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Pudu CC1 Pro Walzenbürste, Nahaufnahme
Abbildung: Pudu Robotics

Vergleich · · 6 Min. Lesezeit

Pudu CC1 vs. CC1 Pro: Die echten Unterschiede

Der CC1 gehört zu den meistgesuchten gewerblichen Reinigungsrobotern in Deutschland – und seit Pudu den CC1 Pro anbietet, stellt sich die Frage, welcher es sein soll. Die meisten Händlerseiten beantworten sie schlecht. Wir betreiben die Maschinen im Feld und haben jede veröffentlichte Zahl gegen die offizielle Pudu-Dokumentation geprüft. Die Kurzfassung: Die Hardware ist dieselbe Maschine. Was Sie beim Pro bezahlen, ist Intelligenz – und ob sich das lohnt, hängt an genau einer Frage zu Ihrem Betrieb.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hardware, Tanks, Akku, Laufzeiten und Flächenleistung sind bei beiden Maschinen offiziell identisch.
  • Der Aufpreis des Pro kauft eine KI-Schicht: Heckkamera zur Ergebniskontrolle, Spot-Patrouillenmodus für den Tagbetrieb, Komponenten-Selbstüberwachung.
  • Die oft beworbenen „1.500–3.000 m²/h" des Pro sind sein Spot-Modus – keine schnellere Flächenreinigung.
  • Der Pro lohnt sich, wenn Sie Reinigungsqualität nachweisen müssen oder tagsüber reinigen. Sonst erledigt der CC1 denselben Job.

CC1 vs. CC1 Pro — geprüfte Daten

CC1CC1 Pro
Plattform – identisch
Maße (L × B × H)629 × 552 × 695 mm629 × 552 × 695 mm
Gewicht75 kg75 kg
Frisch- / Schmutzwassertank15 l / 15 l15 l / 15 l
Akku · Ladezeit50 Ah LiFePO₄ · ca. 3 h50 Ah LiFePO₄ · ca. 3 h
Laufzeit Schrubben · leises Wischen5 h · bis 9 h5 h · bis 9 h
Reinigungsbreite500 mm500 mm
Flächenleistung (Vollreinigung)700–1.000 m²/h700–1.000 m²/h
Lautstärke< 70 dB(A)< 70 / < 75 dB – offizielle Quellen widersprechen sich
KI-Schicht – nur CC1 Pro
Heck-KI-Kamera mit Nachreinigung
KI-Spot-Modus (1.500–3.000 m²/h)
Reinigungs-Heatmaps & Dashboard
Bürsten- / Rakel-Selbstüberwachung
Bodentyp- & Nässeerkennung
6-l-Staubbeutel-Option
Aufzugs- / Türintegration (optional)

Dockingstation mit automatischem Wasserwechsel und der mobile 30/30-l-Wassertank sind für beide Maschinen erhältlich – nichts davon ist Pro-exklusiv.

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Die Hardware ist identisch – wer anderes behauptet, verkauft schlecht

Laut Pudus offiziellen Datenblättern und Operation Guides teilen sich CC1 und CC1 Pro dieselbe Plattform: gleiche Maße (629 × 552 × 695 mm), gleiche 75 kg Gewicht, gleiche 15-Liter-Frisch- und Schmutzwassertanks, gleicher 50-Ah-LiFePO₄-Akku mit rund 3 Stunden Ladezeit, dieselben Laufzeiten je Modus (5 Stunden Schrubben, bis zu 9 Stunden leises Wischen), dieselbe 500-mm-Reinigungsbreite und dieselbe Flächenleistung von 700–1.000 m²/h.

Der letzte Punkt ist wichtig, denn manche Händlerseiten bewerben den Pro mit „1.500–3.000 m²/h statt 700–1.000" – und vergleichen damit den Spot-Patrouillenmodus des Pro mit dem Flächenmodus der Basismaschine. Das ist kein Hardware-Vorteil, sondern ein Modusvergleich. In der Flächenreinigung sind beide Maschinen offiziell identisch angegeben.

CC1
CC1 Pro
CC1CC1 Pro
Piktogramme: 1:1 aus unserem Produkt-Referenzmaterial vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Was der Pro wirklich anders macht

Der Aufpreis des Pro ist eine KI-Wahrnehmungsschicht, und ihr Kernstück ist offiziell eine Premiere: eine nach hinten gerichtete KI-Kamera, die den gerade gereinigten Boden inspiziert, verbliebene Flecken erkennt und gezielte Nachreinigung auslöst. Die Ergebnisse fließen in Reinigungs-Heatmaps und ein Betriebs-Dashboard – aus „die Route wurde gefahren" wird „der Boden ist nachweisbar sauber".

Zweitens: ein KI-Spot-Modus. Statt jeden Quadratmeter zu schrubben, patrouilliert der Pro mit 1.500–3.000 m²/h, erkennt Schmutz und Verschüttungen visuell und reinigt genau dort – so kommt Pudus Angabe von 5.000–8.000 m² pro Einsatz in diesem Modus zustande. Dieses Feature macht den Tagbetrieb in belebten Umgebungen wirklich nützlich: Der umgekippte Kaffee ist in Minuten erledigt, ohne kompletten Reinigungszyklus.

Drittens: Komponenten-Selbstüberwachung. Der Pro prüft seine eigenen Bürsten und Rakel visuell auf Verschmutzung, die Schlieren verursachen würde, markiert betroffene Bereiche auf der Karte und benachrichtigt den Betreiber. Dazu kommen automatische Nässe- und Bodentyperkennung (Hartboden bekommt das volle Nassprogramm, Teppich wird trocken gesaugt), eine 6-Liter-Staubbeutel-Option und optionale Aufzugs- und Türsteuerung für mehrgeschossige Gebäude.

Pudu CC1 Pro erkennt Verschmutzungen in einem Supermarktgang
Der KI-Spot-Modus des Pro: patrouillieren, Schmutz visuell erkennen, genau dort reinigen. Abbildung: Pudu Robotics
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Das ehrliche Kleingedruckte

Lautstärke: Pudus offizielle Unterlagen nennen für den CC1 unter 70 dB(A); beim Pro widersprechen sich Pudus eigene Quellen – die Launch-Dokumentation sagt unter 70 dB, die aktuelle offizielle deutsche Produktseite unter 75 dB. Wir behandeln den Pro als „nicht leiser als der CC1" und raten davon ab, ihn aus Lautstärkegründen zu kaufen.

Saugkraft: Die oft zitierten 17.000 Pa tauchen in Pudus offiziellen Kanälen für die CC1-Serie als Maximalwert auf; offizielle CC1-Pro-Datenblätter nennen gar keinen Pascal-Wert, sondern nur „verstärkte Gebläseleistung". Wenn ein Händler Ihnen eine Pro-Saugkraft nennt: Fragen Sie nach der offiziellen Quelle.

Und eine Einordnung: Die Dockingstation mit automatischem Wasserwechsel und der mobile 30/30-Liter-Wassertank existieren für beide Maschinen – nichts davon ist Pro-exklusiv, auch wenn es gelegentlich so vermarktet wird.

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Welcher für welchen Betrieb

Der CC1 ist die richtige Maschine, wenn Ihre Anforderung geradlinig ist: saubere Böden, meist nachts oder in Randzeiten, in Handel, Büros, Hotels oder Kliniken zwischen etwa 500 und 3.000 m². Das erledigt er zuverlässig – und der Pro würde es nicht besser tun. Ob ein Scheuersaugroboter überhaupt die richtige Klasse für Ihren Boden ist, ordnet unser Scheuersaugroboter-Ratgeber ein – und welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt, führt die ganze Entscheidung durch.

Der Pro verdient seinen Aufpreis in zwei Situationen. Erstens, wenn Sie Reinigungsqualität nachweisen müssen – Handelsketten mit Audits, Krankenhäuser mit Hygienedokumentation, Facility-Management-Verträge mit SLAs: Kameraverifikation und Heatmap-Berichte machen aus Reinigung einen Beleg. Zweitens, wenn der Tag zählt – der Spot-Patrouillenmodus erledigt Verschüttungen und Eingangsschmutz während der Öffnungszeiten, während das Personal weiterarbeitet. Trifft beides nicht zu: Kaufen Sie den CC1 und investieren Sie die Differenz woanders.

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Häufige Fragen

Nicht in der Flächenreinigung – beide sind offiziell mit 700–1.000 m²/h bei gleicher Höchstgeschwindigkeit von 1,2 m/s angegeben. Die 1.500–3.000 m²/h des Pro gelten für den KI-Spot-Modus, der nur erkannten Schmutz reinigt statt der ganzen Fläche.

Nein. Pudus eigene Quellen nennen für den Pro je nach Dokument unter 70 dB oder unter 75 dB, gegenüber offiziell unter 70 dB(A) beim CC1. Wählen Sie den Pro nicht aus Lautstärkegründen.

Ja. Automatisches Laden mit Wasserbefüllung und -entleerung an der Station sowie der mobile 30/30-Liter-Wassertank für Standorte ohne Wasseranschluss gibt es für beide Maschinen – nichts davon ist Pro-exklusiv.

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