Laut Pudus offiziellen Datenblättern stehen MT1 und MT1 Max auf derselben Grundfläche: 840 × 600 mm in Länge und Breite, 70 cm Arbeitsbreite, 35 Liter Schmutzbehälter und eine einstellbare Fahrgeschwindigkeit von 0,2 bis 1,2 m/s. Beide sind Doppelteller-Kehrmaschinen, und keine der beiden hat in irgendeinem offiziellen Dokument einen Wassertank – Pudu spricht bei beiden von „professioneller Trockenreinigung". Der Boden ist begehbar, sobald die Maschine durch ist. Genau dafür stellt man auf einer Industriefläche eine Kehrmaschine hin und keinen Scheuersaugroboter.
Auch die Intelligenzschicht ist der Art nach dieselbe. Beide haben KI-Müllerkennung per Kamera, beide einen KI-Spot-Modus für Patrouillenfahrten, beide werden über die PUDU-Link-App verwaltet – Fernüberwachung per Telefon oder PC, Reinigungsberichte, Meldung bei vollem Behälter – und beide lassen sich mit den optionalen Aufzugs- und Türsteuerungsmodulen für den Mehretagenbetrieb erweitern. Ein eigenes Premium-Softwareprodukt für den Max existiert nicht; darauf kommen wir weiter unten zurück.
Für die Auslegung ist das entscheidend. Der Max ist nicht die breitere Maschine und nicht die mit dem größeren Behälter. Er muss genauso oft geleert werden wie der MT1 und deckt pro Bahn dieselbe Breite ab. Was er ist: 185 mm höher und 20 kg schwerer – und diese Masse kauft Wahrnehmungstechnik und Wetterfestigkeit, nicht mehr Kehrleistung.