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Maschinenporträt · · 9 Min. Lesezeit

Pudu BG1 und BG1 Pro: Was der große Scheuersaugroboter wirklich kann

Der Pudu BG1 ist die Maschine, mit der Pudu die Kompaktklasse verlässt und in die Großflächenreinigung geht: ein 344 Kilogramm schwerer Roboter, der in einem Durchgang trocken kehrt und nass schrubbt. Eines vorweg, weil alles Folgende darauf aufbaut: Der BG1 ist über unser Programm verfügbar und dort neu. Was Sie hier lesen, ist eine dokumentenbasierte Einordnung – jede Zahl stammt aus den offiziellen Pudu-Spezifikationstabellen für beide Varianten und aus der Launch-Pressemitteilung, gelesen von einem Betreiber, der Scheuersaugroboter eine und zwei Klassen darunter täglich im Einsatz hat. Sie bekommen damit das, was Hersteller- und Händlerseiten weglassen: welche Zahl ein Planungswert ist und welche nur ein Modus, was BG1 und BG1 Pro in den offiziellen Tabellen wirklich trennt, und die Liste der Werte, die Pudu schlicht nicht veröffentlicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der BG1 ist über uns verfügbar und neu im Programm. Diese Einordnung stammt aus Pudus offiziellen englischen und deutschen Spezifikationstabellen und der Launch-Pressemitteilung vom 25. März 2026.
  • Kehren und Schrubben in einem Durchgang: vorn ein Trocken-Kehrmodul mit 5-Liter-Behälter, hinten ein Schrubbmodul mit Rakel, 550 mm Arbeitsbreite (708 mm mit Seitenbürsten), 75 L Frisch- und 60 L Schmutzwasser, bis zu 7,5 h Laufzeit, ca. 344 kg.
  • Planen Sie mit 2.000 m²/h. Die 6.000 m²/h, mit denen Händlerseiten überschreiben, sind Pudus Spot-Modus – keine Flächenleistung.
  • BG1 und BG1 Pro unterscheiden sich in genau zwei veröffentlichten Werten: 3D-LiDAR statt LiDAR und 1,2 statt 1,0 m/s. Lautstärke, Saugleistung, Steigfähigkeit, CE-Unterlagen und die Workstation sind unveröffentlicht – lassen Sie sich alles davon schriftlich geben.

CC1 vs. CC1 Pro — geprüfte Daten

BG1BG1 Pro
Plattform – offiziell identisch
Flächenmodusmax. 2.000 m²/hmax. 2.000 m²/h
Spot-Modusmax. 6.000 m²/hmax. 6.000 m²/h
Reinigungsbreite550 mm / 708 mm mit Seitenbürsten550 mm / 708 mm mit Seitenbürsten
Frisch- / Schmutzwassertank75 l / 60 l75 l / 60 l
Chemietanks · Schmutzbehälter2 Tanks, zusammen ca. 7 l · 5 l2 Tanks, zusammen ca. 7 l · 5 l
Akku · Laufzeit Kehren + Schrubben90 Ah (48-V-Plattform) · max. 7,5 h90 Ah (48-V-Plattform) · max. 7,5 h
Ladezeitca. 3 h (AC ≥ 180 V) / 4,5 h (AC ≤ 180 V)ca. 3 h (AC ≥ 180 V) / 4,5 h (AC ≤ 180 V)
Maße (mit Rakel)1.195 × 760 × 1.303 mm1.195 × 760 × 1.303 mm
Gewichtca. 344 kgca. 344 kg
Mindest-Durchfahrtsbreite85 cm85 cm
Kommunikation4G, WLAN, Bluetooth; E-Gate / Aufzug optional4G, WLAN, Bluetooth; E-Gate / Aufzug optional
Die einzigen offiziellen Unterschiede
NavigationLiDAR + 3D-VSLAM3D-LiDAR + 3D-VSLAM
Fahrgeschwindigkeit0,2–1,0 m/s0,2–1,2 m/s
Von Pudu nicht veröffentlicht
Lautstärke in dB(A)nicht veröffentlichtnicht veröffentlicht
Saugleistung in Panicht veröffentlichtnicht veröffentlicht
Steigfähigkeitnicht veröffentlichtnicht veröffentlicht
Bürstenanpressdruck als Zahlnicht veröffentlichtnicht veröffentlicht
CE- / Konformitätsunterlagennicht öffentlich auffindbarnicht öffentlich auffindbar
Workstation: Maße, Wasseranschlussnicht veröffentlichtnicht veröffentlicht

Die höhere Endgeschwindigkeit des Pro ändert die offiziellen Flächenwerte nicht – Pudu gibt für beide Varianten 2.000 m²/h im Flächenmodus und 6.000 m²/h im Spot-Modus an. Die Maße ohne Rakel liegen bei beiden bei 1.120 × 660 × 1.303 mm. Eine Zeile ist weniger eindeutig, als sie aussieht: die Chemietanks. Die Produktseite liest sich als rund 7 Liter über beide Tanks zusammen, die Launch-Pressemitteilung spricht dagegen von „dual 7L independent agent tanks", was sich ebenso gut als 7 Liter je Tank lesen lässt. Welche Lesart gemeint ist, konnten wir nicht klären – fragen Sie nach, wenn der Chemievorrat für Ihr Serviceintervall zählt.

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Was die BG1-Serie ist – und warum sie kein größerer CC1 ist

Pudu hat die BG1-Serie am 25. März 2026 angekündigt und nennt sie in eigenen Worten den „AI-Native Large Scrubber-Dryer Robot". Die Serie hat genau zwei Mitglieder, PUDU BG1 und PUDU BG1 Pro; eine dritte Variante existiert nicht. Laut dieser Pressemitteilung vom März 2026 sollte die Serie im April weltweit debütieren, auf der MODEX in Atlanta und der Interclean Amsterdam. Für den Bildvergleich nützlich zu wissen: Pudu weist auf der eigenen Produktseite in einer Fußnote darauf hin, dass die Maschine auf allen Website-Bildern der BG1 Pro ist.

Was hier eine eigene Kategorie begründet und nicht bloß eine größere Ausführung, ist die Bauart. Vorn sitzt ein trockenes Kehrmodul, das Staub und Papier in einen 5-Liter-Behälter aufnimmt; dahinter arbeitet ein Schrubbmodul nass, und eine Rakel nimmt das Schmutzwasser wieder auf. Trocken und nass passieren also in einem Durchgang, nicht in zwei Läufen. Darüber liegt die Wahrnehmungsschicht, die Pudu als den KI-nativen Teil vermarktet: Die Maschine soll nasse Verschüttungen erkennen und die Kehrmodule einziehen, um sie nicht zu verteilen, und bei hartnäckigen Flecken den Bürstendruck automatisch erhöhen. Eine ausfahrbare Schrubbbürste schiebt sich seitlich heraus, um bündig an Wänden und Regalen zu reinigen. All das ist offiziell als Funktion dokumentiert – zu keinem dieser Punkte gibt es eine gemessene Zahl, und Pudus Einordnung als Branchenpremiere ist eine Marketingaussage, die wir nicht als Tatsache wiederholen.

Die physische Klasse ergibt sich aus den Maßen: rund 344 kg, 1.303 mm hoch, 1.195 mm lang mit Rakel, Mindest-Durchfahrtsbreite 85 cm. Das ist eine Maschine für breite Gänge und tragfähige Böden, nicht für Büroflure. Unser kompakter CC1 ist ein 4-in-1-Gerät, das auf sehr viel kleineren Flächen zwischen Modi wechselt; der BG1 ist eine Großflächenmaschine, die zwei Arbeitsgänge zusammenlegt. Wenn Sie stattdessen die Aufteilung innerhalb der Kompaktklasse interessiert, klärt unser Vergleich von CC1 und CC1 Pro genau das.

Die Verfügbarkeit im deutschsprachigen Markt ist real, aber zeitlich gestaffelt. Die Hardware wird seit dem Frühjahr 2026 in Europa ausgeliefert – der erste in der Fachpresse berichtete europäische Einsatz war im April 2026 ein niederländischer Reinigungsdienstleister, ein einzelner, offensichtlich PR-basierter Bericht, den wir als unbestätigt behandeln. In Deutschland vermarkten Händler wie GIOBOTICS in Kiel den BG1 mit Demo und Katalog auf Anfrage, in Österreich stellt SCHMACHTL den BG1 Pro vor. Ein britischer Händler führt ihn dagegen weiterhin mit „Expected release: September 2026". Heißt: Fragen Sie, was tatsächlich lieferbar ist – und in welcher Variante.

BG1
BG1 Pro
BG1BG1 Pro
Piktogramme: 1:1 aus unserem Produkt-Referenzmaterial vektorisiert – keine illustrativen Icons.
02

Die geprüften Eckdaten – und die Zahl, mit der Sie nicht planen dürfen

Zuerst das Belastbare. Die offiziellen Spezifikationstabellen von Pudu nennen eine Reinigungsbreite von 550 mm, mit ausgefahrenen Seitenbürsten 708 mm. Die Tanks fassen 75 Liter Frisch- und 60 Liter Schmutzwasser, dazu kommen zwei getrennte Reinigungsmitteltanks und ein 5-Liter-Schmutzbehälter für das Kehrmodul. Der Akku ist ein 90-Ah-Paket auf einer 48-V-Plattform, was Pudu selbst als Äquivalent zu 180 Ah bei 24 V angibt; die Laufzeit für kombiniertes Kehren und Schrubben liegt bei maximal 7,5 Stunden, die Ladezeit bei rund 3 Stunden oberhalb von 180 V Netzspannung und rund 4,5 Stunden darunter. Die Maße betragen 1.195 × 760 × 1.303 mm mit Rakel und 1.120 × 660 × 1.303 mm ohne, das Gewicht rund 344 kg, die Mindest-Durchfahrtsbreite 85 cm. Die englische und die deutsche offizielle Seite führen identische Zahlen – das lässt sich nicht über jeden Hersteller sagen.

Und nun die Zahl, die missbraucht wird. Pudu nennt zwei getrennte Flächenwerte: maximal 2.000 m²/h im Flächenmodus und maximal 6.000 m²/h im Spot-Modus. Flächenmodus heißt, die Maschine arbeitet die gesamte Fläche ab; Spot-Modus heißt, sie fährt erkannte Verschmutzungen an und reinigt dort. Nur der erste Wert ist ein Planungswert. Deutsche Händlerseiten überschreiben die Maschine trotzdem mit „Bis zu 6000 m2 pro Stunde reinigen", und jk.de nennt dazu sogar einen Modus – den falschen: „bis zu 6000 m²/h bei nur einem Arbeitsgang (Kehren & Schrubben)". Kehren und Schrubben ist genau die Flächenarbeit, für die die 2.000 m²/h gelten; damit ist die Überschrift das Dreifache dessen, was die Flächenreinigung leistet. Wer eine Nachtschicht auf 6.000 m²/h auslegt, liegt um den Faktor drei daneben.

Ein Detail sollten Sie vor der Unterschrift klären: die Chemietanks. Die offizielle Spezifikationstabelle führt „Dual Agent Tanks, total approx. 7 L" – zwei Tanks, die zusammen rund sieben Liter fassen. Die Launch-Pressemitteilung spricht dagegen von „dual 7L independent agent tanks", was sich als sieben Liter je Tank liest. Das sind zwei verschiedene Volumina, fragen Sie also nach, welches für die Maschine in Ihrem Angebot gilt. Unstrittig ist die Funktion: Der Roboter dosiert zwei verschiedene Mittel automatisch und passt das Verhältnis laut Pudu millilitergenau an die Schmutzart an.

Und eine Folge, die kein Datenblatt ausschreibt. Eine Maschine, die 75 Liter Frischwasser ausbringt, muss ungefähr dasselbe Volumen wieder aufnehmen: 60 Liter Schmutzwasser pro Tankfüllung müssen irgendwo hin. Ohne die optionale Workstation ist das Handarbeit – befüllen, entleeren, Schmutzbehälter leeren, die aufsteckbaren Verschleißteile wechseln, was laut Pudu unter einer Minute je Teil dauert. Planen Sie die Wasserlogistik vor dem Roboter, nicht danach.

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BG1 oder BG1 Pro: genau zwei dokumentierte Unterschiede

Pudu veröffentlicht zwei vollständige Spezifikationstabellen, eine je Variante, und sie unterscheiden sich in genau zwei Zeilen. Navigation: Der BG1 nutzt LiDAR plus 3D-VSLAM-Fusionsortung, der BG1 Pro 3D-LiDAR plus 3D-VSLAM. Fahrgeschwindigkeit: 0,2–1,0 m/s beim BG1, 0,2–1,2 m/s beim Pro, also 20 Prozent mehr Spitze. Alles andere – Flächenwerte, Reinigungsbreiten, alle vier Tankvolumina, Akku, Laufzeit, Ladezeiten, Maße, Gewicht, Durchfahrtsbreite, Kommunikation – ist für beide Maschinen identisch angegeben.

Was das im Verkaufsgespräch bedeutet, ist enger, als dort meist behauptet wird. Der Pro kauft bessere dreidimensionale Wahrnehmung und eine höhere Endgeschwindigkeit, und das ist ein Argument auf komplexen, dynamischen Flächen mit Mischverkehr, wechselnden Layouts und niedrigen Aufbauten. Auf strukturierten, gleichbleibenden Lager- und Handelsflächen sieht der Standard-BG1 dieselbe offizielle Flächenleistung. Beachten Sie vor allem: Die Mehrgeschwindigkeit ändert den m²/h-Wert nicht – Pudu gibt für beide Varianten 2.000 im Flächenmodus an. Wer Ihnen den Pro als die schneller reinigende Maschine verkauft, beschreibt eine Angabe, die Pudu nicht veröffentlicht.

Eine Frage je Variante ist tatsächlich offen, und wir lösen sie nicht stillschweigend auf. Der Ride-on-Modus – die einklappbare Plattform für manuelle Steuerung beim Kartieren und auf langen Verbindungswegen – steht sowohl in der offiziellen Funktionsliste als auch in der Pressemitteilung als Serienfunktion, also für beide Maschinen. Mindestens eine Händlerseite formuliert ihn dagegen als etwas, das der BG1 Pro „also fully supports", was sich als Pro-exklusiv liest. Bestritten wird der Ride-on-Modus für den Basis-BG1 in keiner Quelle – es ist die Formulierung, die Zweifel offenlässt, kein dokumentierter Widerspruch. Trotzdem: Wenn der Ride-on-Modus für Ihren Einsatzplan zählt, lassen Sie sich seine Verfügbarkeit für genau die bestellte Variante schriftlich bestätigen, statt einer der beiden Seiten zu glauben.

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Einordnung gegen die Scheuersaug-Leiter, die wir täglich fahren

Die Scheuersaug-Leiter, die wir selbst fahren, hat drei Stufen, und der BG1 sitzt über allen. Der CC1 ist der kompakte Einstieg: offiziell 700–1.000 m²/h in der Flächenreinigung, 500 mm Reinigungsbreite, 15 + 15 Liter Tanks, 5 Stunden Laufzeit beim Schrubben und bis zu 9 Stunden beim leisen Wischen, unter 70 dB(A) und eine veröffentlichte Maximalsaugkraft von 17.000 Pa. Der L4 ist die mittlere Maschine für enge Gänge: bis 1.944 m²/h bei 450 mm Arbeitsbreite, 38 Liter Frischwasser, bis 4,5 Stunden, LiDAR SLAM – seinen Schmutzwassertank beziffern wir nicht, weil das offizielle EU-Datenblatt 32 Liter nennt und drei Distributoren 36. Darüber stehen der L3, angegeben mit theoretischen 2.016 m²/h und wahlweise mit Docking-Station, und der L50 als Industriemaschine: 2.200 m²/h, 55-Liter-Tanksystem, bis zu 6 Stunden Laufzeit, 510-mm-Scheibenbürste und 740 mm Abziehbreite. Ob eine Scheuersaugmaschine überhaupt die richtige Klasse für Ihren Boden ist, ordnet unser Ratgeber Scheuersaugroboter ein.

Im direkten Vergleich gewinnt der BG1 das Flächenrennen nicht. Seine 2.000 m²/h im Flächenmodus liegen unter den 2.200 des L50 und etwa gleichauf mit dem L3. Was er stattdessen mitbringt, ist Tankvolumen und Ausdauer – 75 Liter Frischwasser und bis zu 7,5 Stunden gegen 55 Liter und 6 Stunden beim L50 – und vor allem das integrierte Kehrmodul. Unsere L-Serie schrubbt nass. Groben Trockenschmutz nimmt entweder vorher eine Kehrmaschine auf, oder er landet im Schmutzwassertank. Wer das kombinierte Ergebnis des BG1 mit den Maschinen erreichen will, die wir täglich fahren, koppelt einen Trockenkehrer wie den MT1 Max mit 2.200 m²/h und 35 Litern Schmutzbehälter mit einem Scheuersauger wie dem L50: zwei Maschinen, zwei Durchgänge, zwei Ladeschemata.

Das ist der ehrliche Tauschhandel. Ein Durchgang statt zwei ist ein echter betrieblicher Vorteil in Hallen, in denen derselbe Boden Staub und Laufschmutz zugleich trägt. Der Preis dafür sind Größe und Infrastruktur: Mit rund 344 kg wiegt der BG1 etwa das Viereinhalbfache der 75 kg eines CC1, er braucht überall 85 cm Durchfahrtsbreite, er ist 1.303 mm hoch, und jede Aussage über Rund-um-die-Uhr-Autonomie hängt an einer optionalen Workstation, zu der Pudu weder Maße noch Wasseranschluss noch Stellfläche veröffentlicht. Bevor dieser Vergleich zur Entscheidung wird, kommt allerdings die Kategoriefrage – welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt, führt sie durch.

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Für welche Flächen er passt – und was Sie in der Demo klären

Pudu nennt eine eigene Zielliste: Handelskomplexe, Lagerhallen, Industriebetriebe und Verkehrsknotenpunkte, dazu Gebäude mit hohen Decken und öffentliche Bereiche, in denen Roboter neben Menschen arbeiten. Gegen die harten Zahlen gelesen, hält diese Liste. Großflächige Supermärkte und Baumärkte mit breiten Hauptgängen, Lagerhallen und Produktionshallen mit tragfähigem Beton sowie Flughäfen und vergleichbare Verkehrsbauten sind die Umgebungen, in denen 85 cm Mindest-Durchfahrtsbreite und 344 kg unauffällig sind statt ein Problem. Nicht dazu passen enge Flächen, gewichtsbegrenzte Aufzüge und alles, wo der Nutzen aus dem Umfahren von Mobiliar entsteht statt aus offener Fläche.

Die entscheidende Frage für deutsche Käufer ist nicht die Leistung, sondern die Lautstärke – und dazu müssen wir klar sagen: Es gibt keine Antwort. Pudu veröffentlicht weder für den BG1 noch für den BG1 Pro einen dB-Wert, und kein von uns geprüfter Händler tut es auch. Vorsicht vor einer konkreten Falle: Auf Pudus eigener Website steht in den globalen Seitendaten ein Wert von 76 dB(A) – der gehört aber zum handgeführten Scheuersauger SH1, nicht zu dieser Maschine. Wer Ihnen 76 dB(A) für einen BG1 nennt, zitiert den falschen Roboter. Solange kein schriftlicher Wert und keine Messung vor Ort vorliegt, lässt sich für diese Maschine keine Nachtschichtzusage in lärmempfindlicher Nachbarschaft verantworten.

Nehmen Sie also eine Liste mit in die Demo. Lassen Sie am tatsächlichen Betriebspunkt messen und den dB-Wert schriftlich geben. Fordern Sie die EU-Konformitätserklärung an – zu dieser Serie war in unserer Recherche nirgends eine CE-Dokumentation öffentlich auffindbar, und in Vergabeverfahren ist das ein K.-o.-Kriterium, keine Formalie. Lassen Sie sich die Workstation spezifizieren: Maße, Stellfläche, Wasseranschluss, Ablauf, Strom – und was „24/7-Bereitschaft" an Infrastruktur kostet, denn jede Autonomieaussage hängt daran. Fragen Sie nach der Steigfähigkeit und prüfen Sie Ihre Rampen, und lassen Sie die 344 kg gegen Ihre Bodenlasten und Aufzugstraglasten rechnen. Fahren Sie die Maschine durch Ihren engsten echten Gang, nicht durch den durchschnittlichen. Klären Sie, welche Variante das Angebot umfasst und ob der Ride-on-Modus enthalten ist. Und klären Sie, wohin bei Ihnen 60 Liter Schmutzwasser pro Tankfüllung gehen.

Der BG1 ist über uns verfügbar. Diese Punkte klärt kein veröffentlichtes Dokument, und wir tun auch nicht so. Was wir können: die Liste gemeinsam mit Ihnen an den Hersteller richten und dieselben Fragen auf Ihrer Fläche stellen lassen, mit unserem Service dahinter. Genau dafür gibt es unsere Demotermine.

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Häufige Fragen

Pudu gibt maximal 2.000 m²/h im Flächenmodus und maximal 6.000 m²/h im Spot-Modus an, und zwar identisch für BG1 und BG1 Pro. Nur die 2.000 m²/h sind ein Planungswert für die Flächenreinigung; die 6.000 m²/h gelten für das gezielte Reinigen erkannter Verschmutzungen. Händlerseiten, die 6.000 m²/h in die Überschrift setzen, überzeichnen die Flächenleistung um das Dreifache – jk.de hängt den Wert sogar an einen benannten Modus, „Kehren & Schrubben", und das ist genau die Flächenarbeit, für die die 2.000 m²/h gelten.

Zwei veröffentlichte Angaben, mehr nicht. Der BG1 navigiert mit LiDAR plus 3D-VSLAM, der Pro mit 3D-LiDAR plus 3D-VSLAM. Der BG1 fährt 0,2 bis 1,0 m/s, der Pro 0,2 bis 1,2 m/s. Reinigungsleistung, Reinigungsbreiten, sämtliche Tankvolumina, Akku, Laufzeit, Ladezeiten, Maße, Gewicht, Durchfahrtsbreite und Kommunikation gibt Pudu für beide Maschinen identisch an. Die höhere Endgeschwindigkeit hebt die offiziellen Flächenwerte nicht an.

Unbekannt. Pudu veröffentlicht für keine der beiden Varianten einen Lautstärkewert, und keine von uns geprüfte Händlerseite tut es. Achten Sie auf eine Falle: In den Seitendaten von Pudus eigener Website taucht ein Wert von 76 dB(A) auf – er gehört aber zum handgeführten Scheuersauger SH1, nicht zum BG1. Wenn Lautstärke für Ihren Standort zählt, verlangen Sie einen schriftlichen Wert vom Hersteller oder Händler oder messen Sie in der Demo, bevor jemand Nachtbetrieb zusagt.

Nur mit der optionalen Workstation. Pudu beschreibt vollautomatische Zyklen aus Wasserwechsel, Laden und Selbstreinigung und gibt an, dass unbeaufsichtigter Betrieb unterstützt wird, aber diese Workstation voraussetzt. Maße, Stellfläche und Anforderungen an den Wasseranschluss veröffentlicht Pudu dafür nicht. Ohne Workstation muss jemand 75 Liter Frischwasser einfüllen, 60 Liter Schmutzwasser entleeren, den 5-Liter-Schmutzbehälter leeren und die aufsteckbaren Verschleißteile wechseln.

Ja, das ist der Zweck der Maschine. Vorn sammelt ein Kehrmodul trockenen Schmutz wie Staub und Papier in einen 5-Liter-Behälter, während hinten ein Modul nass schrubbt und eine Rakel das Schmutzwasser wieder aufnimmt – alles in einem Durchgang. Laut Pudu erkennt der Roboter nasse Verschüttungen und zieht die Kehrmodule ein, um sie nicht zu verteilen. Wie jede Scheuersaugmaschine hinterlässt er einen dünnen, schnell abtrocknenden Film; zur Restfeuchte veröffentlicht Pudu keine Angabe.

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