Gewerbliche Saugroboter arbeiten trocken. Eine rotierende Bürste löst loses Material aus dem Belag, ein Gebläse zieht es über einen Filter in Beutel oder Behälter, und der Boden ist wieder benutzbar, sobald die Maschine ihn verlassen hat. Das ist der ganze Vorgang – und er beschreibt zugleich die Grenze. Was am Boden haftet, bleibt liegen: Getränkeränder, Fett vor der Kaffeeküche, Streusalzschlieren im Winter. Dafür braucht es eine Nassmaschine; welche, ordnet unser Scheuersaugroboter-Ratgeber ein. Grobes Material auf großen Hartbodenflächen wiederum ist der Job eines Kehrroboters, den wir im Kehrroboter-Vergleich durchgehen.
Der Grund, warum die Klasse trotzdem gebraucht wird, heißt Teppich. Auf textilen Belägen ist ein Nassverfahren keine Option – Wasser gehört nicht in den Flor –, also bleibt der Saugroboter die zuständige Maschine, und in Hotelfluren, Büroetagen und Konferenzbereichen ist Teppich verbreitet. Wie autonome Teppichpflege im Alltag aussieht, behandeln wir gesondert unter Teppichreinigung autonom.
Der dritte Punkt ist der, an dem die meisten Planungen scheitern: Ein Saugroboter ist eine laufende Sauganlage. Der Whiz ist mit 62 dB(A) im Normalmodus angegeben, der NR 1700 mit 49 dB(A) im Eco- und 57 dB(A) im Balanced- und Performance-Modus. Das liegt in der Größenordnung eines normalen Gesprächs – in einem leeren Büro nachts völlig unkritisch, tagsüber in belegten Räumen je nach Modus vertretbar. Vor Hotelzimmertüren um drei Uhr morgens ist es das nicht. Nachts sind Büros das Heimatgebiet dieser Klasse; in Hotels läuft die Maschine im Housekeeping-Fenster am Tag. Was für unbeaufsichtigte Nachtläufe sonst noch zu klären ist, steht im Artikel zum Nachtbetrieb.