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Vergleich · · 8 Min. Lesezeit

Kompakte Scheuersaugroboter: CC1, L3 oder L4?

Unter etwa 3.000 Quadratmetern wird die Auswahl nicht kleiner, sondern schwieriger. In unserer eigenen Flotte stehen für diese Größenordnung drei Maschinen, die alle drei plausibel sind: der Pudu CC1, der CenoBots L3 und der CenoBots L4. Händlerseiten entscheiden die Frage meist über die Flächenleistung – und das ist ausgerechnet die Zahl, die bei diesen drei Geräten am wenigsten vergleichbar ist. Die ehrliche Antwort hängt an drei Eigenschaften Ihres Objekts: wie schmal die engste Stelle ist, ob ein Wasseranschluss in der Nähe liegt und ob bis an die Wand gereinigt werden muss. Eine vierte Frage kommt dazu, wenn Teppich im Spiel ist. Dieser Vergleich stützt sich auf Herstellerdokumentation – Handbücher, Datenblätter, offizielle Produktseiten –, die wir Zahl für Zahl geprüft haben. Eigene Messwerte aus dem Betrieb veröffentlichen wir für diese drei Maschinen nicht, und wo Quellen sich widersprechen, bleibt der Widerspruch im Text stehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle drei sind Kompaktmaschinen, aber nur zwei passen durch 70 cm: CC1 und L3. Der L4 braucht 810 mm Durchfahrtsbreite.
  • Die beworbenen Flächenleistungen sind nicht vergleichbar. CenoBots rechnet Arbeitsbreite × Höchstgeschwindigkeit × 3.600 und schreibt „theoretisch“ dazu; Pudu nennt für den CC1 ein Band von 700–1.000 m²/h.
  • Nur der CC1 hat offizielle Trockenmodi – Kehren und Teppichsaugen. Der Moduswechsel ist allerdings ein Bauteilwechsel von Hand, kein Knopfdruck.
  • Wie viele Quadratmeter eine Tankfüllung reicht, veröffentlicht keiner der beiden Hersteller. Im Tagesbetrieb entscheidet die Station, nicht die Tankgröße.

CC1 vs. CC1 Pro — geprüfte Daten

Pudu CC1CenoBots L3CenoBots L4
Maße & Zugang
Maße (L × B × H)629 × 552 × 695 mm765 × 572 × 1.000 mm820 × 615 × 1.075 mm
Gewicht75 kg127 kg150 kg
Min. Durchfahrtsbreite700 mm700 mm810 mm
Reinigungsmechanik
Reinigungsbreite500 mm (mit Seitenbürste)400 mm450 mm
Anpressdruck der Bürstekeine Herstellerangabe18 kg20 kg
Flächenleistung laut Hersteller700–1.000 m²/hbis 2.016 m²/h (theoretisch)bis 1.944 m²/h (theoretisch)
Wasser & Energie
Frischwassertank15 l25 l38 l
Schmutzwassertank15 l25 l32 l*
Laufzeit5 h Schrubben · bis 9 h leises Wischenbis 4 h4,5 h (Spot-Reinigung)
Ladezeit< 3 h1,5–2 h2,7 h

Alle Werte aus Herstellerdokumentation, Stand August 2026. *Für den Schmutzwassertank des L4 nennen die aktuellen offiziellen Seiten keinen Wert; die 32 l stammen aus dem EU-Datenblatt von 2024, drei Distributoren nennen 36 l. Die Länge des L3 geben Produktseite und Broschüre mit 765 mm an, der Gesamtkatalog 2026 mit 763 mm. Für den L4 nennt das EU-Datenblatt 800 mm Durchfahrtsbreite, die aktuelle Produktseite 810 mm. Die Broschüre des L3 schreibt die 4 Stunden Laufzeit dem ECO-Modus zu; die einzige offizielle Laufzeitangabe des L4 gilt der Spot-Reinigung.

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Unter 3.000 m² entscheidet nicht die Marke

Drei Maschinen unserer Flotte decken die kompakte und mittlere Klasse ab, und sie sind tatsächlich unterschiedliche Charaktere. Der CC1 ist ein Vier-in-eins-Gerät, das auch trocken reinigen kann. Der L3 ist der schmale Spezialist mit dem höchsten veröffentlichten KI-Rechenwert. Der L4 ist der größte der drei und der einzige mit einem definierten Wandabstand bei der Kantenreinigung. Was folgt, vergleicht sie ausschließlich anhand von Herstellerdokumentation: Pudus Bedienungsanleitung und offizieller Produktseite, den offiziellen CenoBots-Produktseiten, dem Gesamtkatalog 2026, dem Workstation-Flyer und dem EU-Datenblatt. Feldwerte kommen hier nicht dazu – die einzige Maschine unseres Portfolios, für die wir selbst gemessene Zahlen veröffentlichen, ist der Nexaro, und der ist ein Saugroboter, kein Scheuersaugroboter.

Ausgerechnet die Zahl, die jeder zuerst vergleicht, hält der Prüfung am schlechtesten stand. Bei beiden CenoBots-Maschinen ist die beworbene Flächenleistung eine reine Rechengröße: Arbeitsbreite × Höchstgeschwindigkeit × 3.600. 0,40 m × 1,4 m/s ergeben die 2.016 m²/h des L3, 0,45 m × 1,2 m/s die 1.944 m²/h des L4. Der Hersteller schreibt das offen dazu – in seinen eigenen Datenblättern heißt die Zeile „Max. Theoretical Productivity“. Daran sieht man auch, wie wenig die Zahl trägt: Die schmalere Maschine steht nur deshalb über der breiteren, weil sie schneller fahren darf. Kein Wenden, keine Überlappung, kein Nachfüllstopp und kein Hindernis sind eingerechnet. Pudus 700–1.000 m²/h für den CC1 sind dagegen ein Band und keine Obergrenze – die beiden Angaben lassen sich also gar nicht nebeneinanderstellen.

Was wirklich entscheidet, ist in Ihrem Objekt in einer Stunde messbar: die engste Stelle der Route, der Weg zum Wasseranschluss, ob Fußleisten und Regalsockel sauber sein müssen, und wie viel des Bodens kein Hartbelag ist. Ob ein Scheuersaugroboter überhaupt die richtige Klasse ist, ordnet unser Scheuersaugroboter-Ratgeber ein; wer noch früher steht und zwischen nass, trocken und saugend abwägt, beginnt bei welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt.

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Die drei Maschinen im Porträt

Der CC1 ist der kleinste und leichteste der drei: 75 kg, 629 × 552 × 695 mm, 500 mm Reinigungsbreite inklusive Seitenbürste, je 15 Liter Frisch- und Schmutzwasser und offiziell 700–1.000 m²/h. Sein Handbuch nennt einen minimalen Pfadabstand von 70 cm und eine Fahrgeschwindigkeit von 0,2 bis 1,2 m/s; die offizielle Produktseite ergänzt ein Betriebsgeräusch unter 70 dB(A) und eine maximale Saugkraft von 17.000 Pa. Die Laufzeiten stehen getrennt nach Modus – 5 Stunden Schrubben, 5 Stunden Kehren plus Saugen plus Wischen, 4 Stunden Teppichsaugen, 9 Stunden leises Wischen –, mit einer Fußnote, die alle diese Werte als Labormessungen im niedrigsten Gang ausweist, von 100 % bis 10 % Akkuladung. Das Vier-in-eins ist echt: Neben dem Nassschrubben dokumentiert das Handbuch einen trockenen Kehrmodus mit drei Reinigungsmethoden. Automatisches Laden sowie automatisches Nachfüllen und Entleeren von Wasser führt die Tabelle als unterstützt auf – „in Verbindung mit Dockingstation“, die dieselbe Tabelle als optionale Funktion ausweist.

Der L3 ist der rechenstarke und zusammen mit dem CC1 der schmalste: 127 kg, 765 × 572 × 1.000 mm, 400 mm Schrubbbreite mit Doppel-Scheibenbürsten bei 18 kg Anpressdruck, je 25 Liter Tank, 1,4 m/s, 700 mm minimale Durchfahrtsbreite und ein Nvidia-Chip mit 100 TOPS. Das Laden dauert 1,5 bis 2 Stunden, die Laufzeit ist mit bis zu 4 Stunden angegeben – die Broschüre schreibt diesen Wert dem ECO-Modus zu. Beim LiDAR widersprechen sich CenoBots' eigene Unterlagen: Die offizielle Produktseite und die L3-Broschüre nennen einen 96-Strahl-3D-LiDAR, der Gesamtkatalog 2026 nennt 128 Strahlen, sowohl in den technischen Daten als auch im Fließtext. Am ehesten ist das ein Modelljahrwechsel, und es lohnt sich, bei jeder Lieferung nachzufragen, welche Einheit verbaut ist. Als Sensorik führt der Katalog LiDAR, Tiefenkamera und Bumper-Sensor auf und beschreibt Teppiche und Kabel als bodennahe Gefahrenstellen, die der Roboter erkennt und meidet – nicht als Flächen, die er reinigt.

Der L4 ist mit 150 kg und 820 × 615 × 1.075 mm der größte der drei, mit 450 mm Reinigungsbreite, 20 kg Anpressdruck und 38 Litern Frischwassertank. Er braucht 810 mm zum Durchfahren und 1.100 mm, um auf der Stelle zu wenden. Sein eigentliches offizielles Alleinstellungsmerkmal ist weder Rechenleistung noch Durchsatz, sondern die Kantenreinigung: CenoBots gibt weniger als 3 cm Abstand zur Wandfläche an und betitelt die Produktseite entsprechend (das ältere EU-Datenblatt nennt noch weniger als 5 cm). Dieses EU-Datenblatt von 2024 ist zugleich die einzige offizielle Quelle für mehrere Betriebswerte – 1,2 m/s, 2,7 Stunden Ladezeit, 4,5 Stunden Laufzeit in der Spot-Reinigung, 65 dB Schalldruck –, weil die aktuellen Seiten sie schlicht nicht nennen. Zwei weitere Anmerkungen zur Dokumentation: Die aktuellen offiziellen Seiten geben den KI-Chip mit 32 TOPS an, wo das Datenblatt von 2024 noch 100 druckte, und das offizielle Wasserfeature heißt Smart Flow – die Wassermenge passt sich der Reinigungsgeschwindigkeit an. Für den Rakelwechsel sind 30 Sekunden angegeben.

Diese drei Maschinen sind nicht mehr das ganze Gespräch über die Kompaktklasse, denn die Leiter um sie herum ist gewachsen. Der ET1 steht mit offiziell 300–720 m²/h und 50 cm minimaler Durchgangsbreite unter dem CC1, der CC1 Pro ist die KI-Variante des CC1 und nicht die schnellere Maschine, der BG1 steht mit 2.000 m²/h im Flächenmodus weit über dieser Klasse, und der CR700 kommt mit 700 mm Arbeitsbreite von der anderen Seite hinein. Alle vier sind über uns verfügbar; ET1, BG1 und CR700 sind neu im Programm, ihre Einordnungen sind deshalb dokumentenbasiert und stehen in eigenen Artikeln, nicht in den drei Porträts hier.

CC1
L3
L4
CC14-in-1-ModiL3700 mm DurchfahrtL4Kantenreinigung
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Das ehrliche Kleingedruckte

Die für den Tagesbetrieb nützlichste Zahl gibt es nicht. Weder Pudu noch CenoBots veröffentlicht, wie viele Quadratmeter eine Tankfüllung reicht – nicht im Handbuch, nicht auf den Produktseiten, nicht in den Broschüren oder im Katalog. Die Tankgrößen sortieren die drei Maschinen mit 15, 25 und 38 Litern sauber, aber sie sagen nicht, wie oft jemand mit einem Schlauch hinlaufen muss. Die Werte, die dazu im Netz kursieren, sind Rückrechnungen; wir nennen deshalb keine – und einen Händler, der Ihnen eine nennt, sollten Sie nach der Quelle fragen.

Die Laufzeitangaben brauchen ihre Zusätze, um ehrlich zu bleiben. Der CC1 hat kein einzelnes Maximum, sondern vier – eines je Modus, alle im Labor im niedrigsten Gang gemessen. Die 4 Stunden des L3 schreibt die Broschüre dem ECO-Modus zu. Der L4 ist der unangenehme Fall: Seine einzige offizielle Laufzeitangabe, 4,5 Stunden, ist im EU-Datenblatt ausdrücklich der Spot-Reinigung zugeordnet, und eine Laufzeit für durchgehendes Flächenschrubben veröffentlicht niemand. Dasselbe Dokument ist auch die einzige offizielle Quelle für seinen 32-Liter-Schmutzwassertank, während drei Distributoren 36 Liter nennen und die aktuellen offiziellen Seiten gar nichts. Wir nennen beide Werte, statt uns den passenden auszusuchen.

Bei der Lautstärke ist das Bild uneinheitlich, und wir veröffentlichen nur, was ein Hersteller veröffentlicht. Der CC1 trägt offiziell unter 70 dB(A). Für den L4 nennt das EU-Datenblatt 65 dB Schalldruck. Für den L3 druckt der Katalog „≥ 64 dB(A)“, was als Mindestwert offensichtlich ein Druckfehler ist, und der tschechische Distributor nennt 66 dB – für diese Maschine veröffentlichen wir deshalb keinen Geräuschwert, solange das nicht geklärt ist. Eine weitere Behauptung gehört markiert, weil sie weit verbreitet ist: Die „75 % Wasserersparnis“, die dem L4 oft zugeschrieben wird, hat keine Herstellerquelle. Die aktuellen offiziellen CenoBots-Seiten nennen überhaupt keinen Prozentwert; dokumentiert ist Smart Flow – und das ist ein Mechanismus, keine gemessene Ersparnis.

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Vier Fragen entscheiden

Erstens: Wie schmal ist die engste Stelle? Der CC1 braucht laut Handbuch 70 cm Pfadabstand, der L3 eine minimale Durchfahrtsbreite von 700 mm, der L4 laut aktueller Produktseite 810 mm – laut älterem EU-Datenblatt 800 mm. Pudu und CenoBots benennen den Wert unterschiedlich, funktional beantwortet er dieselbe Frage: die schmalste Lücke, durch die die Maschine noch kommt. Das ist kein Komfortwert, sondern ein Ausschlusskriterium. Ein Regalgang mit 85 cm, eine Brandschutztür mit 80 cm, eine Palette, die halb im Weg steht – eine Maschine, die dort nicht durchpasst, hat eine Flächenleistung von null, egal was das Datenblatt sagt. Messen Sie die engsten Stellen, bevor Sie die Gesamtfläche messen.

Zweitens: Wo ist das Wasser? Ohne Station füllt und entleert jemand von Hand, und im Tagesbetrieb ist genau das der wiederkehrende Handgriff, den die Maschine eigentlich ersetzen sollte. Das Handbuch des CC1 führt automatisches Laden sowie automatisches Nachfüllen und Entleeren von Wasser als unterstützt auf – in Verbindung mit der Dockingstation, die selbst als optionale Ausstattung geführt wird. Für den L3 bietet CenoBots die Workstation WS3, die Laden, Frischwasser, Entleerung und Reinigungsmittel übernimmt, und zusätzlich den mobilen Wassertank WT3 mit 60 Litern Frisch- und 50 Litern Schmutzwasser – ausdrücklich für Standorte ohne Wasseranschluss gebaut. Der L4 hat eine Vier-in-eins-Workstation mit denselben vier Funktionen. Was ein Standort davon braucht, hängt am Weg zum nächsten Abfluss – und dass diese Arbeit nicht bei Ihrem Personal landet, ist der Zweck unseres Full-Service-Modells.

Drittens: Muss bis an die Wand gereinigt werden? Das ist die Frage des L4, und sie ist der Grund, seine 810 mm in Kauf zu nehmen. CenoBots gibt die Kantenreinigung mit weniger als 3 cm Abstand zur Wandfläche an, und die offizielle Produktseite ist genau um diese Fähigkeit herum betitelt. Für den L3 existiert kein offizieller Kantenwert – lediglich ein Distributor nennt weniger als 5 cm. Pudu druckt auf der CC1-Produktseite eine Fußnote „< 2 cm edge to edge“, ohne zu definieren, was dort gemessen wird; wir behandeln das deshalb nicht als vergleichbare Angabe zur Kantenreinigung. Wenn Fußleisten, Regalsockel und Säulenfüße die Stellen sind, an denen Ihr Team heute von Hand nacharbeitet, ist das ein echtes und belegtes Argument für den L4.

Viertens: Welche Böden, und wie viel davon ist kein Hartbelag? Pudus Handbuch gibt als Anwendungsumfang des CC1 Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche an – Parkett und Laminat stehen dort nicht, und nass gereinigt wird Teppich von keinem Scheuersaugroboter. Teppich saugt der CC1 trocken in einem eigenen Modus, und das ehrliche Detail steht im Handbuch: Dafür wird die Seitenbürste entfernt, die Kehrbürste eingebaut und der Teppichstaubsauger montiert, den das Handbuch ausdrücklich als optionales Teil kennzeichnet. Der Wechsel zwischen nass und trocken ist ein Bauteilwechsel von Hand, keine Einstellung. Die beiden CenoBots-Maschinen sind reine Nassreiniger: Der L3 behandelt Teppich als zu meidende Gefahrenstelle, und für den L4 veröffentlicht CenoBots überhaupt keine Trockenfunktion – groben Schmutz kehrt dort jemand vor dem Nassgang weg. Wenn Sie das zum CC1 führt, ist die nächste Frage, welche Version: Unser Vergleich von CC1 und CC1 Pro klärt sie.

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Welche Maschine in welches Objekt

Supermärkte und der Einzelhandel sind der klassische Fall, und CenoBots führt Retail für beide Maschinen offiziell als Zielsegment. Die Aufteilung folgt hier dem Grundriss: Der L4 spielt seine Kantenreinigung an Regalsockeln und Fußleisten aus – genau dem Streifen, der sonst von Hand nachgearbeitet wird –, sofern die Gänge ihm 810 mm lassen. Wo sie das nicht tun, oder wo Lagerräume und Kühlgänge hinter schmalen Türen liegen, kommen CC1 und L3 mit 70 cm durch und der L4 nicht.

In Hotels entscheidet die Fläche je Bereich, nicht die Gesamtfläche. Lobby, Flure und Konferenzräume sind einzelne, oft kleine Einheiten mit Türen dazwischen, und CenoBots führt Hotels als offizielles Segment des L3 – der Katalog 2026 nennt Handel, Bürogebäude, Hotels, Schulen und Krankenhäuser. Für den L4 haben wir überhaupt keine veröffentlichte Segmentliste gefunden. Der CC1 passt mit 70 cm Durchfahrtsbreite und einem veröffentlichten Geräuschwert unter 70 dB(A) besonders gut in diese Struktur – und der Geräuschwert zählt, wenn während der Anwesenheit von Gästen gereinigt wird. Was keine Maschine dieser Klasse ändert: Der Boden bleibt nach dem Durchgang eine Weile feucht, Betrieb im belebten Objekt heißt also Beschilderung und nicht nur Zeitplanung.

Schulen sind ein offizielles Segment des L3, der Katalog nennt sie ausdrücklich; für den L4 veröffentlicht CenoBots wie schon bei den Hotels keine Segmentliste. Ihr Muster passt zum autonomen Schrubben: harte Beläge, lange Flure, planbare Fenster außerhalb der Unterrichtszeiten und im Winter viel Eingangsschmutz. Die Größenfrage klärt sich hier über Flure und Türen, weshalb auch in Schulen die Prüfung der Durchfahrtsbreite zuerst kommt.

Fitnessstudios sind der Fall, bei dem wir deutlich sein müssen: Kein Hersteller in diesem Vergleich führt Fitnessstudios als offizielles Einsatzszenario, das Folgende ist also unsere eigene betriebliche Einschätzung und keine Herstellerangabe. Studioböden sind typischerweise gemischt – Hartbelag in den Verkehrsflächen, Gummi unter dem Freihantelbereich, in manchen Layouts Teppichinseln –, und gemischte Böden sind genau die Konstellation, in der die Trockenmodi des CC1 ein Argument haben, das die beiden reinen Nassmaschinen nicht haben. Welche Maschine auch immer: Der Nassgang gehört in ein geschlossenes Fenster vor den ersten Mitgliedern, denn der trocknende Film ist eine Rutschgefahr, bis er sichtbar weg ist. Das ist am Ende eine Messaufgabe in Ihrem Objekt: engste Stelle, Fläche, Nachtfenster, Wasseranschluss – vier Zahlen, die eine Demo vor Ort an einem Nachmittag liefert.

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Häufige Fragen

Der Pudu CC1 und der CenoBots L3. Pudu nennt für den CC1 im Handbuch einen minimalen Pfadabstand von 70 cm, CenoBots für den L3 eine minimale Durchfahrtsbreite von 700 mm. Der L4 braucht laut aktueller offizieller Produktseite 810 mm und laut älterem EU-Datenblatt 800 mm – bei genau 80 cm ist er also draußen oder grenzwertig, je nachdem, welches Dokument gilt. Messen Sie zuerst die engste Stelle der geplanten Route: Eine Maschine, die dort nicht durchkommt, reinigt gar nichts.

Weder Pudu noch CenoBots veröffentlicht diesen Wert für diese Maschinen – nicht in den Handbüchern, nicht auf den Produktseiten, nicht in den Broschüren. Die Tankgrößen sortieren sie eindeutig: je 15 Liter Frisch- und Schmutzwasser beim CC1, je 25 Liter beim L3, 38 Liter Frischwasser beim L4. Die Angaben zur Reichweite je Tankfüllung, die im Netz kursieren, sind Rückrechnungen ohne Quelle. Im Tagesbetrieb ist ohnehin die nützlichere Frage, ob eine Dockingstation das Wasser automatisch wechselt – denn das ist es, was das Nachfüllen von Hand erspart.

Nass gereinigt wird Teppich von keinem Scheuersaugroboter. Der CC1 saugt niederflorigen Teppich trocken in einem eigenen Modus; laut Pudus Handbuch werden dafür die Seitenbürste entfernt, die Kehrbürste eingebaut und der Teppichstaubsauger montiert – ein Teil, das das Handbuch als optional kennzeichnet. Der L3 behandelt Teppiche und Kabel als bodennahe Gefahrenstellen, die er erkennt und meidet, und für den L4 veröffentlicht CenoBots überhaupt keine Trockenfunktion, dort wird grober Schmutz vor dem Nassgang gekehrt. Wenn ein großer Teil Ihrer Fläche Teppich ist, brauchen Sie die Klasse der Saugroboter und keinen Scheuersaugroboter.

Nicht auf eine Weise, die Sie im Objekt merken würden. Beide Zahlen sind Rechengrößen: Arbeitsbreite mal Höchstgeschwindigkeit mal 3.600. Der L3 kommt mit 400 mm bei 1,4 m/s auf 2.016 m²/h, der L4 mit 450 mm bei 1,2 m/s auf 1.944 m²/h, und CenoBots beschriftet beide als maximale theoretische Flächenleistung. Die schmalere Maschine steht nur deshalb höher, weil sie schneller fahren darf. Wenden, Überlappung, Nachfüllstopps und Hindernisse sind in keiner der beiden Zahlen enthalten – und Pudus Band von 700–1.000 m²/h für den CC1 ist ohnehin nicht auf dieselbe Weise ermittelt.

Für diese Zahl gibt es keine Herstellerquelle. Die aktuellen offiziellen CenoBots-Seiten nennen für den L4 nirgends einen Prozentwert zur Wasserersparnis; die Angabe stammt aus Marketingmaterial des EU-Importeurs von 2024 und taucht in keinem Datenblatt auf. Dokumentiert ist herstellerseitig ein Feature namens Smart Flow, bei dem sich die Wassermenge der Reinigungsgeschwindigkeit anpasst. Das ist ein plausibler Mechanismus für geringeren Wasserverbrauch, aber keine gemessene Ersparnis – und wir stellen es auch nicht als eine dar.

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