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Ratgeber · · 12 Min. Lesezeit

Welcher Reinigungsroboter? Entscheidungsleitfaden für Gewerbe und Industrie

Die Frage „welcher Reinigungsroboter?" wird fast immer falsch herum gestellt. Sie beginnt mit einem Modellnamen, obwohl sie mit einem Boden beginnen müsste. Ein Scheuersaugroboter auf einem Belag, der kein Wasser verträgt, ist ein Schadensfall. Ein Saugroboter, der nachts neben belegten Gästezimmern läuft, ist eine Beschwerde. Ein Kehrroboter, der den Fettfilm von einer Verkaufsfläche holen soll, ist eine Enttäuschung. Wir vermieten 16 Maschinen aus vier Klassen, und jede Auswahl läuft über dieselben fünf Fragen: Verträgt der Boden Wasser? Wie groß und wie verwinkelt ist die Fläche? Wird tagsüber oder nachts gereinigt? Geht es um Grobschmutz, Staub oder Waschen? Und was steht an Wasser, Strom und Stellfläche zur Verfügung? Dieser Leitfaden geht den Weg in dieser Reihenfolge – mit den offiziellen Herstellerdaten dahinter und einem ehrlichen Abschnitt darüber, wo heute kein Roboter die Antwort ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Klassen, vier Funktionsprinzipien: Scheuersaugroboter reinigen nass und hinterlassen einen dünnen, trocknenden Film, Kehrroboter arbeiten komplett wasserlos, Saugroboter nehmen trocken auf – und der handgeführte Scheuersauger deckt ab, was kein Roboter erreicht.
  • Der Boden entscheidet vor der Fläche. Pudu nennt im offiziellen Anwendungsumfang des CC1 Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche – Parkett und Laminat stehen dort nicht.
  • Das Betriebsfenster schlägt die Flächenleistung. Pudu gibt für den CC1 unter 70 dB(A) an, SoftBank für den Whiz 62 dB im Normalmodus – für MT1, MT1 Max und MT1 Vac veröffentlicht Pudu überhaupt keinen Lautstärkewert.
  • Katalog-m²/h sind theoretische Maxima. SoftBank selbst gibt für den Whiz 465–557 m²/h Reinigungsleistung an, und CenoBots beschriftet die eigenen Zahlen als „max. theoretical productivity". Planen Sie mit einem Faktor, nicht mit der Obergrenze.
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Vier Maschinenklassen, vier Funktionsprinzipien

Scheuersaugroboter sind die nasse Klasse. Eine Bürste löst den Schmutz mit Wasser und Reinigungsmittel, eine Rakel zieht das Schmutzwasser sofort wieder ab, und auf dem Boden bleibt ein dünner Film, der in Minuten trocknet. Es ist die einzige Klasse, die einen Boden tatsächlich wäscht – Fettfilme, verschüttete Getränke und eingetretener Schmutz brauchen Wasser. Unsere Scheuersauger decken ein breites Größenband ab: der CC1 mit je 15 Litern Frisch- und Schmutzwasser und offiziell 700–1.000 m²/h, der L4 mit 450 mm Arbeitsbreite und 38-Liter-Frischwassertank, und der L50 mit 510 mm, 55 Litern und bis zu sechs Stunden Laufzeit für Industriehallen. Welcher davon und wonach, steht in unserem Scheuersaugroboter-Ratgeber.

Kehrroboter sind die wasserlose Klasse. MT1 und MT1 Max arbeiten mit Doppel-Tellerbürsten und aktiver Staubbindung – kein Tank, kein Wasser, keine Trocknungszeit, kein Rutschrisiko, und der Boden ist begehbar, sobald die Maschine durch ist. Pudu gibt den MT1 mit max. 1.800 m²/h im Standardmodus und 35-Liter-Schmutzbehälter an, den MT1 Max mit max. 2.200 m²/h. Die Grenze der Klasse ist genauso klar: Kehrmaschinen nehmen auf, sie waschen nicht. Ein Film bleibt ein Film. Die beiden Maschinen und ihre tatsächlichen Unterschiede vergleichen wir im Kehrroboter-Vergleich.

Saugroboter sind die trockene Aufnahmeklasse – und die einzige, die Textilböden wirklich beherrscht. Der Whiz schafft bis zu 1.500 m² pro Ladung in drei Stunden, speichert bis zu 600 angelernte Routen und filtert 99,97 % der PM2,5-Partikel. Der MT1 Vac ist offiziell eine Drei-in-eins-Maschine aus Kehren, Saugen und Staubwischen, die Teppich und Hartboden in Echtzeit erkennt – 55 cm Saugbreite, 70 cm Kehrbreite, Filterklasse H11 (H13 optional). Der NR1700 steht am anderen Ende: 280 mm Breite, HEPA H13, 1,4-Liter-Staubbehälter – und keine einzige Kamera in der Sensorik.

Die vierte Klasse ist überhaupt kein Roboter. Der SH1 ist ein handgeführter Steh-Scheuersauger: 44 cm Bürstenbreite, 27 kg Bürstendruck, Vier-Liter-Tanks, 70 Minuten Laufzeit im Standardmodus. Es gibt ihn, weil jedes reale Gebäude Bereiche hat, die eine autonome Maschine nie gut reinigen wird – hinter Theken, unter fest stehenden Tischen, in kleinen Nebenräumen. Ein Roboterprojekt zu planen, ohne zu planen, wer diese Bereiche übernimmt, ist der übliche Grund, warum solche Projekte im zweiten Monat an Glaubwürdigkeit verlieren.

CC1
MT1
NR 1700
SH1
CC1ScheuersaugroboterMT1KehrroboterNR 1700SaugroboterSH1handgeführt
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Zuerst der Boden, dann die Fläche

Frage eins: Verträgt dieser Boden überhaupt Wasser? Hier entscheiden sich die meisten Fehleinsätze, und die Antwort gibt der Hersteller, nicht das Bauchgefühl. Pudus offizielle CC1-Bedienungsanleitung nennt den Anwendungsumfang ausdrücklich: Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche. Parkett und Laminat tauchen in dieser Liste nicht auf – was sie nicht unmöglich macht, aber es heißt, dass niemand für das Ergebnis geradesteht. Teppich wird von keiner Maschine unserer Flotte geschrubbt, sondern trocken gesaugt, und beim CC1 braucht es dafür sogar den optionalen Teppichsaugaufsatz. Ist der Belag vor Ort unklar oder gemischt, lautet die ehrliche Reihenfolge: Aufbau vom Objekt bestätigen lassen – und bis dahin trocken reinigen.

Frage zwei: Wie groß ist die Fläche, und wie ist sie geschnitten? Die Arbeitsbreite ist der offensichtliche Hebel – 280 mm beim NR1700, 400 mm beim L3, 450 mm beim L4, 500 mm beim CC1, 510 mm beim L50, 700 mm bei MT1 und MT1 Max. Doppelte Breite heißt grob halb so viele Bahnen. Aber die zweite Zahl ist genauso wichtig und wird meistens vergessen: die Breite, die die Maschine zum Durchkommen braucht. Pudu gibt für den MT1 75 cm Durchgangsbreite an. CenoBots nennt für den L4 810 mm Durchgangsbreite und 1.100 mm Wendebreite, für den L50 900 mm minimale Durchfahrtsbreite.

Dieses Paar entscheidet in Wahrheit über die Maschine. Eine 12.000-m²-Halle mit Drei-Meter-Gängen ist ein Fall für MT1 oder L50. Eine 2.500-m²-Fachmarktfläche mit Display-Inseln und 90-cm-Lücken ist es nicht – dort gewinnt der L4, nicht weil er schneller wäre, sondern weil er durchpasst und bis auf weniger als 3 cm an die Wand reinigt. Die Flächengröße allein hat mehr Auswahlentscheidungen in die Irre geführt als jede andere einzelne Zahl.

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Betriebsfenster, Schmutzart, Infrastruktur

Frage drei: Tag oder Nacht – in Wahrheit eine Frage nach der Lautstärke. Die veröffentlichten Werte sind dünn und ungleich verteilt, deshalb hier das vollständige, ehrliche Bild für unsere Flotte. Pudu gibt für den CC1 unter 70 dB(A) an. SoftBank gibt für den Whiz 62 dB im Normalmodus an. Nexaro veröffentlicht für den NR1700 Werte je Modus: 49 dB(A) in Eco, 57 dB(A) in Balanced und Performance. CenoBots nennt für den L50 im offiziellen Handbuch „mindestens 67 dB(A)". Und für MT1, MT1 Max und MT1 Vac veröffentlicht Pudu nirgends einen Lautstärkewert – es kursieren Händlerangaben, wir übernehmen sie nicht. Jenseits der Zahlen gilt eine Betriebsregel, die wir nicht brechen: Sauger laufen nachts nicht neben schlafenden Menschen, weder auf Hotelfluren noch neben Patientenzimmern. Ein gleichmäßiges Sauggeräusch im stillen Flur um zwei Uhr nachts ist ein anderes Erlebnis als dasselbe Geräusch im leeren Großraumbüro – unabhängig davon, was das Datenblatt sagt.

Frage vier: Geht es um Grobschmutz, Staub oder Waschen? Das sind unterschiedliche Maschinen, und die Verwechslung ist teuer. Grobschmutz – Kartonagen, Folie, Schrauben, Verpackungsreste, Laub im Eingangsbereich – gehört zum Kehrroboter. Ein Scheuersauger, den man hineinschickt, verschmiert statt zu reinigen und setzt seine eigene Aufnahme zu. Staub und Fasern auf Textilböden gehören zum Sauger. Nur ein Film – Fett, Getränkerückstände, eingelaufener Verkehrsschmutz auf Hartboden – braucht wirklich Wasser. Große Industrie- und Handelsflächen sind in der Regel zwei Durchgänge, nicht einer: erst trocken, dann nass – und der trockene Durchgang ist der, der die Nassmaschine schützt.

Frage fünf: Was gibt der Standort tatsächlich her? Trockenmaschinen brauchen Strom und sonst nichts – deshalb sind sie in Hallen ohne Wasseranschluss die einfache Antwort. Nassmaschinen brauchen ein Wasser- und Abwasserkonzept. Der CC1 kann an einer Dockingstation mit automatischem Wasserwechsel arbeiten oder an einem mobilen 30/30-Liter-Tank. Der L3 hat die Workstation WS3, die Laden, Befüllen, Entleeren und Reinigungsmitteldosierung in einer Einheit erledigt, erweitert um den mobilen Tank WT3 mit 60 Litern Frisch- und 50 Litern Schmutzwasser. Und manche Bedingungen sind Layout, nicht Installation: Nexaro gibt für den NR1700 max. 1.000 m² pro Reinigungsauftrag an und max. 12 × 12 m freie Fläche ohne Strukturmerkmale zur Orientierung – eine zu leere Halle ist genauso ein Problem wie eine zu volle. Welcher dieser Hebel Ihre laufenden Kosten wirklich bewegt, behandeln wir im Kostenartikel.

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Welche Maschine in welchem Haus

Handel. Supermärkte und Fachmärkte sind überwiegend harte, wasserverträgliche Böden mit engen, wechselnden Gängen – der CC1 deckt die mittleren Formate ab, der L4 die verwinkelten, und bei sehr breitgängigen Großformaten zahlt sich ein trockener MT1-Durchgang vor dem Nassgang aus. Ob dabei der CC1 oder der CC1 Pro die richtige Version ist, hängt an genau einer Frage zu Ihrem Betrieb – wir gehen sie im Vergleich CC1 gegen CC1 Pro durch. Möbelhäuser sind der Mischbodenfall: Hartboden und Teppichinseln in einer Route, wofür die Echtzeit-Bodenerkennung des MT1 Vac gebaut ist. Baumärkte sind der Grobschmutzfall – trocken zuerst, immer.

Industrie und Logistik. Lagerhallen und Produktionshallen sind Zwei-Pass-Objekte: MT1 oder MT1 Max für Staub, Verpackungsreste und Abrieb, der L50 für den eingefahrenen Film, mit 55 Litern Frischwasser und bis zu sechs Stunden Laufzeit. Worin sich die beiden Trockenmaschinen in der Praxis unterscheiden – und warum der Max nicht einfach „der größere MT1" ist – steht im Vergleich MT1 gegen MT1 Max. Parkhäuser sind die eine Semi-Outdoor-Zone, die wir heute bedienen können: Der MT1 Max ist die einzige Maschine unserer Flotte mit vollständiger IP54-Abdichtung und offizieller Outdoor- und Semi-Outdoor-Positionierung inklusive vorausschauender Regenvermeidung. Der Markt hat inzwischen eigene Kandidaten für diese Zone hervorgebracht – der CenoBots S5, das Adlatus SR1300 und der CR700 sind für Parkdecks und Industrieflächen positioniert –, und alle drei sind inzwischen über unser Programm verfügbar. Sie sind dort aber neu, deshalb beurteilen wir sie nach Dokumentation, solange wir sie nicht selbst gefahren haben.

Büro, öffentliche Gebäude, Gesundheitswesen. Büros sind der einfache Saugerfall: nachts leer, also ist die Lautstärke nicht die Grenze, und entschieden wird meist über Datenschutz statt über Reinigung. Genau dort gehört der kamerafreie NR1700 hin – was er im Alltag leistet und was nicht, steht in unserem Praxisbericht zum NR1700. Große zusammenhängende Teppichflächen sprechen für den Whiz mit seinen angelernten Routen. In Krankenhäusern ist kamerafreie Navigation ein Beschaffungsargument, lange bevor sie ein technisches ist; Flure werden nass gereinigt, und Sauger bleiben nachts von Stationsfluren fern. Schulen, Turnhallen, Fitnessstudios, Flughäfen und Tankstellen laufen jeweils auf dieselbe erste Frage hinaus – bei Sportböden sind zusätzlich Bodenaufbau und Punktlast zu prüfen, bevor überhaupt etwas darauf fährt, denn allein der L50 wiegt 220 kg.

Hotels sind der Ort des klassischen Fehlgriffs und verdienen deshalb eine eigene Zeile. Hartboden-Publikumsflächen – Lobby, Restaurant, Tagungsebene – sind ein CC1-Fall für die Nacht. Teppichflure sind ein Whiz- oder MT1-Vac-Fall für das Housekeeping-Fenster am Tag, niemals für die Nacht. Und unabhängig vom Grundriss bleiben die Ränder Handarbeit: hinter der Rezeption, unter dem Buffet, in den Wirtschaftsfluren ist der SH1 die ehrliche Antwort, immer mit Bediener. Warum diese Diskussion überhaupt geführt wird – ein Arbeitsmarkt, der nicht mehr genug Reinigungskräfte hergibt – behandeln wir in einem eigenen Artikel.

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Die Fehler, die wir immer wieder sehen

Falsche Klasse für den Boden. Das ist der häufigste und teuerste Fehler. Ein Scheuersauger auf einem Belag, den der Hersteller nie gelistet hat; eine Nassmaschine, die in Grobschmutz geschickt wird, den sie nur verschiebt; ein Kehrroboter, der einen Fettfilm entfernen soll. Alle drei enden gleich – bei einem Kunden, der schlussfolgert, „Roboter funktionieren nicht", obwohl schlicht die falsche Klasse gekauft wurde. Die Abhilfe ist unspektakulär und zuverlässig: den Anwendungsumfang des Herstellers vor der Auswahl lesen – und wo der Boden unklar ist, trocken reinigen.

Ein Sauger, der nachts neben schlafenden Menschen läuft. Die Dezibel aus dem Datenblatt verführen dazu. Der Whiz mit 62 dB und der NR1700 mit 49 dB(A) im Eco-Modus sehen auf dem Papier harmlos aus, und im leeren Büro um ein Uhr nachts sind sie das auch. Im Hotelflur zur selben Zeit sind sie eine Gästebeschwerde, neben einer Station ein klinisches Problem. Sauger gehören in belegten Gebäuden in die Housekeeping-Fenster am Tag; die Nacht gehört den Scheuersaugern, auf Hartboden, in Bereichen, neben denen niemand schläft.

Hindernisdichte unterschätzt. Jede dieser Maschinen ist eine Bodenmaschine, und Böden in realen Gebäuden sind belegt. Pudu wird beim CC1 ausdrücklich: Schwellen bis 8 mm können beim Reinigen überfahren werden, bis 20 mm im Durchfahren ohne Reinigung, Kabel sind vorher zu entfernen, stark fettige Böden werden nicht empfohlen, und der Roboter ist nicht für Umgebungen mit Stufen, starken Steigungen oder engen Räumen ausgelegt. Ein Boden, der zu 30 % mit Paletten, Rollbehältern oder gestapelten Stühlen belegt ist, wird bestenfalls zu 70 % gereinigt. Roboter räumen nicht vorher auf – und wenn niemand vor dem Lauf freiräumt, sinkt die Abdeckung, nicht weil die Maschine versagt hat, sondern weil die Schicht es getan hat.

Katalogwerte als Planungszahlen behandeln. CenoBots beschriftet die eigenen Zahlen als „max. theoretical productivity" – 1.944 m²/h beim L4, 2.016 m²/h beim L3, 2.203 m²/h beim L50 – und das ist Breite mal Geschwindigkeit, ohne Wenden, ohne Hindernisse, ohne Nachfüllen. SoftBank ist beim Abstand ungewöhnlich ehrlich: Neben den plakativen 1.500 m² pro Ladung nennt das Whiz-Datenblatt eine tatsächliche Reinigungsleistung von 465–557 m²/h. In unserer eigenen Flotte reinigt der NR1700 effektiv 50–75 m²/h gegenüber 100 m²/h laut Datenblatt und schafft 200–300 m² pro Ladung statt der rechnerisch rund 400. Planen Sie das Zeitfenster mit einem realistischen Faktor, und der Einsatz hält; planen Sie mit der Obergrenze, und er scheitert in der ersten Woche.

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Wo heute kein Roboter die Antwort ist

Treppen. Keine dieser Maschinen fährt eine Stufe hoch, und keine soll es. Die Absturzsensorik von NR1700 und Whiz existiert, damit der Roboter an der Kante stehen bleibt – das ist eine Schutzfunktion, keine Fähigkeit. Pudu schreibt unmissverständlich, dass der CC1 für ebene Oberflächen ausgelegt und für Umgebungen mit Stufen, starken Steigungen oder engen Räumen nicht geeignet ist. Treppenhäuser bleiben Handarbeit, und jede Planung, die stillschweigend etwas anderes annimmt, wird spätestens vom ersten Podest korrigiert.

Rampen und Steigungen. Pudu erlaubt beim CC1 maximal 8°, und das nur, wenn er nicht reinigt. CenoBots ist beim L50 noch strenger: Das Handbuch nennt eine Steigfähigkeit von 10 %, hält den Betrieb auf Steigungen im Automatikmodus aber ausdrücklich für nicht empfohlen und schließt im Auto-Modus Steigungen über 2 % vollständig aus – manueller Betrieb nur, bis 10 %. In der Praxis heißt das: Rampen zwischen Ebenen sind Fahrweg, kein Reinigungsbereich.

Stark belegte und dauerhaft genutzte Flächen. Ein Roboter reinigt den Boden, den er erreicht. Lagerbereiche, in denen Paletten dort stehen, wo sie abgesetzt wurden, Veranstaltungshallen zwischen zwei Aufbauten, Handelslager in der Hochsaison – das sind keine Roboterflächen, solange niemand die Aufgabe übernimmt, den Boden freizuräumen. Das ist eine organisatorische Entscheidung, keine technische, und sie sollte ehrlich vor der Maschine getroffen werden, nicht danach.

Draußen und in Nassbereichen. Der MT1 Max mit IP54 und vorausschauender Regenvermeidung ist die einzige Semi-Outdoor-Maschine unserer Flotte, und Semi-Outdoor heißt überdachter Hof, Eingangsvorfeld, Parkdeck – nicht Straße und nicht Grünanlage. Für Beckenumgänge in Schwimmbädern veröffentlicht kein Hersteller unserer Flotte IP-Werte oder Chemikalienbeständigkeit für diese Umgebung, deshalb setzen wir dort nichts ein. CenoBots schreibt im L50-Handbuch ausdrücklich, dass die Maschine ausschließlich für den Innenbereich bestimmt ist. Und die Grenze, die überall gilt: Der Roboter reinigt den Boden. Sanitärbereiche, Glas, Oberflächen, Abfallbehälter und alles oberhalb Knöchelhöhe bleiben Handarbeit – genau deshalb kombiniert unser Servicemodell die Maschinen mit einem Plan für den Rest, und deshalb beginnt jeder Einsatz mit einer Begehung des echten Gebäudes. Wenn Sie diese Begehung wollen, buchen Sie eine Demo; wenn Sie die Maschinen zuerst nebeneinander sehen möchten, steht die komplette Flotte online.

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Häufige Fragen

Die Arbeitsbreite ist der erste Anhaltspunkt: der Nexaro NR1700 mit 280 mm für kleine, belegte Räume, der CenoBots L3 mit 400 mm und der L4 mit 450 mm für verwinkelte Gewerbeflächen, der Pudu CC1 mit 500 mm als Allrounder für mittlere Flächen, der CenoBots L50 mit 510 mm und 55-Liter-Tank für Industriehallen und Pudu MT1 sowie MT1 Max mit 700 mm für große offene Flächen. Genauso oft entscheidet aber die zweite Zahl: Der MT1 braucht 75 cm Durchgangsbreite, der L4 810 mm, der L50 900 mm. Eine große Fläche mit engen Gängen braucht eine schmale Maschine, keine schnelle.

Ja, aber nie mit demselben Mechanismus. Teppich wird immer trocken gesaugt und niemals geschrubbt. Der Pudu MT1 Vac ist offiziell eine Drei-in-eins-Maschine aus Kehren, Saugen und Staubwischen, die Teppich und Hartboden in Echtzeit erkennt und entsprechend umschaltet. Der Pudu CC1 schrubbt Hartböden und saugt niederflorige Teppiche, wobei der Teppichsaugaufsatz optionales Zubehör ist. Der SoftBank Whiz funktioniert laut Hersteller auf Teppich und Hartboden, mit Teppich als Kernstärke.

Das hängt von der Maschine ab, und nicht jeder Hersteller veröffentlicht einen Wert. Pudu gibt für den CC1 unter 70 dB(A) an. SoftBank nennt für den Whiz 62 dB im Normalmodus. Nexaro veröffentlicht für den NR1700 Werte je Modus: 49 dB(A) in Eco und 57 dB(A) in Balanced und Performance. CenoBots nennt für den L50 im offiziellen Handbuch mindestens 67 dB(A). Für Pudu MT1, MT1 Max und MT1 Vac gibt es nirgends eine offizielle Lautstärkeangabe, deshalb nennen wir auch keine. Unabhängig von den Zahlen lassen wir Sauger nachts nicht neben belegten Gäste- oder Patientenzimmern laufen.

Kehrroboter und Saugroboter brauchen nur Strom – kein Wasser, keinen Abfluss, keine Trocknungszeit. Scheuersauger brauchen ein Wasser- und Abwasserkonzept, aber nicht zwingend einen festen Anschluss am Dockingpunkt. Der Pudu CC1 arbeitet entweder an einer Dockingstation mit automatischem Wasserwechsel oder an einem mobilen 30/30-Liter-Tank. Der CenoBots L3 nutzt die Workstation WS3 für Laden, Befüllen, Entleeren und Reinigungsmitteldosierung, erweitert um den mobilen Tank WT3 mit 60 Litern Frisch- und 50 Litern Schmutzwasser. Welche Variante sinnvoll ist, klärt die Begehung.

Nein. Alle hier besprochenen Maschinen sind Bodenmaschinen für ebene Flächen. Absturzsensorik, wie sie Nexaro NR1700 und SoftBank Whiz haben, sorgt dafür, dass der Roboter an einer Kante sicher stehen bleibt – sie ist eine Schutzfunktion, keine Treppensteigfähigkeit. Pudu schreibt ausdrücklich, dass der CC1 für ebene Oberflächen ausgelegt und für Umgebungen mit Stufen, starken Steigungen oder engen Räumen nicht geeignet ist. Treppenhäuser und generell alles oberhalb der Knöchelhöhe bleiben Handarbeit.

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