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Praxis · · 10 Min. Lesezeit

Reinigungsroboter einführen: Wie ein Rollout wirklich abläuft

Die Frage kommt in jeder Vorführung, meist direkt nach der ersten Runde über den Boden: Und wie läuft das dann bei uns ab? Die ehrliche Antwort ist unspektakulärer, als die Prospekte vermuten lassen. Ein Reinigungsroboter wird nicht geliefert und eingeschaltet. Er wird eingeführt – in vier Phasen, von denen jede einen anderen Zweck hat, und von denen die dritte die wichtigste ist, weil dort das Gebäude seine Ausnahmen zeigt, die sonst nachts um zwei zur Störmeldung werden. Dieser Text beschreibt den Ablauf so, wie er tatsächlich stattfindet: was in welcher Phase geklärt wird, was das Gebäude bereitstellen muss, wie sich die Arbeit des Reinigungsteams verschiebt und woran Einführungen scheitern. Zahlen nennen wir nur dort, wo sie in Herstellerdokumentation stehen. Für Zeitangaben gilt: Wir nennen keine, die wir nicht halten können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Phasen, vier Zwecke: Begehung und Demo auf Ihrem eigenen Boden, Kartierung und Routeneinrichtung, ein begleitetes Probefenster, dann unbeaufsichtigter Betrieb. Das Probefenster ist die Phase, die niemand überspringen sollte.
  • Das Gebäude entscheidet genauso mit wie die Maschine, und die Anforderungen stehen in den Handbüchern: Pudu nennt für den CC1 70 cm Mindestdurchgangsbreite, maximal 20 mm überwindbare Höhe und 8° zulässige Steigung, solange nicht gereinigt wird; Nexaro deckelt den NR 1700 auf 1.000 m² je Auftrag bei maximal 35 m Abstand zur Ladestation.
  • Roboter verschieben Arbeit, statt sie automatisch einzusparen: Die offene Fläche geht an die Maschine, Kanten, Sanitärbereiche und Qualitätskontrolle bleiben beim Team – und Tanks, Behälter und Verschleißteile brauchen weiterhin einen namentlich Zuständigen.
  • Rollouts scheitern selten an der Technik. Zugestellte Flächen, Glas und verschobene Möbel, unrealistische Laufzeiterwartungen und die falsche Maschinenklasse sind die dokumentierten Muster.
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Von der Demo zum Regelbetrieb: vier Phasen mit vier Zwecken

Phase eins ist die Begehung und eine Vorführung auf Ihrem eigenen Boden. Genau darin liegt der Punkt: Ein Roboter, der auf einer Messefläche sauber fährt, beweist nichts über eine Verkaufsfläche mit einer Schwelle am Eingang und einer Aktionsinsel, die alle zwei Wochen umzieht. Was wir im Demo-Termin machen, ist kostenlos und unverbindlich – Beratung, ein Blick auf den tatsächlichen Bodenbelag, ein Live-Lauf der Maschine und eine Empfehlung für Ihr Objekt. Entschieden wird in dieser Phase nicht, ob Roboter funktionieren. Entschieden wird, welche Maschinenklasse Ihr Boden und Ihr Grundriss überhaupt zulassen und wo eine Ladeposition plausibel liegen könnte.

Phase zwei ist Kartierung und Routeneinrichtung, und das ist Technikerarbeit, keine Kundenarbeit. Unser Team kartiert die Räumlichkeiten, programmiert die Reinigungsrouten und weist Ihr Personal in die Funktionen ein, die es tatsächlich anfasst. Kartieren geht dabei schnell im Verhältnis zum Reinigen: Nexaro gibt für den NR 1700 eine Kartierungsgeschwindigkeit von maximal 600 m²/h an, gegenüber maximal 100 m²/h Reinigungsgeschwindigkeit. Auch beim CC1 ist die Karte keine Blackbox – das Einstellungsmenü der Maschine enthält eine eigene Funktion, um neue Lagepläne zu erstellen und vorhandene Karten zu bearbeiten, was spätere Layoutänderungen zu einer Serviceaufgabe statt zu einem Fall fürs Werk macht. Behandeln Sie die entstehende Karte als Entscheidungsdokument, nicht als technisches Artefakt: Sie legt fest, welche Zonen gereinigt werden, welche bewusst ausgenommen sind, in welcher Reihenfolge die Maschine arbeitet und wo sie parkt. Das sind betriebliche Entscheidungen mit Folgen für Ihren Schichtplan – und sie lassen sich erheblich günstiger klären, solange ein Techniker im Raum steht, als drei Wochen später.

Phase drei ist das begleitete Probefenster, und es existiert aus genau einem Grund: die Zustände des Gebäudes zu finden, die eine Begehung nicht zeigen kann. Eine Begehung sieht das Gebäude an einem Tag, in einer Konfiguration. Echte Gebäude haben einen Anliefermorgen, eine Palette, die nur dienstags im Gang steht, nach einer Veranstaltung Stühle auf den Tischen, eine Matte, die bei Regen verschoben wird. Jede dieser Situationen ist eine Ausnahme, der die Maschine begegnet, wenn Sie nicht dabei sind. Sie unter Begleitung zu finden, ist ein Gespräch. Sie später zu finden, ist eine Störmeldung.

Phase vier ist der unbeaufsichtigte Betrieb, und das CC1-Handbuch formuliert die Übergabebedingung präziser als die meisten Verkaufsunterlagen. Geplante Aufgaben führt der Roboter automatisch zum festgelegten Zeitpunkt aus – vorausgesetzt, er ist richtig positioniert, verfügt über ausreichend Batterieleistung und einen angemessenen Wasserstand. Lesen Sie diesen Satz als Betriebsanforderung, denn genau das ist er: drei Bedingungen, die jemand jede einzelne Nacht sicherstellen muss. Wer dieser Jemand ist und was passiert, wenn eine der drei nicht erfüllt ist, ist das Thema des Servicemodells. Wenn Ihr Fenster die Nachtschicht ist, geht unser Beitrag dazu, was unbeaufsichtigter Nachtbetrieb wirklich verlangt, die Gebäudeseite im Detail durch.

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Was das Gebäude bereitstellen muss

Fangen Sie bei der Ladestation an, denn sie ist das einzige Stück Infrastruktur, das dauerhaft sein muss. Laut CC1-Bedienungsanleitung ist die Dockingstation beziehungsweise Ladestation eine optionale Funktion, und automatisches Laden samt automatischem Nachfüllen und Entleeren von Wasser wird ausdrücklich nur „in Verbindung mit Dockingstation“ unterstützt. Ohne Station reinigt die Maschine trotzdem; sie braucht dann nur einen Menschen für das, was die Station sonst erledigt. Die Station wiederum braucht eine Steckdose und eine Stellfläche, die frei bleibt – ein Platz, der im Weihnachtsgeschäft für Paletten zweckentfremdet wird, ist keine Ladestation.

Bei Scheuersaugrobotern folgt die Wasserfrage, und die Antwort fällt besser aus, als die meisten Interessenten erwarten. Pudus offizielle CC1-Seite hält fest, dass Dockingstation und mobile Wasserstation keine Sanitäränderungen erfordern und dabei automatisches Laden, Wasserzufuhr und -ableitung sowie die Reinigungsmittelzugabe unterstützen. Ein Gebäude ohne bequemen Wasseranschluss in der Nähe der Reinigungsfläche ist also nicht disqualifiziert – es ist eine Konfigurationsfrage. Welche Maschinenklasse Sie überhaupt brauchen und was ein Scheuersauger mit Ihrem Boden macht, ordnet unser Scheuersaugroboter-Ratgeber ein. Ein Betriebshinweis gehört unabhängig von der Stationsfrage hierher: Ein Scheuersauger hinterlässt einen dünnen feuchten Film, der einige Minuten trocknen muss. Die Route wird deshalb um Publikumsverkehr herum geplant, nicht hindurch.

Dann die Geometrie – und hier verdient sich die Begehung ihr Geld. Die Anleitung des CC1 nennt eine minimale Durchgangsbreite von 70 cm, empfohlen sind mindestens 75 cm, damit der Roboter eine lange Passage reibungslos durchfahren kann. Schwellen, Absätze und Bodensteckdosen dürfen höchstens 8 mm hoch sein, solange der Roboter reinigt, und 20 mm, wenn er nur durchfährt; der maximal überwindbare Spalt beträgt 35 mm. Die höchste zulässige Steigung liegt bei 8°, solange nicht gereinigt wird, und gereinigt wird ausschließlich auf ebenen Flächen – Pudu rät ausdrücklich davon ab, auf mit bloßem Auge erkennbaren Steigungen über 3° zu reinigen. Das Handbuch nennt außerdem eine Betriebsumgebung von 1 bis 40 °C bei höchstens 85 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Nichts davon ist exotisch, und jede einzelne dieser Angaben ist eine harte Grenze, die ein Grundriss auf dem Bildschirm nicht zeigt.

Die Netzwerkfrage hat je Maschine eine andere Antwort, und sie gehört in die IT-Abteilung, nicht ins Reinigungsteam. Der Nexaro NR 1700 braucht überhaupt kein Kunden-WLAN: Er verbindet sich über eine eingebaute 2G-/LTE-M-Mobilfunkverbindung, deren Kosten in allen HUB-Lizenzen enthalten sind. Dafür muss am Standort der Ladestation Mobilfunkempfang vorhanden sein. Nexaro veröffentlicht auch die Grundrissgrenzen offen – maximal 1.000 m² Reinigungsfläche je Auftrag, abhängig von Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag und Verschmutzung, bei maximal 35 m Abstand zur Ladestation und einer maximalen Freifläche ohne charakteristische Objekte von 12 × 12 m. Der CC1 unterstützt laut Datenblatt dagegen 4G, WLAN und Bluetooth – er kann Ihr Netz nutzen, muss aber nicht.

CC1
NR 1700
CC1Station mit WasserwechselNR 1700Station mit Mobilfunk
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Der Teil, der über alles entscheidet: die Menschen

Ein Roboter verändert den Zuschnitt der Reinigungsarbeit, lange bevor er irgendeine Personalzahl verändert. Der flache, offene, repetitive Anteil geht an die Maschine; Kanten und Ecken, Sanitärbereiche, Oberflächen und Kontaktpunkte, Glas, Störungsbehandlung und die Beurteilung, was überhaupt schmutzig ist, bleiben bei Menschen. Das ist keine Vermarktungsformel, sondern gedeckt von den Zahlen der Branche selbst: Unter Berufung auf den Job-Futuromat der Bundesagentur für Arbeit beziffert der Branchenreport 2025 des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks den automatisierbaren Anteil der Tätigkeiten in der Gebäudereinigung auf eine Minderheit – bei Verkäuferinnen und Verkäufern nennt der Report zum Vergleich 7 von 8 Kerntätigkeiten. Die Zahlen und ihre Folgen für die Personalplanung gehen wir im Beitrag zum Personalmangel in der Gebäudereinigung durch.

Diese Umverteilung entlastet allerdings nur, wenn jemand die Maschinenpflege selbst übernimmt – und genau diese Frage lassen die meisten Einführungspläne implizit. Wasser rein, Schmutzwasser raus, Behälter und Staubboxen leeren, Bürsten und Gummilippen verschleißen, Filter wollen versorgt, die Karte bei Layoutänderungen gepflegt werden. In unserem Full-Service-Modell liegen diese Aufgaben bei uns: Ein Techniker kommt mindestens einmal pro Woche, prüft den Roboter, reinigt Bürsten und Filter, füllt Reinigungsmittel auf und wechselt bei Bedarf Verschleißteile. Im Self-Service-Modell, bei dem die Maschine gekauft wird, liegen sie bei Ihrem Team – und dann gehören sie namentlich in den Schichtplan, nicht in eine Annahme. Besonders die Positionen im Tagesrhythmus brauchen in beiden Modellen einen namentlich Zuständigen.

Das letzte Stück ist Akzeptanz, und die wird im Probefenster gewonnen, nicht in einer Betriebsversammlung angekündigt. Teams, die beim Einrichten der Routen dabei waren, behandeln die Maschine erfahrungsgemäß als ihre Maschine – sie wissen, warum eine Zone ausgenommen ist, und melden die Palette im Gang, statt sie zu umgehen. Auf der Publikumsseite sind unsere Erfahrungen ebenfalls durchweg positiv: Ein arbeitender Roboter zieht in einem belebten Objekt Aufmerksamkeit auf sich, und diese Aufmerksamkeit ist freundlich – Menschen, Kinder besonders, reagieren auf die Maschine. In Objekttypen, in denen die Maschine vor Publikum fährt – eine Supermarkt-Verkaufsfläche ebenso wie ein Büro-Empfang –, lohnt es sich, mit dieser Reaktion zu planen, statt sie zu fürchten.

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Wo Rollouts hängen bleiben

Der erste und häufigste Fehlerfall ist die zugestellte Fläche, und die Handbücher werden dabei deutlich. Pudu weist an, am Boden liegende Kabel vorher zu entfernen, damit sich der Roboter nicht einfädelt, hält fest, dass die Maschine für ebene Oberflächen ausgelegt und für Umgebungen mit Stufen, starken Steigungen oder engen Räumen nicht geeignet ist, und rät davon ab, sie auf stark fettigem Boden fahren zu lassen. Nichts davon ist ein Mangel. Es ist eine Beschreibung der Einsatzbedingungen – und ein Roboter, der wegen Hindernissen nur Teilabdeckung erreicht, sieht im Bericht wie ein Maschinenproblem aus und ist im Gebäude ein Ordnungsproblem. Das ist der Punkt, der sich vor jeder Unterschrift am meisten lohnt, weil er zugleich der billigste ist.

Der zweite ist Glas, Spiegel und verschobene Möbel – und das ist im Kern ein Problem: Die Maschine navigiert nach dem, was sie sieht, und beides verändert genau das. Pudu dokumentiert es ausdrücklich: Rein schwarze Oberflächen wie Fußleisten, verspiegelte Oberflächen wie Wände oder vollständig transparente Umgebungen in einer Höhe zwischen 14 und 22 cm können die Lidar-Reflexion des Roboters stören und anormale Bewegungen verursachen; das Handbuch empfiehlt in diesem Fall, den technischen Support hinzuzuziehen und gegebenenfalls die Umgebung anzupassen, etwa mit reflektierenden Aufklebern. Nexaro benennt dieselbe Art von Grenze von der anderen Seite, mit dem Deckel von 12 × 12 m Freifläche ohne charakteristische Objekte: Eine Karte braucht Merkmale, und wer die Merkmale verschiebt, verschlechtert die Karte. Unser Beitrag dazu, wie Reinigungsroboter navigieren, geht durch, was die Sensorik tatsächlich sieht und wo die dokumentierten Grenzen liegen.

Der dritte ist die Laufzeiterwartung, und sie entsteht meist daraus, dass eine einzige Zahl vom Datenblatt abgelesen wird. Laufzeit ist eine Modusangabe, keine Maschineneigenschaft: Das CC1-Handbuch nennt Laufzeiten je Reinigungsmodus und ergänzt in einer Fußnote, dass sie unter Laborbedingungen mit der Einstellung für den niedrigsten Gang gemessen wurden, beginnend bei 100 Prozent Akkuladung bis auf 10 Prozent. Ein Einsatz, der auf der Schlagzeilenzahl geplant und in einem anderen Modus bei anderer Geschwindigkeit gefahren wird, sieht nach einer schwachen Maschine aus und ist tatsächlich ein Planungsfehler. Unser Artikel dazu, wie Sie Angaben zur Akkulaufzeit richtig lesen, nimmt die veröffentlichten Zahlen auseinander.

Der vierte ist die falsche Maschinenklasse für den Boden, und das ist der teuerste Fehler, weil er jede andere Korrektur überlebt. Pudus offizieller Anwendungsumfang für den CC1 ist konkret: Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche. Ein Boden, der nicht auf der Liste steht, ist kein Einstellungsproblem. Wenn Sie noch dabei sind zu entscheiden, was Ihr Gebäude braucht: Welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt führt diese Entscheidung nach Objekttyp durch – ein deutlich besserer Ort als der dritte Monat eines Rollouts.

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Was Full-Service ändert – und der Bereitschaftscheck vor der Unterschrift

Das Servicemodell entscheidet, wer die oben genannten Fehlerfälle trägt, und das ist ein größerer Unterschied als jeder Datenblattvergleich. In unserem Full-Service-Modell deckt eine monatliche Rate den Roboter, alle Ersatzteile, Reinigungsmittel, wöchentliche Servicebesuche, alle Reparaturen, Software-Updates, Installation und Einweisung ab – und ein kostenloses Austauschgerät, wenn die Maschine ausfällt. Der Sinn des Austauschgeräts ist keine Großzügigkeit. Er besteht darin, dass ein Reinigungsplan, der auf einer Maschine aufbaut, den Ausfall dieser Maschine überstehen muss – und die einzige Version dieses Versprechens, die hält, ist die, in der der Ersatz das logistische Problem eines anderen ist. Im Self-Service-Modell, bei dem die Maschine gekauft wird, sind Ersatzteile und Servicebuchungen verfügbar, das Risiko bleibt aber auf Ihrer Seite.

Mit Routen- und Kartenänderungen verhält es sich genauso. Wenn sich das Layout ändert – ein Umbau, eine neue Regalreihe, ein verlegter Eingang –, muss die Karte folgen. Praktisch ist das entweder eine Änderung, die Ihr Team in der App vornimmt, oder etwas, das wir beim nächsten Servicebesuch erledigen; in beiden Fällen eine geplante Aufgabe statt eines Vorfalls – vorausgesetzt, jemandem fällt auf, dass sich das Layout geändert hat. Dieses Auffallen zur Routine zu machen, ist mehr wert als der größte Teil der Technik in der Maschine.

Bleibt der Bereitschaftscheck. Bevor Sie unterschreiben, sollten Sie diese Fragen ohne Raten beantworten können. Wo steht die Ladestation, gibt es dort eine Steckdose, und ist dieser Platz auch in der stärksten Woche Ihres Jahres noch frei? Schafft Ihre engste reguläre Durchfahrt 70 cm, besser 75? Liegt jede Schwelle auf der Route innerhalb der Herstellergrenzen, und ist die Route eben? Bei einem Scheuersaugroboter: Wie kommt Wasser hinein und Schmutzwasser hinaus, und braucht der Plan die mobile Wasserstation? Beim Netzwerk: Braucht die Maschine Ihr WLAN, oder bringt sie ihre eigene Verbindung mit – und gibt es am Standort der Station Empfang? Wer kommt nachts ins Gebäude, und was macht die Alarmanlage, wenn sich um drei Uhr etwas bewegt? Welche Zonen werden bewusst aus der Karte ausgenommen, und wer entscheidet das? Und schließlich die Frage, die darüber entscheidet, ob der Einsatz überhaupt entlastet: Wer entleert, befüllt und prüft die Maschine im Tagesrhythmus, und steht diese Person namentlich im Schichtplan?

Wenn diese Antworten vorliegen, bevor die Maschine kommt, ist die Einführung ein Termin. Wenn nicht, wird die Einführung eine Reihe von Entdeckungen – und Entdeckungen passieren nach dem Zeitplan der Maschine, nicht nach Ihrem.

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Häufige Fragen

Der von Technikern geführte Teil ist kurz und planbar. Installation, Kartierung und Einweisung passieren am selben Tag: Unser Techniker kartiert die Räumlichkeiten, programmiert die Reinigungsrouten und zeigt Ihrem Team die wichtigsten Funktionen; ab dem Folgetag kann der Roboter autonom arbeiten. Variabel ist das begleitete Probefenster, und seine Länge hängt daran, wie viele Ausnahmezustände Ihr Gebäude hat, nicht an der Maschine. Ein Objekt mit stabilem Layout ist schnell eingeschwungen; ein Objekt mit Anliefermorgen, wandernden Aktionsinseln und saisonalem Umbau braucht länger. Eine feste Tageszahl nennen wir dafür nicht, denn eine Zahl, die Ihr Gebäude ignoriert, ist eine Zahl, die falsch sein wird.

Das hängt von der Maschine ab, und es lohnt sich, das zu klären, bevor die IT-Abteilung kurzfristig gefragt wird. Der Nexaro NR 1700 braucht überhaupt kein Kunden-WLAN: Er verbindet sich über eine eingebaute 2G-/LTE-M-Mobilfunkverbindung, deren Kosten in den Nexaro-HUB-Lizenzen enthalten sind – am Standort der Ladestation muss dafür Mobilfunkempfang vorhanden sein. Der Pudu CC1 unterstützt laut Datenblatt 4G, WLAN und Bluetooth, kann Ihr Netz also nutzen, ist aber nicht darauf angewiesen. In beiden Fällen ist die praktische Anforderung an der Station eine Steckdose; die Konnektivität ist die davon getrennte Frage.

Nicht zwingend. Pudu hält auf der offiziellen CC1-Seite fest, dass Dockingstation und mobile Wasserstation keine Sanitäränderungen erfordern und dabei automatisches Laden, Wasserzufuhr und -ableitung sowie die Reinigungsmittelzugabe unterstützen. Laut Bedienungsanleitung ist die Docking- beziehungsweise Ladestation eine optionale Funktion, und automatisches Laden samt automatischem Nachfüllen und Entleeren von Wasser wird nur in Verbindung mit ihr unterstützt – ohne Station reinigt die Maschine weiterhin, aber jemand muss sie befüllen und entleeren. Die eigentlichen Fragen sind deshalb: Wo steht die Station, gibt es dort eine Steckdose, und welchen Befüll- und Entleerungsweg unterstellt der Plan?

Das legt das Servicemodell fest, und es sollte geklärt sein, bevor die Maschine kommt. In unserem Full-Service-Modell liegt die Pflege bei uns: Ein Techniker kommt mindestens einmal pro Woche, prüft den Roboter, reinigt Bürsten und Filter, füllt Reinigungsmittel auf und wechselt bei Bedarf Verschleißteile; alle Ersatzteile und Reinigungsmittel sind in der monatlichen Rate enthalten. Im Self-Service-Modell, bei dem die Maschine gekauft wird, bleibt diese Arbeit bei Ihrem Team. Die Positionen im Tagesrhythmus – befüllen, entleeren, Sichtprüfung – brauchen in beiden Modellen einen namentlich Zuständigen, denn das CC1-Handbuch macht es zur Bedingung des geplanten Betriebs, dass der Roboter richtig positioniert ist und über ausreichend Batterieleistung und einen angemessenen Wasserstand verfügt.

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