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Saugroboter für Industrie und Gewerbe: Whiz und NR 1700 im Vergleich

Ein gewerblicher Saugroboter ist eine Trockenmaschine: Eine rotierende Bürste löst loses Material, ein Gebläse zieht es über einen Filter in Beutel oder Behälter, und der Boden ist wieder benutzbar, sobald die Maschine ihn verlassen hat. Das macht ihn zur richtigen Maschine für Teppich – und nur bedingt zur richtigen für alles andere. Zwei Saugroboter betreiben wir selbst: den SoftBank Whiz, einen 30 kg schweren Teppichspezialisten, der seine Routen von Hand beigebracht bekommt, und den Nexaro NR 1700, einen 6,5 kg leichten Büroroboter aus Wuppertaler Entwicklung, der ohne jede Kamera navigiert. Dieser Artikel stellt beide nebeneinander, mit Zahlen aus den offiziellen Datenblättern, die wir selbst gelesen haben. Und er beantwortet die Frage, die am häufigsten zusammen mit dem Wort Saugroboter auftaucht: ob so eine Maschine in eine Industriehalle gehört. Die kurze Antwort lautet meistens nein – aus einem Grund, der im Datenblatt steht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Saugen ist trocken und nimmt nur Loses auf. Alles, was am Boden haftet, bleibt liegen – dafür braucht es einen Scheuersaugroboter.
  • Der Whiz ist die Flächenmaschine für Teppich: 465–557 m²/h laut Datenblatt, bis 1.500 m² je Akkuladung – nachgeladen wird im Einsatz aber per Akkuwechsel von Hand.
  • Der NR 1700 ist die Büromaschine: kamerafrei, 6,5 kg, kehrt selbst zur Ladestation zurück – bei 280 mm Arbeitsbreite und maximal 100 m²/h laut Hersteller.
  • Für die Industriehalle ist keine der beiden Maschinen gebaut: Nexaro deckelt freie Flächen ohne charakteristische Objekte offiziell auf 12 × 12 m. Hallen sind Kehrroboter-Territorium.

CC1 vs. CC1 Pro — geprüfte Daten

SoftBank WhizNexaro NR 1700
Fläche und Tempo
Flächenleistung (Herstellerangabe)465–557 m²/hmax. 100 m²/h (mit Fußnote: abhängig von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag, Verschmutzung)
Fläche je Ladung bzw. je Auftragbis 1.500 m² je Akkuladungmax. 1.000 m² je Auftrag (mit Zwischenladung)
Reinigungsbreitekeine Herstellerangabe280 mm
Max. Geschwindigkeit1,8 km/h (0,5 m/s)0,3 m/s (1,1 km/h)
Laufzeit3 Std. je Akku250 Min. Eco · 110 Min. Balanced · 105 Min. Performance (auf Hartboden gemessen)
Ladezeit4 Std.~95 Min. (15–85 %) · ~120 Min. (15–95 %) laut Datenblatt 02/2025; die Betriebsanleitung 12/2024 nennt ~195 Min. – offizielle Quellen widersprechen sich
Nachladen im Einsatzzwei Wechselakkus, Wechsel von Handautomatische Rückkehr zur Ladestation
Aufnahme, Filter, Lautstärke
FilterHEPA, hält 99,97 % der PM2,5-Partikel zurückHEPA H13, abwaschbar, 530 cm² Filterfläche
Schmutzaufnahme4,0 l Staubbeutel1,4 l Behälter mit Absaugöffnung
Lautstärke62 dB(A) im Normalmodus49 dB(A) Eco · 57 dB(A) Balanced · 57 dB(A) Performance (auf Teppich gemessen)
Gewicht30 kg (Akku 5 kg)6,5 kg
Maße455 × 474 × 653 mm343 × 343 × 175 mm
Navigation und Betrieb
NavigationBrainOS, Teach-and-Repeat: Die Route wird einmal von Hand gefahrenAI-Mapping: Der Roboter kartiert selbst
SensorikLIDAR, 2D-/3D-Kamera, Sicherheitssensoren für Personen, Objekte und AbsturzkantenLongrange-Laserdistanzsensor, Stoßfänger, 8 Absturzsensoren, 2 Magnetfeldsensoren, Wandfolge- und Inkrementalsensoren, IMU – keine Kamera
Einsatzplanungbis 600 gespeicherte Routenkartenbasierte Reinigungs- und No-Go-Zonen, Arbeitsplaner im Nexaro HUB
AnbindungWhiz Connect (App und Dashboard), SMS-BenachrichtigungenNexaro HUB über eingebautes 2G-/LTE-M-Mobilfunkmodul, Mobilfunkkosten in der Lizenz enthalten
Offizielle Flächengrenzenkeine Herstellerangabemax. 35 m Abstand zur Ladestation; freie offene Bereiche ohne charakteristische Objekte max. 12 × 12 m

Alle Werte stammen aus den offiziellen Datenblättern: Whiz Data Sheet (SoftBank Robotics) und „NR 1700 Spezifikationen", Stand Februar 2025. Wo ein Hersteller nichts veröffentlicht, steht das so in der Tabelle – wir tragen keine Zahl aus fremder Quelle nach.

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Was ein Saugroboter kann – und wo die Klasse endet

Gewerbliche Saugroboter arbeiten trocken. Eine rotierende Bürste löst loses Material aus dem Belag, ein Gebläse zieht es über einen Filter in Beutel oder Behälter, und der Boden ist wieder benutzbar, sobald die Maschine ihn verlassen hat. Das ist der ganze Vorgang – und er beschreibt zugleich die Grenze. Was am Boden haftet, bleibt liegen: Getränkeränder, Fett vor der Kaffeeküche, Streusalzschlieren im Winter. Dafür braucht es eine Nassmaschine; welche, ordnet unser Scheuersaugroboter-Ratgeber ein. Grobes Material auf großen Hartbodenflächen wiederum ist der Job eines Kehrroboters, den wir im Kehrroboter-Vergleich durchgehen.

Der Grund, warum die Klasse trotzdem gebraucht wird, heißt Teppich. Auf textilen Belägen ist ein Nassverfahren keine Option – Wasser gehört nicht in den Flor –, also bleibt der Saugroboter die zuständige Maschine, und in Hotelfluren, Büroetagen und Konferenzbereichen ist Teppich verbreitet. Wie autonome Teppichpflege im Alltag aussieht, behandeln wir gesondert unter Teppichreinigung autonom.

Der dritte Punkt ist der, an dem die meisten Planungen scheitern: Ein Saugroboter ist eine laufende Sauganlage. Der Whiz ist mit 62 dB(A) im Normalmodus angegeben, der NR 1700 mit 49 dB(A) im Eco- und 57 dB(A) im Balanced- und Performance-Modus. Das liegt in der Größenordnung eines normalen Gesprächs – in einem leeren Büro nachts völlig unkritisch, tagsüber in belegten Räumen je nach Modus vertretbar. Vor Hotelzimmertüren um drei Uhr morgens ist es das nicht. Nachts sind Büros das Heimatgebiet dieser Klasse; in Hotels läuft die Maschine im Housekeeping-Fenster am Tag. Was für unbeaufsichtigte Nachtläufe sonst noch zu klären ist, steht im Artikel zum Nachtbetrieb.

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SoftBank Whiz: die Teppichmaschine, die ihre Route beigebracht bekommt

Der Whiz ist ein Cobot im Wortsinn: Er legt keine Karte selbst an, sondern bekommt seine Route einmal von einem Menschen gezeigt. Eine Reinigungskraft schiebt die Maschine am Lenkbügel die gewünschte Bahn ab, der Roboter speichert sie und wiederholt sie danach eigenständig – bis zu 600 Routen laut SoftBank Robotics. Die Navigation läuft auf BrainOS, der Plattform von Brain Corp; an Bord sind laut Datenblatt ein LIDAR-Sensor, eine 2D-/3D-Kamera und Sicherheitssensoren, die Personen, Objekte und Absturzkanten erkennen und umfahren.

Das Datenblatt nennt eine Flächenleistung von 465 bis 557 m²/h und drei Stunden Laufzeit je Akkuladung; die Pressemitteilung zur Markteinführung nennt bis zu 1.500 m² je Ladung bei vier Stunden Ladezeit. Die Angaben passen zusammen: 465 bis 557 m²/h über drei Stunden ergeben rechnerisch 1.395 bis 1.671 m². Der Staubbeutel fasst 4,0 l, gefiltert wird über HEPA – laut Datenblatt werden 99,97 % der PM2,5-Partikel einschließlich Pollen und Staub zurückgehalten. Mit 30 kg Maschinen- und 5 kg Akkugewicht ist der Whiz kein Gerät, das jemand nebenbei eine Etage höher trägt.

Zwei Dinge muss man einplanen. Erstens: Nachgeladen wird im Einsatz über den Akkuwechsel. SoftBank liefert für den europäischen Markt zwei entnehmbare Akkus mit je bis zu drei Stunden Laufzeit; ein voller Akku ersetzt den leeren, ohne den Roboter herunterzufahren – aber dafür muss ein Mensch an der Maschine stehen. Zweitens: Auch der Start ist Handarbeit. Whiz Connect ist eine Monitoring- und Auswertungsanwendung – Flottenstatus, Routen- und Standortverwaltung, SMS-Benachrichtigungen, Berichte. Eine Funktion, Reinigungen aus der Ferne zu starten, findet sich in keinem offiziellen Material. Das macht den Whiz zur Maschine für Häuser, in denen ohnehin jemand vor Ort ist – klassisch das Hotel mit Housekeeping am Tag oder ein Objekt mit eigener Reinigungsschicht.

Zur Einordnung gehört das Alter der Plattform. Der Whiz ist seit 2019 am Markt, SoftBank meldete Ende Juni 2020 weltweit über 10.000 verkaufte Einheiten – das ist die bewährteste Maschine in diesem Vergleich und in Europa weiterhin regulär erhältlich. Im Mai 2026 hat SoftBank Robotics in Japan allerdings eine neue Whiz-Generation vorgestellt (Whiz P, Whiz B, Whiz V); eine Ankündigung für Europa gibt es dazu bislang nicht. Wir verkaufen den Whiz deshalb als das, was er ist: bewährt, nicht neu.

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Nexaro NR 1700: kamerafrei, kompakt, in Wuppertal entwickelt

Der NR 1700 unterscheidet sich in genau einem Punkt grundsätzlich vom Whiz: Er hat keine Kamera. Die offizielle Sensorliste im Datenblatt führt einen Longrange-Laserdistanzsensor (LR-LDS), einen Stoßfängersensor, acht Absturzsensoren, zwei Magnetfeldsensoren, einen Wandfolgesensor, Inkrementalsensoren und eine Inertialmesseinheit – nirgends ein optisches Bild. Kartiert wird über das, was Nexaro AI-Mapping nennt, mit maximal 600 m²/h Kartierungsgeschwindigkeit. Wo Betriebsrat und Datenschutzbeauftragter mitentscheiden, ist das kein Nebenaspekt, sondern das Argument; die rechtliche Seite behandelt unser Artikel zum Datenschutz.

Nexaro ist eine Gesellschaft der Vorwerk-Gruppe mit Sitz in Wuppertal. Dort wird der NR 1700 entwickelt und designt, und dort entsteht auch der Gebläsemotor im Wuppertaler Motorenwerk von Vorwerk. Die Endproduktion findet in einem konzerneigenen Vorwerk-Werk in China statt – das sagt Nexaro in der eigenen FAQ selbst, und wir sagen es genauso. „Entwickelt in Deutschland" ist die zutreffende Formulierung, „Made in Germany" wäre sie nicht. Die Kundendaten liegen laut Nexaro auf europäischen Servern; der Roboter erfüllt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und die Norm IEC 63327 und ist durch den TÜV Süd zertifiziert.

Die Maschine ist klein: 343 × 343 × 175 mm, 6,5 kg, 280 mm Reinigungsbreite, maximal 0,3 m/s. Sie hat drei Modi mit 250, 110 und 105 Minuten Laufzeit (Eco, Balanced, Performance), fährt selbstständig zur Ladestation zurück und hängt über ein eingebautes 2G-/LTE-M-Mobilfunkmodul am Nexaro HUB – Kunden-WLAN wird nicht gebraucht, Mobilfunkempfang am Standort der Ladestation schon. Der Schmutzbehälter fasst 1,4 l, der abwaschbare HEPA-H13-Filter hat 530 cm² Filterfläche. Beim Laden widersprechen sich die offiziellen Quellen: Das Datenblatt vom Februar 2025 nennt rund 120 Minuten für 15 bis 95 %, die Betriebsanleitung von Dezember 2024 rund 195 Minuten. Wir nennen beide Werte, statt einen auszuwählen.

Die 100 m²/h aus dem Datenblatt sind ein Maximalwert, und Nexaro stellt ihn in der eigenen Fußnote unter den Vorbehalt von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag und Verschmutzung. Was davon in einem möblierten Büro übrig bleibt, haben wir mit eigenen Einsatzzahlen aufgeschrieben: Der NR 1700 im Betrieb stellt Herstellerangabe und Praxis nebeneinander. Wer die Maschine auslegt, sollte diesen Artikel vor der Flächenrechnung lesen.

Whiz
NR 1700
Whizangelernte Routen, 30 kgNR 1700kamerafrei, 6,5 kg
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Welcher für welchen Betrieb

Die Entscheidung hängt an drei Fragen: Wie groß und wie zusammenhängend ist die Teppichfläche, wer ist während des Laufs im Haus, und wann darf die Maschine fahren.

Für den Whiz sprechen große, zusammenhängende Teppichflächen und ein Betrieb mit Personal vor Ort. Ein Hotel mit langen, gleichförmigen Fluren ist der Idealfall: Housekeeping legt die Route einmal an, startet den Roboter im Vormittagsfenster und wechselt den Akku, wenn er leer ist. Dieselbe Logik trägt in Kongress- und Veranstaltungsbereichen und auf Büroetagen mit eigener Reinigungsschicht. Was der Whiz nicht kann, ist unbeaufsichtigt über die Nacht laufen: Der Einsatz endet mit dem Akku, und den nächsten setzt ein Mensch ein.

Für den NR 1700 sprechen kleinteilige Grundrisse, kleine bis mittlere Flächen und der Wunsch, die Maschine nachts allein arbeiten zu lassen. Er kartiert selbst, kehrt selbst zur Ladestation zurück und meldet sich über Mobilfunk – in einem Büro mit Einzelzimmern, Fluren und Besprechungsräumen ist das genau die richtige Betriebsart. Dazu kommt das Gewicht: 6,5 kg trägt eine Person ohne Aufzug in die nächste Etage. Und wo die Kamerafrage die Einführung blockiert, ist er in diesem Vergleich die einzige Antwort.

Wenn beide Profile nicht passen, liegt das meistens an der Fläche. Oberhalb dessen, was diese beiden Maschinen sinnvoll abarbeiten, beginnt der Bereich der großen Trockenmaschinen – der MT1 Vac etwa ist offiziell ein Kehr-, Saug- und Wischroboter in einem und mit maximal 1.400 m²/h angegeben; wir beschreiben ihn in einem eigenen Artikel. Welche Klasse überhaupt in Ihr Objekt gehört, führt Welcher Reinigungsroboter passt zu welchem Betrieb einmal komplett durch.

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„Saugroboter für die Industriehalle" – die ehrliche Antwort

Die Suchanfrage gibt es, und die ehrliche Antwort darauf lautet in den meisten Fällen: Sie suchen keinen Saugroboter, sondern einen Kehrroboter. Eine Halle ist trocken, groß, offen und meist mit Beton oder Industrieestrich ausgelegt. Genau dafür sind Kehrmaschinen gebaut – die beiden Modelle, die wir selbst betreiben, sind mit 1.800 und 2.200 m²/h bei 700 mm Kehrbreite und 35-l-Schmutzbehälter angegeben, und im Kehrroboter-Vergleich stehen sechs verfügbare Maschinen mit geprüften Daten nebeneinander.

Beim NR 1700 steht die Antwort direkt im Datenblatt. Nexaro gibt für freie, offene Bereiche ohne charakteristische Objekte ein Maximum von 12 × 12 m an und begrenzt den Abstand zur Ladestation auf 35 m. Eine leere Halle ist exakt die Geometrie, die diese Angabe ausschließt: Der Laserdistanzsensor braucht Wände, Kanten und Objekte, an denen er sich orientieren kann. Das ist kein Mangel der Maschine, sondern ihre dokumentierte Einsatzgrenze.

Beim Whiz ist es eine Frage der Rechnung. Bei 465 bis 557 m²/h laut Datenblatt ergibt eine 5.000-m²-Halle rechnerisch neun bis elf Stunden reine Fahrzeit – bei drei Stunden Laufzeit je Akku sind das drei bis vier Akkuladungen, jeder Wechsel von Hand. Mit den zwei mitgelieferten Akkus sind sechs Stunden am Stück möglich; danach gibt die vierstündige Ladezeit den Takt vor. Bezeichnend ist, dass SoftBank Robotics für Lager und Fabriken eine eigene, deutlich größere Maschine gebaut hat: den im Mai 2026 in Japan vorgestellten Whiz B mit 40.000 m² je Nacht. Für Europa ist er nicht angekündigt.

Es bleibt ein sinnvoller Anwendungsfall für Saugroboter in Hallengebäuden, aber er liegt nicht auf der Hallenfläche. Es sind die angrenzenden Bereiche – Meisterbüros, Sozial- und Schulungsräume, Empfang und Showroom, oft mit Teppich oder mit Feinstaubbelastung. In Lagerhallen und in der Produktion ist das die realistische Aufgabenteilung: Kehrroboter auf der Fläche, Saugroboter im angeschlossenen Bürotrakt. Und wenn auf dem Hallenboden Anhaftendes liegt – Öl, Reifenabrieb, eingetrockneter Schmutz –, hilft weder das eine noch das andere, dann braucht es eine Nassmaschine.

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Häufige Fragen

In den meisten Fällen nicht. Nexaro begrenzt den NR 1700 offiziell auf freie, offene Bereiche von maximal 12 × 12 m ohne charakteristische Objekte und auf 35 m Abstand zur Ladestation – eine leere Halle ist genau diese Geometrie. Der SoftBank Whiz ist laut Datenblatt mit 465 bis 557 m²/h angegeben, was für 5.000 m² rechnerisch neun bis elf Stunden bedeutet, mit Akkuwechsel von Hand. Für Hallenflächen sind Kehrroboter die passende Klasse; Saugroboter sind dort für die angrenzenden Büro- und Sozialbereiche sinnvoll.

Der SoftBank Whiz ist im Normalmodus mit 62 dB(A) angegeben, der Nexaro NR 1700 mit 49 dB(A) im Eco-Modus und 57 dB(A) in den Modi Balanced und Performance, jeweils auf Teppich gemessen. Das liegt in der Größenordnung eines normalen Gesprächs: In einem leeren Büro nachts ist das unkritisch, tagsüber in belegten Räumen je nach Modus vertretbar. Vor Hotelzimmern in der Nacht hat eine laufende Saugmaschine nichts zu suchen – dort läuft sie im Housekeeping-Fenster am Tag.

Beide sind für Teppich gebaut. Die Entscheidung fällt über Fläche und Betriebsart: Mit 465 bis 557 m²/h und bis zu 1.500 m² je Akkuladung ist der Whiz die Maschine für große, zusammenhängende Teppichflächen, braucht aber jemanden vor Ort, der ihn startet und den Akku wechselt. Mit maximal 100 m²/h laut Hersteller ist der NR 1700 langsamer, kartiert und lädt dafür selbstständig und eignet sich damit für kleinteilige Grundrisse und unbeaufsichtigte Nachtläufe.

Loses Material nimmt er auf: SoftBank gibt für den Whiz offiziell an, dass er auf Teppich und Hartboden am besten arbeitet, und der Nexaro NR 1700 wird für Lobbies, Showrooms und Großraumbüros angeboten, also überwiegend Hartboden. Was am Boden haftet, entfernt kein Saugroboter – Getränkeränder, Fett oder Streusalzschlieren brauchen ein Nassverfahren, also einen Scheuersaugroboter.

Der Nexaro NR 1700 navigiert kamerafrei: Die offizielle Sensorliste führt einen Longrange-Laserdistanzsensor, Stoßfänger-, Absturz-, Magnetfeld-, Wandfolge- und Inkrementalsensoren sowie eine Inertialmesseinheit – kein optisches Bild. Beim SoftBank Whiz gehört laut Datenblatt eine 2D-/3D-Kamera zur Sensorik. Wo Betriebsrat oder Datenschutzbeauftragter über die Einführung mitentscheiden, ist das häufig der Punkt, an dem die Entscheidung fällt.

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