Eine Scheuersaugmaschine erledigt drei Arbeitsschritte in einem Durchgang. Sie trägt Wasser und Reinigungsmittel auf den Boden auf, löst den Schmutz mechanisch mit einer rotierenden Walzen- oder Tellerbürste und zieht die Schmutzflotte anschließend mit einer Gummilippe ab und saugt sie in den Schmutzwassertank. Zurück bleibt ein begehbarer Boden statt antrocknendem Wischwasser. Genau darin liegt der Sinn der Maschinenklasse: Der Schmutz wird aufgenommen und nicht verteilt. In ihrer handgeführten Form – einer Maschine wie dem SH1, von einer Person geschoben – ist das Prinzip über ein halbes Jahrhundert alt und unverändert.
Alles Weitere in dieser Klasse skaliert mit zwei Größen. Die erste ist die Arbeitsbreite; sie entscheidet, wie viel Boden eine Bahn erfasst: 440 mm beim geführten SH1, 450 mm beim kompakten L4, 510 mm beim industriellen L50. Die zweite ist das Tankvolumen; es entscheidet, wie lange die Maschine läuft, bevor jemand eingreifen muss: 4 Liter Frischwasser beim SH1, 15 beim CC1, 38 beim L4, 55 beim L50. Ein kleiner Tank auf großer Fläche bedeutet nicht langsame Reinigung, sondern häufige Nachfüllstopps – und das ist eine Personalfrage, keine Maschinenfrage.
Die Grenzen der Klasse sind so wichtig wie ihre Fähigkeiten. Eine Scheuersaugmaschine ist eine Hartbodenmaschine. Für den CC1 nennen unsere Produktdaten die freigegebenen Beläge ausdrücklich – Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein und Kunststein –, kurzflorige Teppiche reinigt er im Saugmodus, also trocken. Teppich, Textilbeläge und stark strukturierte Oberflächen sind eine andere Maschinenklasse, und kein Beschaffungsmodell repariert eine falsche Klasse. Welche Klasse zu welchem Boden passt, klärt unser Scheuersaugroboter-Ratgeber, bevor dieser Artikel überhaupt relevant wird.
