Der Phantas packt vier Bodenreinigungsmodi in ein kompaktes Chassis: Saugen, Kehren, Schrubben und Staubwischen. Gausium gibt die aktuelle Generation mit 585 × 445 × 619 mm an, bei 330 mm Arbeitsbreite für Schrubben und Staubwischen, 465 mm für Saugen und Kehren sowie 490 mm Rakelbreite. Die offizielle Mindest-Durchfahrtsbreite liegt bei 650 mm – klein genug für die Arbeit unter Tischen und in engen Gängen, in die größere Scheuersaugmaschinen schlicht nicht hineinkommen. Das OEM-Datenblatt von TASKI beschreibt die Maschine als „designed to excel in areas up to 1,000 m²", und das ist die ehrliche Größenklasse für die Planung.
Es ist ein Hybrid, kein reiner Roboter. Wird der Handgriff hochgezogen, wechselt die Maschine in den Manuell-Modus: Die Reinigungskraft schiebt und lenkt sie wie ein Handgerät, fünf Modi lassen sich direkt am Griff wählen. Wird der Griff abgesenkt, arbeitet sie wieder autonom. Zum Personalmodell ist das Handbuch eindeutig – niemand muss neben dem Roboter herlaufen, aber eine benannte, speziell geschulte Bedienperson muss erreichbar sein, um seine Meldungen zu bearbeiten.
Und nun der Punkt, der für die meiste Verwirrung in deutschen Angeboten sorgt: Es sind zwei Hardware-Generationen im Umlauf. Diversey/Solenis verkauft die Vorgängerbauform unter eigenem Label als „TASKI GS Phantas 1.2" (Artikelnummer 9293373) mit 54 × 44 × 62 cm, 48 kg, maximal 700 m²/h und realistisch 200–400 m²/h. Die aktuelle Gausium-Seite verkauft die Generation S1 Pro mit anderen Maßen und höheren Werten. Deutsche Händlerseiten mischen beides munter – die gelegentlich genannten 410 mm etwa gehören zur älteren Bauform beziehungsweise zur abweichenden Breiten-Nomenklatur des Handbuchs, nicht zu den 465 mm der aktuellen Spezifikationsseite. Fragen Sie nach der Generation im Angebot, bevor Sie irgendetwas vergleichen.
Auf der offiziellen Produktseite steht zusätzlich eine Ausführung „Phantas Extra", beworben mit KI-gestützter Schmutz- und Fleckenerkennung, Restwassererkennung und adaptiver Reinigung, überschrieben mit „400% Efficiency Improvement" und im Fließtext mit „up to 4×". Behandeln Sie das als Herstelleraussage: Gausium veröffentlicht kein eigenes Datenblatt für die Extra-Version, es gibt also keinen überprüfbaren Leistungsunterschied zur Standardmaschine – nur eine Funktionsliste.