH1 führt Pudu im Datenblatt Hartholzböden ausdrücklich auf, und das Handbuch des L50 nennt Fliesen, Holzböden, Beton, Terrazzo und Granit. Diese Listen widersprechen sich nicht, sie gelten je Maschine. Wer Holz- oder Laminatflächen nass reinigen lassen will, klärt das deshalb pro Gerät und pro Belag – nicht pauschal.