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Walzenbürste einer Scheuersaugmaschine, Nahaufnahme
Abbildung: Pudu Robotics

Ratgeber · · 11 Min. Lesezeit

Scheuersaugmaschine mieten oder kaufen: Wer welches Risiko trägt

Der Markt sucht nach Scheuersaugmaschinen, die Branche redet über Roboter. Gemeint ist beides Mal dieselbe Maschine: Bürste, Wasser, Rakel, Absaugung – schrubben und trocknen in einem Durchgang. Ob ein Mensch sie schiebt oder ob sie ihre Bahn selbst fährt, ist eine Eigenschaft der Maschine und keine eigene Produktkategorie. Vor dieser Frage steht ohnehin eine andere: mieten, kaufen, leasen oder gebraucht kaufen. Das sind keine vier Preisniveaus, sondern vier Arten, Risiko zu verteilen – Verschleiß, Reparatur, Ausfall, Auslastung, technische Alterung. Dieser Artikel geht alle vier Wege durch, benennt bei jedem, wer welchen Teil trägt, und setzt bewusst keine Zahlen darauf: Was eine Maschine bei uns kostet, hängt an Ihrer Fläche und Ihrem Bodenbelag und wird individuell kalkuliert. Alles andere wäre geraten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Scheuersaugmaschine und Scheuersaugroboter sind dieselbe Maschinenklasse. Autonomie kommt als Eigenschaft hinzu – Bürste, Rakel und Absaugung arbeiten in beiden Fällen gleich.
  • Mieten, Kaufen, Leasing und Gebrauchtkauf sind vier Risikoverteilungen, keine vier Preisniveaus. Die trennende Frage: Wer zahlt und wer kommt, wenn die Maschine steht?
  • Beim Gebrauchtkauf übernehmen Sie Verschleiß, den ein anderer erzeugt hat – Akku, Bürsten, Rakel, Schläuche, Tanks – und dazu eine Servicehistorie, die Sie meist nicht prüfen können.
  • Leasing verschiebt die Finanzierung, nicht den Betrieb: Wartung, Verschleißteile und Ausfall bleiben bei Ihnen, sofern der Vertrag nichts anderes regelt.

CC1 vs. CC1 Pro — geprüfte Daten

Pudu SH1Pudu CC1CenoBots L4CenoBots L50
Maschine
Bedienungmanuell geführtautonomautonomautonom
Arbeitsbreite (Bürste)440 mm450 mm510 mm
Flächenleistung (Herstellerangabe)1.100–1.600 m²/h700–1.000 m²/hbis 1.944 m²/h2.200 m²/h
Wasser & Akku
Frischwassertank4 Liter15 Liter38 Liter55 Liter
Laufzeit70 Min. (Standard) / 100 Min. (ECO)bis 5 Std. (Schrubben)bis 4,5 Std. (Spot-Cleaning-Modus)bis 6 Std.
Ladezeitca. 2,5 Std.< 3 Std.< 3 Std.ca. 4 Std.
Navigation & Einsatz
Navigation– (manuell geführt)PUDU SLAM (Visual + Laser SLAM)LiDAR-Kartierung, Auto-KartenupdateLiDAR + Vision
Automatisches LadenJaJa (24/7-Workstation, inkl. Wasser)Ja
Lautstärkeca. 70–76 dB(A), je nach Modus< 70 dB67 dB(A)

Alle Werte aus unseren geprüften Produktdaten. Ein Strich heißt: Für diese Maschine steht dort kein Wert – wir füllen solche Lücken nicht mit Zahlen, die wir nicht belegen können.

01

Was eine Scheuersaugmaschine tut – und was nicht

Eine Scheuersaugmaschine erledigt drei Arbeitsschritte in einem Durchgang. Sie trägt Wasser und Reinigungsmittel auf den Boden auf, löst den Schmutz mechanisch mit einer rotierenden Walzen- oder Tellerbürste und zieht die Schmutzflotte anschließend mit einer Gummilippe ab und saugt sie in den Schmutzwassertank. Zurück bleibt ein begehbarer Boden statt antrocknendem Wischwasser. Genau darin liegt der Sinn der Maschinenklasse: Der Schmutz wird aufgenommen und nicht verteilt. In ihrer handgeführten Form – einer Maschine wie dem SH1, von einer Person geschoben – ist das Prinzip über ein halbes Jahrhundert alt und unverändert.

Alles Weitere in dieser Klasse skaliert mit zwei Größen. Die erste ist die Arbeitsbreite; sie entscheidet, wie viel Boden eine Bahn erfasst: 440 mm beim geführten SH1, 450 mm beim kompakten L4, 510 mm beim industriellen L50. Die zweite ist das Tankvolumen; es entscheidet, wie lange die Maschine läuft, bevor jemand eingreifen muss: 4 Liter Frischwasser beim SH1, 15 beim CC1, 38 beim L4, 55 beim L50. Ein kleiner Tank auf großer Fläche bedeutet nicht langsame Reinigung, sondern häufige Nachfüllstopps – und das ist eine Personalfrage, keine Maschinenfrage.

Die Grenzen der Klasse sind so wichtig wie ihre Fähigkeiten. Eine Scheuersaugmaschine ist eine Hartbodenmaschine. Für den CC1 nennen unsere Produktdaten die freigegebenen Beläge ausdrücklich – Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein und Kunststein –, kurzflorige Teppiche reinigt er im Saugmodus, also trocken. Teppich, Textilbeläge und stark strukturierte Oberflächen sind eine andere Maschinenklasse, und kein Beschaffungsmodell repariert eine falsche Klasse. Welche Klasse zu welchem Boden passt, klärt unser Scheuersaugroboter-Ratgeber, bevor dieser Artikel überhaupt relevant wird.

02

Handgeführt oder autonom: dieselbe Maschine, ein anderer Bediener

Die geführte Maschine ist der Referenzfall. Der SH1 ist ein kabelloser Steh-Scheuersauger, den eine Person führt: 440 mm Arbeitsbreite an der Bürste, 490 mm an der Gummilippe, 27 kg Bürstendruck bei 350 U/min und 20.000 Pa Saugkraft, dazu je 4 Liter Frisch- und Schmutzwasser und eine vom Hersteller angegebene Produktivität von 1.100–1.600 m²/h. Der Akku läuft 70 Minuten im Standardmodus und 100 Minuten im ECO-Modus und ist in rund 2,5 Stunden wieder geladen. Jede dieser Zahlen beschreibt die Maschine – keine davon beschreibt die Schicht. Die geführte Maschine arbeitet exakt so lange, wie jemand sie schiebt, und die Zeit dieser Person ist die größte Einzelgröße der ganzen Rechnung.

Nimmt man den Bediener heraus, ändert sich am Reinigungsprinzip nichts; es kommt eine Navigationsebene hinzu. Der CC1 orientiert sich über PUDU SLAM, also die Kombination aus Visual und Laser SLAM, und erfasst seine Umgebung mit LiDAR, RGBD-Kameras und Ultraschall; der L4 kartiert per LiDAR, hält die Karte automatisch aktuell und reinigt bis auf 3 cm an die Wand – genau der Streifen, der sonst manuell bleibt. Der L50 macht dasselbe im Industriemaßstab: 2.200 m²/h, 55-Liter-Tanks, bis zu 6 Stunden Laufzeit, 220 kg Maschine, mit Flurförderzeug-Erkennung für den Mischbetrieb in Lagerhallen und Logistikzentren. Die größere Veränderung ist nicht das Tempo. Sie besteht darin, dass nicht mehr der Dienstplan die Grenze setzt, sondern der Wassertank.

Die Normung ist derselben Logik längst gefolgt. Automatische Bodenreinigungsmaschinen für den gewerblichen Einsatz haben mit IEC 63327:2021 eine eigene Produktnorm, die zusätzlich zu IEC 60335-2-72 gilt – der Norm für Bodenbehandlungsmaschinen allgemein. Die autonome Maschine wird also nicht als neue Gattung behandelt, sondern als die bekannte Maschine mit zusätzlichen Anforderungen an den Umstand, dass niemand sie festhält. Was das praktisch für Sicherheit, Sensorik und Not-Halt bedeutet, behandeln wir im Artikel zu Sicherheit und Normen bei Reinigungsrobotern.

Für die Beschaffungsentscheidung bringt Autonomie einen Faktor mit, den eine rein mechanische Maschine nicht hat: Die Maschine führt Software, Karten und ein Konto. Ihr Nutzwert hängt damit nicht nur am mechanischen Zustand, sondern auch daran, ob der Hersteller die Baureihe weiterhin versorgt – und genau dort fühlen sich Kauf und Gebrauchtkauf bei einer autonomen Maschine anders an als bei einer geführten.

03

Kaufen: Ihnen gehört die Maschine – und alles, was ihr passiert

Kauf ist Capex. Die Maschine steht in Ihrer Bilanz, Sie schreiben sie ab, Sie behalten am Ende den Restwert, den sie noch hat – und Sie tragen jedes Risiko, das an ihr hängt: Verschleiß, Reparatur, Ersatzteilversorgung, Ausfall und technische Alterung. Der Vorteil ist Kontrolle. Sie entscheiden, wann gefahren wird, wie konfiguriert wird, wann gewartet und wann ersetzt wird – und sobald die Maschine abgeschrieben ist, sind ihre laufenden Kosten tatsächlich niedrig. Voraussetzung ist eine Organisation, die eine Maschine auch betreiben kann: jemand, der für Serviceintervalle zuständig ist, ein Bestand an Verschleißteilen und ein Plan für die Woche, in der sie nicht fährt.

Verschleiß ist bei einer Nassmaschine kein Ausnahmefall, sondern der Betriebszustand. Bürsten und Rakelgummis stehen in jeder Schicht in Wasser und Schmutz; unsere eigenen Produktdaten nennen für sie eine typische Standzeit von drei bis sechs Monaten, je nach Bodenbelag. Dazu kommen Filter, Schläuche, der Saugweg und der Akku. Nichts davon ist für sich dramatisch; zusammen ist es eine wiederkehrende Beschaffungs- und Arbeitsposition, die jemandes Aufgabe sein muss. Ist sie niemandes Aufgabe, fällt die Maschine nicht an einem bestimmten Tag aus – sie wird schlechter. Eine verschlissene Rakel hinterlässt Schlieren, lange bevor jemand das einen Defekt nennt.

Entschieden wird der Kauf aber am Ausfalltag. Nicht an der Frage, ob etwas kaputtgeht, sondern: Wie lange dauert es, bis das Teil da ist, wer baut es ein, was kostet Sie der Boden in der Zwischenzeit – und springt jemand mit dem Mopp ein? Ein Eigentümer ohne Zweitmaschine hat darauf keine andere Antwort als Handarbeit. Das ist kein Argument gegen den Kauf, sondern die Frage, die Sie vor dem Kauf bepreisen müssen – und es ist dieselbe Frage, die alle vier Wege voneinander trennt. Was vollständig in diese Rechnung gehört, steht in unserem Artikel dazu, was ein Reinigungsroboter kostet.

04

Gebraucht: Was Sie mitkaufen, steht nicht im Inserat

Der Gebrauchtkauf ist der einzige der vier Wege, bei dem Sie Verschleiß übernehmen, den jemand anderes erzeugt hat. Der Betriebsstundenzähler sagt Ihnen, wie lange die Maschine gelaufen ist. Er sagt Ihnen nicht, unter welchen Bedingungen: auf welchem Boden, mit welchem Mittel in welcher Dosierung, ob der Schmutzwasserkreislauf nach jeder Schicht gespült wurde oder einmal im Quartal, ob sie über ein langes Wochenende voll stehen geblieben ist. Zwei Maschinen mit identischen Stunden können in völlig unterschiedlichem Zustand sein – und der Unterschied sitzt genau in den Teilen, die man von außen nicht sieht.

Der teuerste unsichtbare Posten ist der Akku. Jeder Akku altert mit Ladezyklen und Betriebsstunden, und einer stehenden Maschine sieht man seinen Zustand nicht an. Die Laufzeitangaben der Hersteller – 70 Minuten im Standardmodus beim geführten SH1, bis zu sechs Stunden beim L50 – beschreiben einen neuen Akku. Eine gebrauchte Maschine, die eine Schicht nicht mehr durchhält, ist keine günstigere Maschine, sondern eine halbe: Die Fläche wird auf zwei Durchgänge verteilt, oder eine Person macht den Rest. Fragen Sie nach Betriebsstunden, nach Ladezyklen, sofern die Maschine sie protokolliert, und nach dem Datum des letzten Akkuwechsels – und werten Sie eine fehlende Antwort als Antwort.

Der zweite unsichtbare Posten ist typisch für Nassmaschinen: alles, was Schmutzwasser führt. Tanks, Schläuche, Saugweg und Dichtungen sind dauerhaft in Kontakt mit Schmutzflotte, und ohne konsequente Spülung bleiben Ablagerungen, Geruch, Verstopfungen und nachlassende Saugleistung zurück. Eine verschlissene Rakel oder Bürste sieht man sofort und ersetzt sie leicht; ein verkeimter Schmutzwasserkreislauf ist beides nicht. Öffnen Sie beide Tanks, riechen Sie hinein, und prüfen Sie den Saugschlauch auf ganzer Länge statt nur an der Kupplung.

Bei autonomen Maschinen kommt über die Mechanik eine dritte Ebene: der Softwarestand, ob die Baureihe noch Updates und Ersatzteile bekommt, ob die Karten des Vorstandorts entfernt wurden und ob das Gerät sauber aus dem Flottenkonto des Voreigentümers ausgetragen ist. Eine Maschine, die sich nicht in Ihr Konto aufnehmen lässt, ist eine Maschine, die Sie nicht betreiben können – eine Problemklasse, die es bei einer geführten Maschine schlicht nicht gibt. Und rechtlich: Zwischen Unternehmen ist die Gewährleistung weitgehend vertraglich gestaltbar, wie viel Absicherung Sie also haben und wie lange, kann von Gebrauchtverkauf zu Gebrauchtverkauf verschieden sein. Klären Sie das schriftlich, bevor Sie zahlen, nicht danach.

Nichts davon macht den Gebrauchtkauf zu einer schlechten Entscheidung. Es macht ihn zu einer Entscheidung für bestimmte Situationen: als Zweitmaschine, die genau den oben beschriebenen Ausfalltag abdeckt, als Reserve für Lastspitzen, oder dort, wo Sie eigene Werkstattkapazität haben und die Maschine selbst beurteilen und instand setzen können. Was der Gebrauchtkauf nicht leistet, ist, Betriebsrisiko zu beseitigen. Er bündelt es – zum frühestmöglichen Zeitpunkt und mit der geringsten Information.

05

Leasing: eine Finanzierungsform, kein Servicevertrag

Leasing beantwortet die Frage, wie die Maschine bezahlt wird, nicht die Frage, wer sie am Laufen hält. Das Eigentum bleibt beim Leasinggeber, die Rate ist planbar, und die bilanzielle Behandlung unterscheidet sich vom Kauf. Der Betrieb dagegen – Wartung, Verschleißteile, Reparatur, Ausfall – bleibt bei Ihnen, sofern der Vertrag nicht ausdrücklich etwas anderes vorsieht. Finanzierungsleasing und Leasing mit Servicebaustein sind zwei sehr unterschiedliche Produkte, die regelmäßig unter demselben Wort verkauft werden. Lesen Sie also nach, welches von beiden vor Ihnen liegt, bevor Sie Raten vergleichen: Zwei Verträge mit demselben Etikett können das Risiko völlig unterschiedlich verteilen.

Die zweite Eigenheit ist die Laufzeit. Sie binden sich für eine feste Dauer an ein bestimmtes Gerät. Bei einer rein mechanischen Maschine ist das unkritisch – eine Bürste und eine Rakel machen in fünf Jahren dieselbe Arbeit. Bei einer autonomen Maschine, deren Nutzwert an Sensorik, Navigation und Software hängt, ist eine lange Laufzeit eine Wette darauf, dass diese Baureihe in drei oder fünf Jahren noch die richtige Antwort ist – in einer Produktkategorie, die sich weiter schnell bewegt. Dieses Risiko verschwindet durch Leasing nicht, es wird dadurch festgeschrieben.

Und prüfen Sie das Vertragsende, bevor Sie den Vertrag beginnen: Rückgabe, Kaufoption, Anschlussvertrag – und vor allem, wie der Rückgabezustand definiert ist und wer ihn bewertet. Bei einer Nassmaschine ist „normaler Verschleiß" ein dehnbarer Begriff: Bürsten, Rakelgummis, Tanks und Saugweg tragen sichtbare Gebrauchsspuren, und ob die als normal gelten, klärt man besser schriftlich vorab als bei der Übergabe.

06

Mieten und Full-Service: Sie beschaffen Verfügbarkeit, keine Maschine

Miete ist Opex, und die entscheidende Variable ist nicht die Rate, sondern der Leistungsumfang. Ein reiner Mietvertrag verschiebt das Zahlungsmuster und lässt Wartung, Verschleißteile und Reparatur bei Ihnen. Ein Vertrag mit inkludierter Wartung nicht. Genau hier werden Angebote unvergleichbar, ohne dass jemand lügt – und deshalb sagt der Vergleich zweier Monatsbeträge nebeneinander fast nichts aus, solange Sie nicht gelesen haben, was jeweils darin steckt.

Wir arbeiten im Full-Service-Mietmodell: Wartung, Verschleißteile und Reparatur liegen bei uns, und bei einem Ausfall stellen wir ein Ersatzgerät. Beschafft wird in diesem Modell kein Roboter, sondern die Verfügbarkeit eines gereinigten Bodens – was auch heißt, dass die Betriebskostenpositionen in diesem Artikel für uns keine Theorie sind, sondern eigene Kostenzeilen. Der strukturelle Tausch ist das Spiegelbild des Kaufs: weniger Kontrolle über das Asset, kein Restwert – und dafür keine Berührung mit den schlechten Tagen der Maschine. Wie das praktisch abläuft, steht auf unserer Service-Seite.

Zur Rate selbst steht hier bewusst nichts. Was eine Maschine bei uns kostet, hängt an der Fläche, am Bodenbelag, an der Reinigungsfrequenz und an den Gegebenheiten vor Ort – Stellplatz, Steckdose, Wasseranschluss, Abfluss – und wird deshalb individuell kalkuliert. Das ist kein Ausweichen vor der Frage, sondern die einzige ehrliche Antwort darauf. Wer Ihnen ohne diese Angaben eine Zahl nennt, gibt Ihnen eine als Angebot verkleidete Schätzung. Die belastbarste Zahl, die es überhaupt gibt, kommt von Ihrem eigenen Boden: Ein Testeinsatz vor Ort liefert echte Quadratmeter pro Stunde, echte Zykluszeiten inklusive Docken und Rangieren und eine ehrliche Messung der manuellen Restarbeit.

07

Die Auslastung entscheidet, nicht der Beschaffungsweg

Drei Fragen entscheiden diese Sache, und die erste ist die Auslastung. Kauf und Leasing binden Kapital unabhängig davon, ob die Maschine fährt; Miete und Full-Service koppeln die Kosten an eine laufende Leistung. Eine Maschine, die jede Nacht fährt, trägt eine völlig andere Struktur als eine, die einmal pro Woche läuft – und Auslastung ist nicht dasselbe wie Fläche. Eine große Fläche, die wöchentlich gereinigt wird, ist schlechte Auslastung; eine kleinere Fläche, die jede Nacht gereinigt wird, ist gute. Rechnen Sie das je Maschine und Woche, nicht je Quadratmeter.

Die zweite ist die Ausfalltoleranz, und hier lohnt sich Genauigkeit. Auf einer Verkaufsfläche, die vor Ladenöffnung begehbar sein muss – die Situation in Supermärkten und im Einzelhandel –, oder in einer Produktionshalle im Schichtwechsel ist ein zweiwöchiger Stillstand ein Betriebsproblem und kein Ärgernis. Wo der Boden eine Verzögerung verträgt, ist Eigentum deutlich bequemer. Wo nicht, ist die Frage nach dem Ersatzgerät die ganze Entscheidung – und sie gehört in eine Vertragsklausel, nicht in ein Verkaufsversprechen.

Die dritte ist die technische Alterung, und sie betrifft nur autonome Maschinen. Sensorik, Navigation und Software bewegen sich weiter; eine mechanische Scheuersaugmaschine tut das nicht. Je länger Sie sich an eine autonome Maschine binden, desto mehr wetten Sie auf den Stand dieser Technik. Kurz gefasst: Wer die Maschine besitzen will und sie betreiben kann, kauft. Wer Verfügbarkeit braucht und kein Maschinenrisiko tragen will, mietet. Leasing beantwortet eine Finanzierungsfrage, keine Betriebsfrage. Und gebraucht kauft, wer eine Werkstatt hat oder eine Reserve braucht. Welche Maschinenklasse überhaupt zu Ihrem Boden passt, ist die Frage vor all diesen – wir gehen sie in Welcher Reinigungsroboter passt zu Ihrem Betrieb durch.

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Häufige Fragen

Eine Scheuersaugmaschine ist eine Bodenreinigungsmaschine, die drei Arbeitsschritte in einem Durchgang erledigt: Sie trägt Wasser und Reinigungsmittel auf, löst den Schmutz mechanisch mit einer rotierenden Walzen- oder Tellerbürste und zieht die Schmutzflotte anschließend mit einer Gummilippe ab und saugt sie in einen Schmutzwassertank. Der Boden hinter ihr ist begehbar statt nass. Sie ist eine Hartbodenmaschine – für unseren Pudu CC1 sind Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein und Kunststein freigegeben, kurzflorige Teppiche reinigt er trocken im Saugmodus. Es gibt sie als handgeführte Steh-Maschine und als autonome Variante, die dasselbe Reinigungsprinzip nutzt und lediglich eine Navigationsebene ergänzt.

Die beiden sind keine Preisniveaus, sondern Risikostrukturen – die Antwort folgt also aus Ihrem Betrieb und nicht aus einer Vergleichstabelle. Kauf ist Capex mit Eigentum, Abschreibung und Restwert und belässt Verschleiß, Reparatur, Ersatzteilversorgung und Ausfall bei Ihnen; das setzt eine Organisation voraus, die eine Maschine betreiben kann. Miete ist Opex, und ob Wartung und Reparatur enthalten sind, unterscheidet sich von Vertrag zu Vertrag. Drei Fragen entscheiden: wie gut die Maschine ausgelastet sein wird, wie sehr ein zweiwöchiger Stillstand Sie trifft, und ob Sie das Maschinenrisiko überhaupt tragen wollen.

Vor allem auf die Teile, die Sie nicht sehen. Fragen Sie nach Betriebsstunden, nach Ladezyklen, sofern die Maschine sie protokolliert, und nach dem Datum des letzten Akkuwechsels – der Akkuzustand ist der teuerste unsichtbare Posten und lässt sich an einer stehenden Maschine nicht beurteilen. Öffnen Sie beide Tanks und prüfen Sie Schläuche und Saugweg auf ganzer Länge auf Ablagerungen und Geruch, denn ein verkeimter Schmutzwasserkreislauf ist weder offensichtlich noch günstig zu beheben. Kontrollieren Sie Bürsten, Rakelgummis, Dichtungen und Filter und fragen Sie, auf welchen Böden die Maschine gelaufen ist und mit welchem Mittel in welcher Dosierung. Bei autonomen Maschinen kommen Softwarestand, Update- und Ersatzteilversorgung der Baureihe sowie die Freigabe aus dem Flottenkonto des Voreigentümers dazu. Und klären Sie schriftlich, welche Gewährleistung gilt – zwischen Unternehmen ist sie weitgehend vertraglich gestaltbar.

Wir nennen keine Rate, weil sich ohne Kenntnis der Aufgabe keine seriöse angeben lässt. Sie hängt an der Fläche, am Bodenbelag, an der Reinigungsfrequenz und an den Gegebenheiten vor Ort – Stellplatz, Steckdose, Wasseranschluss, Abfluss – und wird deshalb individuell kalkuliert. Wichtiger als die Zahl ist ohnehin der Leistungsumfang dahinter: Ein reiner Mietvertrag lässt Wartung, Verschleißteile und Reparatur bei Ihnen, ein Full-Service-Modell nicht. Stellen Sie jedem Angebot dieselbe Frage, bevor Sie Monatsbeträge vergleichen: Was passiert am Tag des Ausfalls, wer zahlt, wer kommt, wie schnell – und wird ein Ersatzgerät gestellt?

Nein. Leasing beantwortet, wie die Maschine finanziert wird; es beantwortet für sich genommen nicht, wer sie am Laufen hält. Das Eigentum bleibt beim Leasinggeber und die Rate ist planbar, aber Wartung, Verschleißteile, Reparatur und Ausfall bleiben bei Ihnen, sofern der Vertrag sie nicht ausdrücklich einschließt – Finanzierungsleasing und Leasing mit Servicebaustein sind unterschiedliche Produkte, die oft unter demselben Wort verkauft werden. Auch Miete gibt es in beiden Ausprägungen, weshalb Sie den Leistungsumfang lesen müssen und nicht das Etikett. Eine Besonderheit des Leasings ist zusätzlich die feste Laufzeit: Bei einer autonomen Maschine binden Sie sich damit auch an den Stand dieser Technik.

In dieser Klasse ja – die Begriffe beschreiben dieselbe Maschine aus zwei Richtungen. Das Reinigungsprinzip ist identisch: Bürste, Wasser, Rakel, Absaugung in einem Durchgang. Hinzu kommt eine Navigationsebene; der Pudu CC1 etwa orientiert sich über PUDU SLAM aus Visual und Laser SLAM und erfasst seine Umgebung mit LiDAR, RGBD-Kameras und Ultraschall. Die Normung sieht es genauso: Automatische Bodenreinigungsmaschinen für den gewerblichen Einsatz haben mit IEC 63327:2021 eine eigene Produktnorm, die zusätzlich zu IEC 60335-2-72 für Bodenbehandlungsmaschinen allgemein gilt. Zu beachten ist nur: „Reinigungsroboter" ist der weitere Begriff und umfasst auch Kehr- und Saugroboter, die eine andere Maschinenklasse sind.

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