Was die Nacht tatsächlich liefert, ist Stabilität – und Stabilität ist das, was eine autonome Maschine in Flächenleistung umsetzt. Diese Roboter fahren eine gelernte Karte und korrigieren sie live gegen ihre Sensorik. Jedes Hindernis, das gestern noch nicht da war, kostet einen Umweg, eine Neuplanung und am Ende eine ungereinigte Stelle: eine Palette im Gang, ein Rollcontainer vor dem Regal, ein herausgezogener Stuhl. Nachts ist die Fläche leer, die Türen sind zu, und die Karte vom letzten Lauf passt noch. Das ist mehr wert als jede Flächenleistung im Datenblatt – wie sich die Klassen und die Grundmechanik unterscheiden, ordnet unsere Einführung zu Reinigungsrobotern ein. Der zweite Grund ist ebenso banal: Über den Boden läuft niemand, solange er noch trocknet.
Dann kommt die Frage, die in Angeboten zu schnell beantwortet wird. Für die autonomen Scheuersaugroboter unserer Flotte gibt es dokumentierte Werte, und wo einer veröffentlicht ist, liegt er um oder unter 70 dB(A): Pudu nennt für den CC1 unter 70 dB(A), das offizielle EU-Datenblatt des CenoBots L4 gibt einen Schalldruckpegel von 65 dB an, und das Benutzerhandbuch des CenoBots L50 nennt 67 dB(A). Zwei Einschränkungen gehören daneben. Für den CenoBots L3 widersprechen sich die verfügbaren Quellen über eine Spanne von rund 60 bis 66 dB(A) – für ihn veröffentlichen wir deshalb keinen Wert. Und beim CC1 Pro widerspricht sich Pudu selbst: Das offizielle Produktdeck vom Mai 2025 sagt unter 70 dB, die aktuelle offizielle deutsche Produktseite unter 75 dB. Behandeln Sie den Pro nie als die leisere Maschine – warum, steht in unserem Vergleich CC1 gegen CC1 Pro. Der SH1 fällt aus dieser Diskussion ganz heraus: Er ist eine handgeführte Nachlaufmaschine, die immer einen Bediener hat, und damit von vornherein keine Nachtmaschine.
Für Kehrroboter lautet die ehrliche Antwort: Es gibt keine. Keiner der vier Hersteller hinter den sechs Maschinen in unserem Kehrroboter-Vergleich veröffentlicht einen dB(A)-Wert für seine Kehrmaschine. Auf Händlerseiten kursieren Zahlen, aber ein Shop-Eintrag ist kein gemessener Datenblattwert. In der Praxis wiegt das weniger schwer, als es klingt, denn diese Klasse lebt in Hallen, Logistik und Produktion, wo das relevante Fenster ohnehin die Nacht oder die Lücke zwischen zwei Schichten ist. Es wiegt sehr schwer in dem Moment, in dem jemand einen Kehrroboter in eine Ruhezone stellen will.
Saugroboter sind die Klasse, in der sich die Antwort je Maschine und je Modus entscheidet und in der „laut“ ein zu grobes Wort ist. Der Nexaro NR 1700 ist mit 49 dB(A) im Eco-Modus und 57 dB(A) in Balanced und Performance dokumentiert; das Datenblatt des SoftBank Whiz nennt 62 dB im Normalmodus; für den Pudu MT1 Vac veröffentlicht Pudu überhaupt keinen Wert. Daraus folgt eine Platzierungsregel, keine Dezibelregel: Büros nachts sind unproblematisch, weil dort niemand schläft – Hotel-Gästeetagen sind es nicht, weil eine Maschine, die um drei Uhr an Zimmertüren vorbeifährt, unabhängig vom Datenblattwert ein Beschwerdemechanismus ist. Welcher Saugroboter wohin gehört, klärt unser Saugroboter-Vergleich.