Zwei der vier Maschinen aus unserem Programm stehen hier: der CenoBots S5 und das Adlatus SR1300, beide neu im Programm. Die beiden Kemaro-Maschinen sind Marktbeobachtung. So oder so stammt alles in diesem Abschnitt aus offiziellen Datenblättern, Broschüren und Produktseiten, die wir an der Quelle gelesen haben: Es ist Dokumentation.
Der CenoBots S5 ist ein schwererer Industriekehrer: ~2.500 m²/h, 820 mm Kehrbreite, 50-Liter-Behälter, 130 kg, 1.030 × 720 × 990 mm, LFP-Akku mit 75 Ah, 5–7 Stunden Laufzeit und 2 Stunden Schnellladung. Er passt durch 810 mm breite Durchgänge, reinigt bis 0 cm an die Wand und schafft 8° Steigung. Die Sensorik ist auf dem Papier die stärkste dieser Gruppe – ein NVIDIA-Chip mit 100 TOPS und ein 32-Strahl-3D-LiDAR mit bis zu 150 m Erfassungsreichweite – und der Hersteller nennt ausdrücklich Fahrzeugerkennung für Stapler und AGV. Die Staubkontrolle läuft über HEPA-Filtration mit automatischem Filterrüttler, und das in der Broschüre genannte Schmutzspektrum ist ungewöhnlich konkret: Holzspäne, Verpackungsfolie, Plastikflaschen, Karton, Schrauben. Eine Einschränkung zum beworbenen 24/7-Betrieb: 2 Stunden Laden gegen 5–7 Stunden Fahren heißt, dass eine einzelne Maschine rund ein Viertel des Zyklus nicht verfügbar ist.
Das Adlatus SR1300 fällt aus dem Feld heraus und ist eine andere Art von Anschaffung. Laut Datenblatt v3.0 wiegt es 485 kg und misst 1.700 × 1.300 × 1.500 mm – Website und ältere Unterlagen von Adlatus nennen bei beidem abweichende Werte, ein Widerspruch, den man sich im Angebot klären lässt – und es kehrt 800 mm mit der Hauptbürste und bis zu 1.271 mm mit zwei Seitenbürsten und fasst 115 Liter, gefiltert über Taschenfilter mit 5,5 m² oder Patronenfilter mit 6,4 m² der Klasse M, die automatisch abgereinigt werden. Ein 24-V-System mit 2,63 kW installierter Leistung arbeitet mit drei bis acht Akkus, rund 180 Ah erweiterbar auf 480 Ah, und erreicht damit bis zu 8 Stunden Laufzeit in der maximalen Akku-Ausstattung – für die Standardversion nennen Händler übereinstimmend rund 2,5 Stunden; das Laden dauert 5 Stunden, mit doppelter Ladeausstattung 2,5. Es fährt 1,11 m/s, nimmt 20 % Steigung und braucht 3 Meter zwischen den Wänden zum Wenden. Zwei Dinge heben es ab: Die Maschine navigiert mit 2D- und 3D-Lidar und bewusst ohne hochauflösende Kameras, offline und ohne dauerhafte Internetverbindung – Adlatus positioniert das als Privacy by Design nach DSGVO. Und die Servicestation S1300 lädt induktiv und entleert den Kehrgutbehälter selbstständig, mit einer Hochentladung bis 1.450 mm in einen Standard-Müllcontainer nach DIN EN 840 mit 1.100 Litern. Das Datenblatt weist CE-Zertifizierung und Kollisionsvermeidung nach Performancelevel D gemäß EN IEC 63327 aus. Adlatus gibt an, in Ulm zu entwickeln und zu produzieren, und ist seit September 2025 mit NEURA Robotics verbunden.
Die KEMARO AG im schweizerischen Eschlikon besetzt das andere Ende mit zwei flachen, leichten Maschinen. Der K900 Gen II leistet 1.000 m²/h bei 90 cm Kehrbreite, 35 Liter, bis 4 Stunden Laufzeit bei 90 Minuten Ladezeit, 32 kg, 79 × 72 × 35 cm, 12 % Rampensteigung, IP54, ein 2-m²-Luftfilter mit patentiertem Automatic Filter Cleaner, eine 270°-2D-LiDAR-Krone plus 3D-Kamera und den BlueSpot, der die Bewegung des Roboters für Staplerfahrer auf den Boden projiziert. Eine Dockingstation deckt bis zu 20.000 m² ab, mehrere Stationen skalieren auf 100.000 m²; die Varianten ECO, SMART und TOP werden nach Flächengröße verkauft, dazu kommt eine K-Integrated-Version für Flottenmanagementsysteme. Kemaros FAQ verbietet den Betrieb in ATEX-Zonen und das Aufkehren brennbarer oder explosiver Stoffe ausdrücklich. Ein Widerspruch gehört dazu: Das aktuelle Factsheet und Kemaros eigene Pressemitteilung von 2025 nennen 4 Stunden Laufzeit, während der Knowledge Hub des Herstellers und die meisten Händler weiterhin die 5 Stunden der ersten Generation führen. Wir rechnen mit 4. Der K700 Compact ist dieselbe Technik bei 750 m²/h und 70 cm Kehrbreite, 11 Litern und unter 25 kg, gebaut um eine einzige Zahl: 25 cm Bauhöhe, niedrig genug für die Reinigung unter Regalen und Maschinen. Die maximale Restmüllgröße gibt Kemaro als Zylinder von 35 × 100 mm an. Der Vorbehalt betrifft die Verfügbarkeit: Kemaro selbst schreibt, der K700 stehe vor dem Marktstart und verzeichne bereits hohe Vorbestellungen – im August 2026 führte ihn kein deutscher Händler im Verkauf. Und ob er überhaupt eine Dockingstation nutzt, veröffentlicht Kemaro nicht.