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Maschinenporträt · · 12 Min. Lesezeit

Adlatus SR1300: Der Kehrsaugroboter aus Ulm im Marktüberblick

Wer in Deutschland einen autonomen Kehrroboter für Industrieflächen sucht und dabei Wert auf einen deutschen Hersteller legt, landet früher oder später beim Adlatus SR1300 aus Ulm. Deshalb vorweg das Wichtigste: Das SR1300 ist über unser Programm verfügbar und dort neu. Was hier steht, ist eine Dokumentenbewertung – das offizielle 16-seitige Datenblatt in Version 3.0, die offiziellen Produktseiten in beiden Sprachen, das überholte Datenblatt von 2022 und die Händlerlistungen, alles von uns selbst gelesen und geprüft statt aus einer Zusammenfassung übernommen. Was kein Dokument klärt, ist, wie sich diese Maschine im dritten Betriebsjahr verhält. Was wir liefern können: die veröffentlichten Angaben sauber lesen, die Widersprüche benennen, die Adlatus über drei Generationen eigener Dokumente hinweg selbst produziert hat, und das System ehrlich einordnen – wofür es die richtige Maschine wäre und wo ein kompakter Kehrroboter denselben Bedarf deckt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das SR1300 ist über uns verfügbar, aber neu im Programm – jede Zahl hier stammt aus Adlatus-Unterlagen, nicht aus der eigenen Flotte. Es ist ein reines Trockensystem: Walzenbürste, bis zu zwei Seitenbürsten, Klasse-M-Filtration, 115-Liter-Behälter – kein Wasser, keine Chemie, kein Scheuern, Flecken und Anhaftungen bleiben liegen.
  • Der eigentliche Unterschied ist die Servicestation S1300: Sie lädt induktiv und entleert den 115-Liter-Behälter selbstständig, mit einer Hochentladung bis 1.450 mm in einen Standard-Müllcontainer nach DIN EN 840 mit 1.100 Litern.
  • Adlatus’ eigene Quellen widersprechen sich bei Maßen, Gewicht und Arbeitsbreite. Wir nennen jeden Wert und sagen, welchem wir folgen – dem aktuellen Datenblatt v3.0.
  • Die Maschine navigiert bewusst ohne hochauflösende Kameras und ohne WLAN-Zwang. Für Prototypenbau, öffentliche Gebäude und Betriebsräte ist das ein stärkeres Argument als jede Flächenleistung.
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Was das SR1300 ist – und was wir dazu sagen können und was nicht

Deutlich gesagt, weil es bestimmt, wie alles Folgende zu lesen ist: Das SR1300 ist über unser Programm verfügbar und dort neu. Jede Zahl hier stammt aus den eigenen Dokumenten der ADLATUS Robotics, die wir selbst extrahiert und vollständig gelesen haben, dazu die Händlerseiten dort, wo sie vom Hersteller abweichen. Wo Adlatus etwas behauptet, das wir nicht prüfen können, kennzeichnen wir es als Herstellerangabe und lassen es dabei.

Adlatus verkauft keinen Roboter, sondern ein System: Das Datenblatt heißt „SR1300 + S1300 – Kehrsaugroboter-System mit Servicestation", und die Station ist der Punkt. Mechanisch ist der Roboter selbst konventionell und im besten Sinne unspektakulär. Eine höhenverstellbare Walzenbürste befördert das Kehrgut in einen 115-Liter-Behälter, eine oder zwei Seitenbürsten leiten den Schmutz aus Ecken und Rändern nach innen und werden danach wieder angehoben und abgeschaltet, damit sie nicht unnötig Staub aufwirbeln, und der Luftstrom zieht den aufgewirbelten Staub durch einen Filter der Klasse M – serienmäßig ein Taschenfilter mit 5,5 m², alternativ ein Patronenfilter mit 6,4 m², den Adlatus nur bei leichtem Staubaufkommen empfiehlt, weil er sonst schnell verstopft, der dafür aber Umgebungen verträgt, in denen Feuchtigkeit am Boden auftreten kann. Die Filterabreinigung erfolgt durch automatisiertes Rütteln, in die Software integriert. Wasser kommt in dieser Maschine an keiner Stelle vor, eine Scheuerfunktion gibt es nicht: Sie kehrt und saugt, und der Boden hinter ihr ist trocken und sofort befahrbar. Alles, was haftet – Reifenspuren, eingetrocknete Verschmutzungen, Fettfilm –, braucht eine Scheuersaugmaschine, und wo beide Probleme vorliegen, ist die Reihenfolge: erst kehren, danach scheuern.

Hersteller ist die ADLATUS Robotics GmbH, Nicolaus-Otto-Straße 4 in 89079 Ulm; das Datenblatt schreibt, das Unternehmen entwickle, produziere und vertreibe Serviceroboter, und die Rückseite der aktuellen Broschüre trägt den Vermerk „Made in Germany". Das ist die eigene, aktuelle Angabe des Herstellers, und genau so geben wir sie wieder – woher die Komponenten stammen, ist von außen nicht überprüfbar, bei diesem Hersteller so wenig wie bei jedem anderen. Seit September 2025 besteht eine strategische Partnerschaft mit der NEURA Robotics GmbH aus Metzingen, ausdrücklich eine Partnerschaft und keine offengelegte Übernahme; Adlatus gewinnt daraus nach eigener Aussage erhöhte Produktionsstärke, internationale Reichweite und technologische Ergänzung. Finanzielle Bedingungen oder Beteiligungsverhältnisse wurden nicht veröffentlicht – das lohnt die Erinnerung, wenn eine mehrjährige Bindung ansteht. Das System wird ausgeliefert und aktiv vermarktet: Das aktuelle Datenblatt datiert auf September 2025, und im Februar 2026 berichtete die Fachpresse über das SR1300 auf der LogiMAT 2026 in Stuttgart, Halle 10, Stand 10C58.

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Die geprüften Eckdaten – und wo sich Adlatus’ eigene Quellen widersprechen

Aus dem offiziellen Datenblatt v3.0 vom September 2025, das wir extrahiert und vollständig gelesen haben: 800 mm Reinigungsbreite mit der Hauptbürste allein, 1.163 mm mit einer Seitenbürste, 1.271 mm mit zwei, maximale Reinigungsleistung 5.000 m²/h (theoretisch), 115-Liter-Kehrgutbehälter, Taschenfilter mit 5,5 m² oder Patronenfilter mit 6,4 m² der Klasse M, ein 24-V-System mit 2,63 kW maximaler Leistung, Frontantrieb, 1,11 m/s Höchstgeschwindigkeit vorwärts (4 km/h), 20 % maximal befahrbare Steigung (11,3°), 3.000 mm Mindestabstand zwischen zwei Wänden für ein Wendemanöver, drei bis acht Akkus mit rund 180 Ah bis 480 Ah, fünf Stunden Ladezeit in der Standardausstattung und 2,5 Stunden mit doppelter Ladeausstattung. Die offiziellen Produktseiten ergänzen eine Rückwärtsgeschwindigkeit von maximal 0,03 m/s, die in der v3.0-Tabelle nicht mehr auftaucht. Das Datenblatt weist für das System die CE-Zertifizierung aus und eine Kollisionsvermeidung auf Performancelevel D nach EN IEC 63327. Offizielle Anwendungsfelder sind Industrie und Produktion, Logistik, öffentliche Einrichtungen, Einkaufspassagen und Parkhäuser.

Die erste Zahl, die man genau lesen sollte, ist die Flächenleistung – und Adlatus macht es einem leicht, denn der Hersteller schreibt selbst „theoretisch" dazu. Multipliziert man die maximale Arbeitsbreite von 1,271 m mit der Höchstgeschwindigkeit von 4 km/h, ergeben sich rund 5.084 m²/h. Die veröffentlichten 5.000 m²/h sind also praktisch die geometrische Obergrenze: die Fläche, die die Maschine überstriche, führe sie geradeaus ohne Wenden, ohne Überlappung, ohne Hindernisse. Das ist eine legitime Angabepraxis, solange sie jeder kennt – für den Herstellervergleich macht sie die Zahl aber irreführend. Unser MT1 Max ist mit 2.200 m²/h angegeben bei einer Obergrenze von rund 3.024, also etwa 73 % seines geometrischen Maximums, während Adlatus rund 98 % des eigenen veröffentlicht. Wer 5.000 neben 2.200 stellt, vergleicht deshalb keine Maschinen, sondern zwei Angabepraktiken; wie diese Werte in der ganzen Klasse zustande kommen, führt unser Kehrroboter-Vergleich aus.

Jetzt die Widersprüche – und es sind Adlatus’ eigene. Maße: Datenblatt v3.0 nennt 1.700 × 1.300 × 1.500 mm, die aktuellen offiziellen Produktseiten auf Deutsch und Englisch nennen 1.163 × 1.003 × 1.506 mm, das überholte Datenblatt v1.0 vom Mai 2022 nannte 1.700 × 1.010 × 1.300 mm. Wir folgen v3.0, aus zwei überprüfbaren Gründen: Die „Länge" von 1.163 mm auf den Webseiten ist exakt die Reinigungsbreite der Maschine mit einer Seitenbürste, was sich wie ein Übertragungsfehler im Content-Management-System liest – und ein Schweizer Händler führt unabhängig davon 170 × 130 × 150 cm, also die Datenblattwerte. Gewicht: v3.0 nennt 485 kg in Standardausstattung, die Webseiten 448 kg ohne Akkus, v1.0 nannte 375 kg ohne Akkus. Beachten Sie, dass hier unterschiedlich gemessen wird – und dass bei einer Maschine mit drei bis acht Akkus das Gewicht ohnehin ein Konfigurationswert ist und keine Konstante. Arbeitsbreite: v3.0 und beide Webseiten stimmen mit 800/1.163/1.271 mm überein, v1.0 nannte 800/1.050/1.300 mm, und auf einer Händlerseite kursiert eine „Arbeitsbreite 1.570 mm", die in keinem Adlatus-Dokument vorkommt und die Baubreite der Maschine von 1.300 mm übersteigen würde. Schreiben Sie 1.570 mm nicht in eine Ausschreibung. Zwei weitere Werte haben sich schlicht mit der Dokumentgeneration geändert: v1.0 nannte theoretische 9.100 m²/h – das übersteigt selbst die eigene geometrische Obergrenze von rund 5.200 m²/h bei demselben 4-km/h-Antrieb und wurde in v3.0 auf 5.000 korrigiert. Und eine Pressemeldung von 2023 trägt bis heute 1,2 m/s weiter, während jedes offizielle Adlatus-Dokument seit 2022 1,11 m/s nennt.

Die Laufzeit verlangt dieselbe Sorgfalt. Die offiziellen „bis zu acht Stunden" gehören im Satz des Datenblatts zur vollen Erweiterung auf acht Akkus und 480 Ah. Für die Standardversion nennt Adlatus rund 180 Ah – und überhaupt keine Laufzeit. Ein Schweizer Händler führt für die Standardversion bis zu 2,5 Stunden je Akkuladung; dieser Wert steht in keinem offiziellen Adlatus-Dokument, passt aber zu den Herstellerangaben, denn 180 von 480 Ah linear gegen acht Stunden gerechnet landen bei rund drei. Die praktische Konsequenz ist die eigentlich wichtige: Die 8 Stunden und die 2,5 Stunden beschreiben keinen Widerspruch, sondern zwei verschiedene Maschinen – und niemand sollte eine Schicht gegen einen der beiden Werte planen, ohne die Anzahl der Akkus schriftlich zu haben. Und schließlich, was Adlatus nirgends veröffentlicht: keinen dB(A)-Wert, weder in den Datenblättern noch auf den Produktseiten noch bei den Händlern, keine Saugkraft in Pascal, keine Akkuchemie und keine IP-Schutzart – weshalb Parkhäuser zwar als offizielle Zielbranche geführt werden, aber nur überdachte Ebenen eine vertretbare Lesart sind.

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Die Servicestation S1300: der Teil, der dieses System wirklich unterscheidet

Von den sechs autonomen Kehrrobotern, die wir für unseren Kehrroboter-Vergleich geprüft haben, docken und laden fünf selbstständig – und bei jedem außer diesem System geht anschließend ein Mensch hin, zieht den Behälter und trägt ihn zur Tonne. Genau dieser Schritt ist der Grund, warum Nachtschichten in Wahrheit nicht unbeaufsichtigt laufen, und die S1300 ist gebaut, um ihn zu streichen. Die Station lädt die Akkus induktiv, also ohne Stecker, und entleert den 115-Liter-Behälter automatisch: Eine automatisierte Hochentladung hebt das Kehrgut bis zu 1.450 mm vom Boden und kippt es in einen Standard-Müllcontainer nach DIN EN 840 mit 1.100 Litern – also in die Container, die in Deutschland ohnehin auf jedem Logistikhof stehen. Der ganze Vorgang läuft in einer eingezäunten, durch Sicherheitssensorik überwachten Zone ab, und laut Datenblatt starten auch die Reinigungsprogramme an der Station selbstständig, zeitgesteuert nach Wochentag.

Unter den sechs autonomen Kehrrobotern, die für den deutschen Markt realistisch verfügbar sind und die wir für unseren Kehrroboter-Vergleich geprüft haben, ist das SR1300 das einzige System, bei dem kein Mensch den Behälter leert. Das ist die Grenze zwischen „autonom" und „unbeaufsichtigt", und es ist das eine Merkmal, das darüber entscheidet, ob für eine Nachtschicht überhaupt jemand vor Ort sein muss. Rechnen Sie dabei mit den Behältergrößen statt mit dem Marketing: 115 Liter sind mehr als das Dreifache der 35 Liter, die unser MT1 und der MT1 Max fassen – und obendrein entleert sich der Adlatus selbst, während die kompakten Maschinen auf einen Menschen warten. Auf großer Fläche multiplizieren sich diese beiden Effekte.

Das ehrliche Gegengewicht: Die Station ist eine Gebäudeentscheidung, keine Beschaffungsentscheidung. Laut Datenblatt misst die S1300 3.500 × 2.000 × 2.000 mm und wiegt rund 240 kg, und daneben muss dauerhaft ein 1.100-Liter-Container stehen, in einer Sicherheitszone, die freizuhalten ist. Das ist eine feste Stellfläche, die in einer Lagerhalle oder Produktionshalle jemand zuweisen muss, die in aller Regel schon voll ist – plus ein Container, den weiterhin jemand tauscht, wenn er voll ist. Der Kreis ist für den Roboter geschlossen, nicht für den Standort. Die Inbetriebnahme entspricht dieser Größenordnung: Adlatus beschreibt ein Installationsprojekt mit Objekt-Checklisten, Machbarkeitsprüfung, einem Setup nach Bodenbeschaffenheit und Schmutzaufkommen, Schulungen und laufender Projektbeobachtung anhand der Protokolldaten. Das ist ein System, das man installiert, keine Maschine, die man auspackt.

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Navigation ohne Kameras – Datenschutz als Konstruktionsentscheidung

Der zweite echte Unterschied ist keine Leistungsangabe, sondern eine Auslassung. Adlatus schreibt im Datenblatt, man sei einer von wenigen Herstellern, die bei der Navigation aus Datenschutzgründen auf hochauflösende Kameras verzichten, und nutze stattdessen 2D- und 3D-Lidarsensoren, die keine personenbezogenen Daten aufzeichnen und im Betrieb keine Umgebungsdetails erkennen – die Umgebung wird ausschließlich als Koordinaten gespeichert. Die Lidarsensorik ist es auch, die Hindernisse und Personen erkennt und Absätze, Ebenen und Stufen frühzeitig registriert, und Adlatus zertifiziert die daraus resultierende Kollisionsvermeidung auf Performancelevel D nach EN IEC 63327. Anders gesagt: Die Kamera fehlt nicht, sie wurde herauskonstruiert, und die Sicherheitsfunktion trägt eine andere Sensorklasse.

Die zweite Hälfte desselben Arguments ist die Unabhängigkeit von Ihrem Netz. Das Datenblatt hält fest, dass der Betrieb völlig autark ist und weder eine WLAN-Anbindung noch eine kontinuierliche Internetverbindung benötigt – weshalb Adlatus ausdrücklich Prototypenbau, öffentliche Gebäude und sonstige sicherheitsrelevante Umgebungen als Einsatzfelder nennt. Wer je versucht hat, einen cloudgebundenen Reinigungsroboter an einer IT-Abteilung vorbeizubekommen, weiß, wie viel Projektzeit das sparen kann. Die Grenze gehört aber ehrlich dazu: Privacy by Design ist Adlatus’ eigene Beschreibung des eigenen Entwicklungsansatzes, und das zertifizierte, datenschutzkonforme Reinigungsprotokoll, das die Maschine nach jedem Einsatz per E-Mail verschickt, ist ein Nachweis über Flächen und Zeiten – nicht mehr. Lassen Sie sich die Verarbeitungsunterlagen geben, bevor sich jemand in einer Betriebsvereinbarung darauf stützt; worauf es beim Datenschutz von Reinigungsrobotern wirklich ankommt, sortiert die Fragen, die in dieses Gespräch gehören.

Für deutsche Käufer ist das relevanter, als es auf einem Datenblatt aussieht. Kamerabasierte Roboter scheitern regelmäßig am Betriebsrat, am Datenschutzbeauftragten oder am Hallentor, hinter dem Prototypen stehen – nicht weil sie die schlechteren Maschinen wären, sondern weil niemand Lust hat, eine Kamera in der Fertigung durchzufechten. Eine Maschine, über deren Kamera es nichts zu streiten gibt, überspringt diese Diskussion einfach. Das ist ein Beschaffungsvorteil, und er ist völlig unabhängig davon, wie viele Quadratmeter pro Stunde das Gerät schafft.

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Für wen es die richtige Maschine wäre – und wann ein kompakter Kehrroboter reicht

Für dieses System müssen drei Bedingungen zusammenkommen, und die Flächengröße allein ist keine davon. Erstens muss die Fläche so groß sein, dass ein 35-Liter-Behälter mehrfach pro Nacht geleert werden müsste – Adlatus nennt für das System bis zu 45.000 m² in 24 Stunden – eine Herstellerangabe mit einem „bis zu" davor, keine Messung, aber sie zeigt die angepeilte Größenordnung. Zweitens muss die Schicht wirklich unbeaufsichtigt laufen: Ist ohnehin jemand vor Ort, verliert die selbstentleerende Station den größten Teil ihres Werts, denn diese Person leert eine kompakte Maschine in zwei Minuten. Drittens muss das Layout zur Maschine passen – 3 Meter zwischen zwei Wänden für ein Wendemanöver und eine Bauhöhe von 1,5 Metern sind harte Grenzen, und 485 kg in Standardausstattung sind auf einer Empore, einer Rampe oder einem oberen Parkdeck eine Frage der Bodenlast.

Wo diese drei Punkte nicht alle zutreffen, deckt ein kompakter Trockenkehrroboter dieselbe Reinigungsaufgabe ab. Der MT1 Max kehrt 700 mm breit mit bis zu 2.200 m²/h, 35-Liter-Behälter und bis zu 10 Stunden Laufzeit, der MT1 schafft bis zu 1.800 m²/h bei bis zu 8 Stunden, beide arbeiten ebenso vollständig ohne Wasser, beide docken und laden selbstständig, und beide brauchen für den Behälter einen Menschen. Für eine einzelne Halle mit einigen tausend Quadratmetern und Personal im Gebäude ist das kein Kompromiss, sondern die passende Maschine – und niemand muss dafür 7 m² Stellfläche für eine Servicestation finden. Welche Klasse überhaupt zu Ihrem Gebäude passt, arbeitet unser Klassenüberblick zu Reinigungsrobotern Bodenart für Bodenart durch.

Zwei Grenzen gehören noch auf den Tisch, bevor jemand das System auf die Shortlist nimmt. Dies ist eine Industriemaschine für Lagerhallen, Produktion, öffentliche Einrichtungen, Einkaufspassagen und überdachte Parkhäuser, und Adlatus selbst bewirbt den Betrieb außerhalb der Arbeitszeiten als Regelfall. Sie ist keine Büro-, Hotel- oder Gästebereichsmaschine – nicht, weil wir sie als laut gemessen hätten, sondern weil niemand einen Dezibelwert veröffentlicht und man eine 2,63-kW-Kehrsaugmaschine nicht auf Verdacht neben schlafende Gäste stellt. Und sie kehrt: Wenn Ihr Problem Anhaftungen, Reifenspuren oder ein Fettfilm sind statt Staub und Grobschmutz, ist das die falsche Maschinenklasse, so gut das System auch sein mag.

Zur kommerziellen Einordnung können wir nur berichten, was überprüfbar ist – und das ist: nichts. Adlatus veröffentlicht keinen Listenpreis, die Händler nennen ihn auf Anfrage, und Mietkonditionen sind ebenfalls nirgends öffentlich. Über uns ist das System im selben Full-Service-Modell verfügbar wie der Rest unseres Programms; Preise nennen wir auf dieser Seite ebenfalls nicht. Das heißt, jeder Vergleich, den Sie anstellen, läuft Angebot gegen Angebot – und die entscheidenden Größen sind die, die niemand druckt: die Stellfläche der Station, wer den 1.100-Liter-Container tauscht, was Sie das Installationsprojekt an interner Zeit kostet und was ein Serviceeinsatz wert ist, wenn diese eine Maschine einen Standort dieser Größenordnung allein abdeckt.

MT1
MT1 Max
MT1kompakter KehrroboterMT1 Maxkompakter Kehrroboter
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Was Sie sich vor der Entscheidung schriftlich geben lassen

Beginnen Sie mit den Zahlen, bei denen sich die Dokumente widersprechen. Lassen Sie sich die genauen Maße und das genaue Gewicht für die angebotene Konfiguration geben – erwähnen Sie ruhig, dass Datenblatt und Website abweichen und dass das Gewicht mit der Zahl der Akkus steigt. Sie brauchen das für Bodenlast, Rampen und Aufzugstragfähigkeit, und es ist der eine Wert, den Ihnen eine Vorführung nicht verrät. Lassen Sie sich dann die Laufzeit für dieselbe Konfiguration nennen, mit ausgewiesener Akkuzahl, und behalten Sie im Kopf, dass die acht Stunden zur maximalen Ausstattung gehören. Lassen Sie sich die Lautstärke als Messwert mit Angabe der Messbedingung geben, denn ein dB(A)-Wert wurde für diese Maschine nirgends je veröffentlicht. Fragen Sie nach der IP-Schutzart, besonders wenn ein Parkhaus im Spiel ist. Und fordern Sie die EG-Konformitätserklärung an: Das Datenblatt weist das System als CE-zertifiziert aus, das Dokument existiert also und gehört ausgehändigt, nicht vorausgesetzt.

Dann die Fragen zum System statt zum Roboter. Wo genau steht die S1300, wer weist die 3,5 mal 2 Meter Stellfläche plus Sicherheitszone zu, und braucht die Installation feste bauliche Maßnahmen. Wer tauscht den 1.100-Liter-Container, wenn er voll ist, und wie oft wird das mit Ihrem Schmutzaufkommen sein – wie viele Quadratmeter eine 115-Liter-Füllung trägt, veröffentlicht niemand, weder für diese noch für irgendeine andere Kehrmaschine, die Antwort muss also aus einem gemessenen Lauf auf Ihrem Boden kommen und nicht aus einem Prospekt. Klären Sie, ob es die Maschine überhaupt ohne Station gibt, denn das aktuelle Datenblatt beschreibt ausschließlich das System aus Roboter und Servicestation. Und fragen Sie, was das Inbetriebnahmeprojekt von Ihrer Seite verlangt: Adlatus beschreibt Checklisten, eine Machbarkeitsprüfung, das Einlernen der Reinigungsbereiche und Schulungen – alles interne Zeit, die jemand einplanen muss.

Zuletzt die kaufmännischen Fragen, die die Maschine überdauern. Fragen Sie, was die Partnerschaft mit NEURA Robotics praktisch für Ersatzteilversorgung und Support über eine Laufzeit von fünf Jahren bedeutet – sie wurde als Partnerschaft ohne offengelegte finanzielle Bedingungen bekanntgegeben, was kein Vorwurf ist, sondern eine Unbekannte, die man einpreist. Fragen Sie, wer konkret Ihre Postleitzahl bedient: Adlatus nennt werktäglichen Vor-Ort-Service über ein internationales Netz aus Partnern und Händlern, lassen Sie sich also den tatsächlichen Partner benennen, dazu eine verbindliche Reaktionszeit und den Ort, an dem die Ersatzteile für Ihre Maschine physisch liegen. Diese Antworten bestimmen Ihre Verfügbarkeit – das Herkunftsland auf der Rückseite der Broschüre tut das nicht. Und wenn Sie dieselbe Liste auf Ihren eigenen Boden angewendet haben möchten, sprechen Sie mit uns – auch für den Fall, dass die ehrliche Antwort lautet, dass das Adlatus-System besser zu Ihnen passt als die kompakten Maschinen, die wir täglich fahren.

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Häufige Fragen

Hersteller ist die ADLATUS Robotics GmbH mit Sitz in der Nicolaus-Otto-Straße 4 in 89079 Ulm. Das offizielle Datenblatt schreibt, das Unternehmen entwickle, produziere und vertreibe Serviceroboter, und die Rückseite der aktuellen Broschüre vom September 2025 trägt den Vermerk „Made in Germany". Das ist die eigene, aktuelle Angabe des Herstellers, und genau als solche geben wir sie wieder – woher die einzelnen Komponenten stammen, ist von außen nicht überprüfbar, bei diesem Hersteller so wenig wie bei jedem anderen. Seit September 2025 besteht eine strategische Partnerschaft mit der NEURA Robotics GmbH aus Metzingen, ebenfalls Deutschland; Adlatus gewinnt daraus nach eigener Aussage erhöhte Produktionsstärke, internationale Reichweite und technologische Ergänzung. Bekanntgegeben wurde eine Partnerschaft, keine Übernahme, und finanzielle Bedingungen wurden nicht veröffentlicht.

Ausschließlich trocken. Eine höhenverstellbare Walzenbürste befördert das Kehrgut in einen 115-Liter-Behälter, eine oder zwei Seitenbürsten leiten den Schmutz aus Ecken und Rändern nach innen, und der Luftstrom zieht den aufgewirbelten Staub durch einen Filter der Klasse M – serienmäßig ein Taschenfilter mit 5,5 Quadratmetern oder ein Patronenfilter mit 6,4 Quadratmetern, abgereinigt durch automatisiertes Rütteln. Wasser, Chemie und eine Scheuerfunktion kommen in dieser Maschine an keiner Stelle vor; alles, was am Boden haftet, bleibt also liegen: Reifenspuren, eingetrocknete Verschmutzungen und Fettfilm brauchen stattdessen eine Scheuersaugmaschine. Der Patronenfilter verträgt zwar Umgebungen, in denen Feuchtigkeit am Boden auftritt, aber das beschreibt den Boden, nicht die Maschine – die Spur, die das SR1300 hinterlässt, ist trocken und sofort befahrbar.

Das hängt vollständig davon ab, wie viele Akkus verbaut sind – und die veröffentlichten Werte lassen sich leicht falsch lesen. Das offizielle Datenblatt nennt bis zu acht Stunden, im eigenen Satz gehören die aber zur vollen Erweiterung auf acht Akkus und 480 Ah. Für die Standardversion nennt Adlatus rund 180 Ah und überhaupt keine Laufzeit. Ein Schweizer Händler führt für die Standardversion bis zu 2,5 Stunden je Ladung; dieser Wert steht in keinem offiziellen Adlatus-Dokument, passt aber zu den Herstellerangaben, denn 180 von 480 Ah linear gegen acht Stunden gerechnet landen bei rund drei. Die beiden Werte widersprechen sich also nicht, sie beschreiben zwei verschiedene Konfigurationen. Das Laden dauert fünf Stunden in der Standardausstattung und 2,5 Stunden mit doppelter Ladeausstattung und erfolgt an der Servicestation induktiv, also ohne Stecker.

Sie schließt den Kreis, den jeder andere Kehrroboter offen lässt. Die S1300 lädt die Akkus induktiv und entleert den 115-Liter-Behälter automatisch: Eine automatisierte Hochentladung hebt das Kehrgut bis zu 1.450 Millimeter vom Boden und kippt es in einen Standard-Müllcontainer nach DIN EN 840 mit 1.100 Litern. Der gesamte Vorgang läuft in einer eingezäunten, durch Sicherheitssensorik überwachten Zone, und die Reinigungsprogramme starten von der Station aus zeitgesteuert nach Wochentag. Unter den sechs autonomen Kehrrobotern, die wir für den deutschen Markt geprüft haben, ist das das einzige System, bei dem kein Mensch den Behälter leert – und das ist der eigentliche Unterschied zwischen autonomem und unbeaufsichtigtem Betrieb. Dafür braucht es Stellfläche: Die Station misst 3.500 mal 2.000 mal 2.000 Millimeter, wiegt rund 240 Kilogramm, und daneben muss dauerhaft ein 1.100-Liter-Container stehen.

Beides nicht. Adlatus schreibt im Datenblatt, man sei einer von wenigen Herstellern, die bei der Navigation aus Datenschutzgründen auf hochauflösende Kameras verzichten, und nutze stattdessen 2D- und 3D-Lidarsensoren, die keine personenbezogenen Daten aufzeichnen und im Betrieb keine Umgebungsdetails erkennen – die Umgebung wird ausschließlich als Koordinaten gespeichert. Dieselbe Lidarsensorik erkennt Hindernisse und Personen und registriert Absätze, Ebenen und Stufen frühzeitig, und Adlatus zertifiziert die daraus resultierende Kollisionsvermeidung auf Performancelevel D nach EN IEC 63327. Auch der Betrieb ist völlig autark: Laut Datenblatt werden weder eine WLAN-Anbindung noch eine kontinuierliche Internetverbindung benötigt, weshalb Adlatus Prototypenbau, öffentliche Gebäude und sonstige sicherheitsrelevante Umgebungen als Einsatzfelder nennt. Privacy by Design ist dabei die Beschreibung des Herstellers für den eigenen Ansatz – lassen Sie sich also die Verarbeitungsunterlagen geben, bevor Sie sich in einer Betriebsvereinbarung darauf stützen.

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