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Ratgeber · · 11 Min. Lesezeit

Reinigungsroboter nachts: Was unbeaufsichtigter Betrieb wirklich verlangt

Für die meisten Gebäude ist die Nacht das naheliegende Reinigungsfenster: leere Flächen, keine wandernden Hindernisse, geschlossene Türen und eine Karte, die sich zwischen zwei Läufen nicht verändert. Deshalb steht in fast jedem Angebot für einen Reinigungsroboter das Wort „Nachtbetrieb“ – und deshalb wird selten geklärt, was daran tatsächlich hängt. Unbeaufsichtigter Betrieb ist keine Eigenschaft, die eine Maschine automatisch mitbringt, weil sie autonom fährt. Er verlangt eine Ladelogik, die weiter trägt als eine Akkuladung, einen Weg, auf dem eine Störung um drei Uhr nachts einen Menschen erreicht, eine Abstimmung mit der Alarmanlage und eine ehrliche Antwort auf die Lautstärkefrage. Dieser Artikel geht die vier Punkte durch, ordnet sie nach Maschinenklasse und endet mit einer Checkliste, mit der Sie ein Gebäude prüfen können, bevor Sie eine Maschine bestellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Nacht gewinnt durch Stabilität, nicht durch Ruhe: leere Fläche, konstante Karte und keine Hindernisse, die sich zwischen zwei Läufen bewegen.
  • Lautstärke ist eine Frage der Maschinenklasse. Wo für einen autonomen Scheuersaugroboter unserer Flotte ein Wert veröffentlicht ist, liegt er um oder unter 70 dB(A); für Kehrroboter veröffentlicht kein Hersteller einen dB(A)-Wert; bei Saugrobotern gehen die veröffentlichten Werte je Maschine weit auseinander.
  • Autonom ist nicht dasselbe wie unbeaufsichtigt. Entscheidend sind Rückkehr zur Ladestation, Fortsetzen an der Unterbrechungsstelle und ein Meldeweg für Störungen – der SoftBank Whiz etwa wird von Hand gestartet.
  • Das Gebäude entscheidet mit: Alarmanlage und Bewegungsmelder, Türen und Aufzüge – und die Frage, ob in Hörweite jemand schläft.
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Warum die Nacht das natürliche Fenster ist – und worum es dabei nicht geht

Was die Nacht tatsächlich liefert, ist Stabilität – und Stabilität ist das, was eine autonome Maschine in Flächenleistung umsetzt. Diese Roboter fahren eine gelernte Karte und korrigieren sie live gegen ihre Sensorik. Jedes Hindernis, das gestern noch nicht da war, kostet einen Umweg, eine Neuplanung und am Ende eine ungereinigte Stelle: eine Palette im Gang, ein Rollcontainer vor dem Regal, ein herausgezogener Stuhl. Nachts ist die Fläche leer, die Türen sind zu, und die Karte vom letzten Lauf passt noch. Das ist mehr wert als jede Flächenleistung im Datenblatt – wie sich die Klassen und die Grundmechanik unterscheiden, ordnet unsere Einführung zu Reinigungsrobotern ein. Der zweite Grund ist ebenso banal: Über den Boden läuft niemand, solange er noch trocknet.

Dann kommt die Frage, die in Angeboten zu schnell beantwortet wird. Für die autonomen Scheuersaugroboter unserer Flotte gibt es dokumentierte Werte, und wo einer veröffentlicht ist, liegt er um oder unter 70 dB(A): Pudu nennt für den CC1 unter 70 dB(A), das offizielle EU-Datenblatt des CenoBots L4 gibt einen Schalldruckpegel von 65 dB an, und das Benutzerhandbuch des CenoBots L50 nennt 67 dB(A). Zwei Einschränkungen gehören daneben. Für den CenoBots L3 widersprechen sich die verfügbaren Quellen über eine Spanne von rund 60 bis 66 dB(A) – für ihn veröffentlichen wir deshalb keinen Wert. Und beim CC1 Pro widerspricht sich Pudu selbst: Das offizielle Produktdeck vom Mai 2025 sagt unter 70 dB, die aktuelle offizielle deutsche Produktseite unter 75 dB. Behandeln Sie den Pro nie als die leisere Maschine – warum, steht in unserem Vergleich CC1 gegen CC1 Pro. Der SH1 fällt aus dieser Diskussion ganz heraus: Er ist eine handgeführte Nachlaufmaschine, die immer einen Bediener hat, und damit von vornherein keine Nachtmaschine.

Für Kehrroboter lautet die ehrliche Antwort: Es gibt keine. Keiner der vier Hersteller hinter den sechs Maschinen in unserem Kehrroboter-Vergleich veröffentlicht einen dB(A)-Wert für seine Kehrmaschine. Auf Händlerseiten kursieren Zahlen, aber ein Shop-Eintrag ist kein gemessener Datenblattwert. In der Praxis wiegt das weniger schwer, als es klingt, denn diese Klasse lebt in Hallen, Logistik und Produktion, wo das relevante Fenster ohnehin die Nacht oder die Lücke zwischen zwei Schichten ist. Es wiegt sehr schwer in dem Moment, in dem jemand einen Kehrroboter in eine Ruhezone stellen will.

Saugroboter sind die Klasse, in der sich die Antwort je Maschine und je Modus entscheidet und in der „laut“ ein zu grobes Wort ist. Der Nexaro NR 1700 ist mit 49 dB(A) im Eco-Modus und 57 dB(A) in Balanced und Performance dokumentiert; das Datenblatt des SoftBank Whiz nennt 62 dB im Normalmodus; für den Pudu MT1 Vac veröffentlicht Pudu überhaupt keinen Wert. Daraus folgt eine Platzierungsregel, keine Dezibelregel: Büros nachts sind unproblematisch, weil dort niemand schläft – Hotel-Gästeetagen sind es nicht, weil eine Maschine, die um drei Uhr an Zimmertüren vorbeifährt, unabhängig vom Datenblattwert ein Beschwerdemechanismus ist. Welcher Saugroboter wohin gehört, klärt unser Saugroboter-Vergleich.

CC1
NR 1700
CC1Scheuersaugroboter, unter 70 dB(A)NR 1700Saugroboter, 49 dB(A) im Eco-Modus
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Strom, Ausdauer – und wer den Roboter startet

Fangen Sie mit der Rechnung an, denn sie wird regelmäßig übersprungen. Pudu gibt für den CC1 Laufzeiten je Modus an: fünf Stunden Schrubben, bis zu neun Stunden leises Wischen, vier Stunden Teppichsaugen und unter drei Stunden Ladezeit. Ein Objekt, das um 22 Uhr schließt und um 6 Uhr öffnet, hat ein Fenster von acht Stunden. Fünf Stunden Schrubben decken acht Stunden nicht mit einer Ladung ab – und müssen es auch nicht. Was sie abdeckt, ist die Schleife, die Pudu offiziell dokumentiert: Der Roboter kehrt bei niedrigem Akkustand selbstständig zur Ladestation zurück, merkt sich den Standort der Unterbrechung und setzt die Aufgabe nach dem Laden fort. Ohne Dockingstation schließt sich diese Schleife nicht, und Pudu führt die Station als optionales Zubehör. In unseren Einsätzen gehört sie dazu, wo der Anwendungsfall sie braucht – genau um solche Fragen ist das Full-Service-Modell herum gebaut.

Für den Nexaro NR 1700 ist dieselbe Schleife dokumentiert – das Datenblatt nennt die automatische Wiederaufladung ausdrücklich – bei Laufzeiten von 250 Minuten im Eco-Modus, 110 Minuten in Balanced und 105 Minuten in Performance. Ein Detail wiegt nachts schwerer als tagsüber: Die Maschine hängt über ihre eigene 2G-/LTE-M-Mobilfunkverbindung mit Global Roaming am Netz, nicht am Gebäudenetz. Niemand muss um zwei Uhr nachts ein Unternehmens-WLAN freigeben. Der zugehörige Vorbehalt steht im Handbuch, das Mobilfunkempfang am Standort der Ladestation verlangt – das ist eine Frage für die Begehung, nicht für den Vertrag. Ein Warnlicht bringt das Gerät ebenfalls mit, was in einem dunklen Gebäude ein praktisches Detail ist.

Lehrreicher ist der Gegenfall. Der SoftBank Whiz läuft drei Stunden mit einer Ladung und hat einen wechselbaren Akku – und sein Datenblatt enthält überhaupt keine Dockingstation. SoftBanks Datenblatt dokumentiert SMS-Unterstützung mit zeitnahen Textnachrichten zu „assist notifications“ einzelner Roboter; dass damit auch Start und Ende einer Route gemeldet werden, steht im Glossar des Whiz-Connect-Portals und nicht im Datenblatt. Eine Fernstartfunktion taucht in keinem offiziellen Material auf: Der Lauf wird an der Maschine gestartet. Ein Roboter, den ein Mensch starten und dessen Akku ein Mensch wechseln muss, ist während des Laufs autonom, aber er ist nicht über eine Nacht hinweg unbeaufsichtigt. Diese Unterscheidung lohnt in jedem Angebot eine Nachfrage, weil beide Eigenschaften unter demselben Wort verkauft werden.

Zwei Maschinen dokumentieren den Nachtfall besonders deutlich – der Kemaro K900 Gen II und das Adlatus SR1300, das über uns verfügbar, im Programm aber neu ist. Wir sagen dazu klar, dass dies eine Lesart ihrer Dokumentation ist. Kemaro nennt für den K900 Gen II den „automatisierten Rund-um-die-Uhr-Betrieb mit konfigurierbaren Zeiteinstellungen“, bis zu vier Stunden Laufzeit gegen 90 Minuten Ladezeit und eine Eigenschaft, die tatsächlich eine Nachteigenschaft ist: Die Maschine braucht kein Licht. Adlatus schreibt, das SR1300 starte seine Reinigungsprogramme über eine Zeitsteuerung zu jedem Wochentag und jeder Uhrzeit vollautonom, und bewirbt den Betrieb außerhalb der Arbeitszeiten als Regelfall.

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Wenn nachts etwas schiefgeht – und was die Alarmanlage dazu sagt

Jede autonome Maschine trifft irgendwann auf etwas, das in ihrer Karte nicht steht. Eine abgestellte Palette im Gang, ein Kabel über der Route, eine Tür, die sonst offen ist. Nachts bemerkt das niemand, deshalb ist die nützliche Frage nicht, ob der Roboter hängenbleiben kann – er kann –, sondern was in den Minuten danach passiert. Vier Beispiele dafür, was die Hersteller dokumentieren: der NR 1700 meldet in den Nexaro HUB mit Dashboard und Reinigungsberichten, der Whiz per SMS-Benachrichtigung, der Kemaro K900 in eine Web-App, die der Hersteller als Echtzeitüberwachung mit Tracking und Reporting beschreibt, und das Adlatus SR1300 als automatisch erstelltes Reinigungsprotokoll, das nach dem Lauf per E-Mail übermittelt wird. Unsere Maschinen melden in unsere Überwachung, und im Full-Service-Modell ist die Reaktion darauf unsere Aufgabe, nicht Ihre – das ist der Teil unseres Service, der immer nur um drei Uhr nachts sichtbar wird. Was nichts davon ersetzt: Morgens muss jemand mit Schlüssel an die Maschine herankommen.

Die Alarmanlage ist der Konflikt, der zu spät entdeckt wird. Ein Roboter, der sich durch ein scharfgeschaltetes Gebäude bewegt, ist genau das, wofür ein Bewegungsmelder gebaut ist – und es gibt nur drei praktikable Antworten. Das Reinigungsfenster außerhalb der Scharfschaltung planen. Die gereinigte Zone von der Scharfschaltung ausnehmen. Oder ein System einsetzen, das tatsächlich mit der Alarmanlage spricht – und das dokumentiert in diesem Feld genau ein Hersteller: Adlatus schreibt, das SR1300 könne in IoT-Systeme eingebunden werden und mit Brandmelde- oder Alarmanlagen in eine Art Dialog gehen. Diese Aussage stammt aus dem Herstellerdatenblatt. Für alles andere heißt die Antwort Zeitplanung – und die gehört mit dem Verantwortlichen für die Alarmanlage vor der ersten Nacht geklärt, nicht nach dem ersten Fehlalarm.

Türen, Tore und Aufzüge setzen die letzte Grenze, und sie ist hart: Eine Maschine reinigt den Boden, den sie erreicht. Ohne Aufzugsanbindung bedeutet ein mehrgeschossiges Gebäude entweder eine Maschine je Etage oder einen Menschen, der trägt. Dokumentiert ist Folgendes: Pudu nennt für den CC1 eine intelligente Aufzugssteuerung und für den CC1 Pro Aufzugssteuerung plus elektronische Torsteuerung als IoT-Kompatibilität, und Adlatus gibt an, dass das SR1300 automatische Türen und Tore bedienen kann. Zwei Vorbehalte gehören dazu. Eine Anbindung ist ein Projekt und kein Häkchen – sie wird mit dem gebaut, der den Aufzug betreut. Und für jede Maschine, zu der der Hersteller nichts dokumentiert, gilt: Nehmen Sie an, dass sie nichts öffnet, und planen Sie die Route innerhalb eines zugänglichen, abschließbaren Bereichs.

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Vier Gebäudemuster – und eine Ausnahme

In Supermärkten ist die Nacht der sauberste Fall überhaupt. Nach Ladenschluss ist die Verkaufsfläche leer, die Gänge stehen dort, wo sie gestern standen, und das Fenster zwischen Schließung und erster Anlieferung ist auf die Minute definiert. Der begrenzende Faktor ist nicht die Lautstärke, sondern die Ware: Paletten, die über Nacht für die Frühschicht bereitgestellt werden, verändern die Karte, und alles, was im Gang steht, ist ein Umweg. Der eigentliche Gewinn ist der, den der Tag nicht liefern kann – ein Vollflächenlauf über die gesamte Verkaufsfläche ohne einen einzigen Kunden darauf.

In Büros gehören die Saugroboter in die Nacht. Das ist der Fall, den der Lautstärkeeinwand nicht übersteht: In einem Büro schläft niemand, deshalb sind die dokumentierten 49 dB(A) im Eco-Modus des NR 1700 nicht einmal das entscheidende Argument – entscheidend sind Zugang und Alarmanlage. Das typische Fenster beginnt am späten Abend und ist beendet, lange bevor die ersten Beschäftigten eintreffen; Teppich und Hartboden im selben Gebäude bedeuten in der Regel zwei Maschinentypen statt eines Kompromisses.

In Lagerhallen heißt der richtige Begriff nicht „Nacht“, sondern Schichtlücke. Trockenes Kehren passt exakt hinein, weil der Boden befahrbar ist, sobald die Maschine ihn verlassen hat – keine Trocknungszeit blockiert die nächste Schicht. Kemaro dokumentiert für den K900 Gen II, dass er kein Licht braucht, was eine dunkle Halle zu einer regulären Betriebsumgebung macht statt zu einem Kompromiss. Rechnen Sie aber nach, bevor Sie etwas zusagen: Gegen vier Stunden Laufzeit bei 90 Minuten Ladezeit fasst eine Achtstundenlücke einen vollen Lauf, eine Ladepause und einen angefangenen zweiten Lauf. Zwei vollständige Zyklen brauchen neuneinhalb Stunden, nicht acht – zwei volle Läufe heißen also entweder längeres Fenster oder zweite Maschine. Das sind die Angaben des Herstellers – wie sich die Klasse insgesamt sortiert, steht in unserem Kehrroboter-Vergleich.

Hotels sind die Ausnahme, und sie ist die wichtigste in diesem Artikel. Öffentliche Bereiche nachts passen gut zu Scheuersaugrobotern: Lobby, Restaurant und Flure im Erdgeschoss sind geschlossen, leer und frei von schlafenden Gästen. Gästeetagen sind es nicht, und der Grund ist kein Verbot im Datenblatt – der Grund ist, dass eine Maschine, die um drei Uhr an Zimmertüren vorbeifährt, unabhängig vom veröffentlichten Wert Beschwerden erzeugt, und dass für eine Maschine der Saugroboter-Klasse überhaupt kein Wert veröffentlicht ist. Gästeetagen sind Tagesarbeit, innerhalb des Housekeeping-Fensters – und genau dort zahlt sich eine Maschine aus, die sichtbar während der Öffnungszeiten läuft.

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Der Tag ist nicht der Gegner der Nacht

Nachtbetrieb und Tagbetrieb werden meist als Alternativen dargestellt, und das sind sie nicht. Die Nacht erledigt die Vollfläche: jeden Quadratmeter, in einem definierten Fenster, ohne Unterbrechung. Der Tag erledigt das, was eine Vollflächenreinigung nicht kann – die Verschüttung um elf Uhr vormittags, den Eingangsschmutz an einem verregneten Nachmittag und das sichtbare Signal, dass der Boden betreut wird, während Menschen darauf stehen. Ein Gebäude, das beides braucht, entscheidet sich nicht zwischen zwei Schichten, sondern für Maschinen, deren Tagfähigkeit dokumentiert ist.

Für die Klasse der Scheuersaugroboter dokumentiert Pudu genau diese Fähigkeit: Der CC1 Pro hat einen KI-Spot-Modus, der mit 1.500–3.000 m²/h patrouilliert, Schmutz visuell erkennt und exakt dort reinigt. Diese Zahl ist ein Modus, keine schnellere Maschine – in der Flächenreinigung ist der Pro identisch zum Basis-CC1 angegeben, was der eine Punkt ist, den die meisten Händlerseiten falsch darstellen und den unser Vergleich CC1 gegen CC1 Pro auseinandernimmt. Der Basis-CC1 hat keinen solchen Modus; sein Tagwerkzeug ist der leise Wischmodus mit seinen neun Stunden Laufzeit.

Die praktische Folge ist eine Reihenfolgeentscheidung, keine Maschinenentscheidung. Legen Sie den Vollflächenlauf in das Nachtfenster, wo die Stabilität am höchsten ist und Unterbrechungen nichts kosten, und halten Sie den Tag für die gezielte Reaktion frei – entweder über eine Maschine mit dokumentiertem Spot-Modus oder über das Reinigungspersonal, das Sie ohnehin haben. Welche Klasse in Ihrem Gebäude welche dieser beiden Aufgaben übernimmt, führt unser Ratgeber welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt von vorn durch.

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Checkliste: Ist Ihr Gebäude nachtfähig?

Zuerst das Fenster, und zwar ehrlich. Wann leert sich das Gebäude tatsächlich, und wann kommt der erste Mensch zurück? Die offizielle Schließzeit ist selten die Antwort – Anlieferungen, Reinigungspersonal, Sicherheitsrundgänge und Nachtschichten liegen alle im vermeintlichen Fenster. Notieren Sie den echten Beginn und das echte Ende und ziehen Sie davon die Zeit ab, die der Boden braucht, um wieder begehbar zu sein. Scheuersaugroboter hinterlassen einen dünnen, abtrocknenden Film – der Lauf muss vor dem ersten Menschen enden, nicht mit ihm.

Dann Strom und Reichweite. Gibt es einen Platz für eine Dockingstation mit fester Steckdose, innerhalb der Reinigungszone und ohne Stufen erreichbar? Bei einem Scheuersaugroboter kommt die Wasserfrage dazu: Eine Station mit automatischem Wasserwechsel braucht Zulauf und Ablauf, sonst übernimmt der mobile Wassertank. Liegt die Route auf einer Ebene und innerhalb eines abschließbaren Bereichs? Jede Tür, die während des Laufs geöffnet werden muss, ist ein Mensch – und jeder Mensch ist das Ende des unbeaufsichtigten Betriebs, sofern die Maschine nicht Aufzugs- oder Torsteuerung dokumentiert, was die wenigsten tun.

Dann die Gebäudetechnik. Welche Zonen sind nachts scharfgeschaltet, wer schaltet sie scharf, und lässt sich das Reinigungsfenster um die Scharfschaltung herum planen? Gibt es Bewegungsmelder in der zu reinigenden Zone? Das ist ein Gespräch mit dem Verantwortlichen für die Alarmanlage, und es gehört vor die erste Nacht. Klären Sie im selben Zug, wer um drei Uhr nachts eine Meldung bekommt und wer um sechs Uhr im Gebäude sein kann, wenn die Maschine mit einer Störung irgendwo steht.

Und zuletzt die beiden Fragen, die über die Platzierung entscheiden und nicht über die Technik. Schläft in Hörweite der Route jemand – und wenn ja: Gibt es für diese Maschinenklasse überhaupt einen veröffentlichten dB(A)-Wert? Lautet die erste Antwort ja und die zweite nein, bekommt diese Route kein Nachtfenster. Zweitens: Was verändert die Karte zwischen dem Lauf und dem Morgen? Bereitstellungen für die Frühschicht, verschobene Stühle, Ware im Gang. Das ist kein Argument gegen den Nachtbetrieb, sondern der Grund, eine Nachtroute einmal sauber zu definieren, statt sie jede Nacht zu improvisieren. Wir gehen diese Liste bei einer Begehung im Gebäude durch, bevor irgendetwas bestellt wird.

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Häufige Fragen

Ja, wenn drei Bedingungen erfüllt sind. Die Maschine muss ihre Energieschleife selbst schließen: Pudu dokumentiert für den CC1, dass er bei niedrigem Akkustand zur Ladestation zurückkehrt und die Aufgabe nach dem Laden an der Unterbrechungsstelle fortsetzt, und das Datenblatt des Nexaro NR 1700 nennt die automatische Wiederaufladung. Es muss einen Weg geben, auf dem eine Störung nachts einen Menschen erreicht. Und der Gebäudezugang muss geklärt sein, denn eine Maschine, die keine Tür öffnet, reinigt nur, was sie erreicht. Der Gegenfall zeigt, was das Wort verdeckt: Der SoftBank Whiz wird an der Maschine gestartet, hat einen wechselbaren Akku, und in seinem Datenblatt taucht keine Dockingstation auf – autonom während des Laufs, aber nicht unbeaufsichtigt über eine Nacht.

Das hängt vollständig von der Maschinenklasse ab. Für die autonomen Scheuersaugroboter unserer Flotte gilt: Wo ein Wert veröffentlicht ist, liegt er um oder unter 70 dB(A). Pudu nennt für den CC1 unter 70 dB(A), das EU-Datenblatt (2024) des CenoBots L4 nennt 65 dB, das Handbuch des CenoBots L50 nennt 67 dB(A). Für Kehrroboter gibt es überhaupt keine Antwort – keiner der vier Hersteller hinter den sechs Maschinen in unserem Kehrroboter-Vergleich veröffentlicht einen dB(A)-Wert. Bei Saugrobotern gehen die Werte auseinander: Der Nexaro NR 1700 ist mit 49 dB(A) im Eco-Modus und 57 dB(A) in Balanced und Performance dokumentiert, der SoftBank Whiz mit 62 dB im Normalmodus, während Pudu für den MT1 Vac keinen Wert veröffentlicht. Wo ein Hersteller nichts veröffentlicht, nennen wir nichts.

Eine Maschine, die sich durch ein scharfgeschaltetes Gebäude bewegt, ist genau das, wofür ein Bewegungsmelder gebaut ist – das gehört vor die erste Nacht geklärt und nicht nach dem ersten Fehlalarm. Drei praktikable Antworten gibt es: das Reinigungsfenster außerhalb der Scharfschaltung planen, die gereinigte Zone von der Scharfschaltung ausnehmen oder ein System mit dokumentierter Alarmschnittstelle einsetzen. Unter den Maschinen unseres Kehrroboter-Vergleichs dokumentiert nur Adlatus die dritte Möglichkeit – im Datenblatt des SR1300 steht, dass die Maschine in IoT-Systeme eingebunden werden und mit Brandmelde- oder Alarmanlagen in eine Art Dialog gehen kann. Future Machines bietet das SR1300 an; die Aussage stammt aus dem Herstellerdatenblatt. Für alle anderen Maschinen heißt die Antwort Zeitplanung, abgestimmt mit dem Verantwortlichen für die Alarmanlage.

Er hält an und meldet. Jede dieser Maschinen hat einen dokumentierten Meldeweg: der Nexaro NR 1700 in den Nexaro HUB mit Dashboard und Reinigungsberichten, der SoftBank Whiz per SMS-Benachrichtigung, der Kemaro K900 Gen II in eine Web-App, die der Hersteller als Echtzeitüberwachung mit Tracking und Reporting beschreibt, das Adlatus SR1300 als automatisch erstelltes Reinigungsprotokoll per E-Mail nach dem Lauf. Unsere Maschinen melden in unsere Überwachung, und im Full-Service-Modell ist die Reaktion darauf unsere Aufgabe und nicht Ihre. Was nichts davon ersetzt, ist der physische Zugang: Morgens muss jemand mit Schlüssel an die Maschine herankommen – deshalb gehört der Zugang in die Prüfung der Nachtfähigkeit und nicht in die Nachbetrachtung.

Meistens nicht, und das ist weniger dramatisch, als es klingt. Pudu gibt für den CC1 Laufzeiten je Modus an: fünf Stunden Schrubben, bis zu neun Stunden leises Wischen, vier Stunden Teppichsaugen, bei unter drei Stunden Ladezeit. Das Datenblatt des Nexaro NR 1700 nennt 250 Minuten im Eco-Modus, 110 Minuten in Balanced und 105 Minuten in Performance. Eine Nacht wird nicht durch eine Ladung abgedeckt, sondern durch die Schleife aus Rückkehr, Laden und Fortsetzen an der Unterbrechungsstelle – deshalb ist die Dockingstation das Bauteil, das über die Nacht entscheidet, und deshalb brauchen Maschinen ohne diese Schleife einen Menschen im Gebäude.

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Quellen

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