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Ratgeber · · 11 Min. Lesezeit

Teppichreinigung mit Robotern: Was autonom geht – und was Handarbeit bleibt

Teppich ist der Belag, bei dem autonome Reinigung am schnellsten missverstanden wird. Ein Roboter, der über einen Teppich fährt, saugt ihn: trocken, im Turnus, ohne Wasser. Er extrahiert nicht, er shampooniert nicht, und er holt keinen eingetretenen Rotweinfleck aus dem Flor. Das ist kein Mangel unserer Maschinen, sondern die Definition der Klasse – für textile Beläge gibt es am Markt kein autonomes Nassverfahren, das wir betreiben oder empfehlen würden. Was autonom sehr wohl funktioniert, ist der Teil der Teppichpflege, der die meiste Zeit kostet: das tägliche oder mehrmals wöchentliche Absaugen großer Flächen. Drei Maschinen unserer Flotte können Teppich – der SoftBank Whiz, der Pudu MT1 Vac und der Nexaro NR 1700 –, und sie unterscheiden sich stärker, als die gemeinsame Kategorie vermuten lässt. Dieser Artikel ordnet ein, was jede belegbar leistet, wie sich gemischte Böden aufteilen lassen und welche Arbeit am Teppich Handarbeit bleibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Autonome Teppichpflege heißt trocken saugen im Turnus. Nassextraktion und Grundreinigung bleiben periodische Handarbeit – keine dieser Maschinen führt Wasser.
  • Drei Maschinen, drei Profile: der Whiz als Flächenmaschine für Teppich (465–557 m²/h, Routen von Hand angelernt), der MT1 Vac mit 20 Litern Staubkapazität und H11/H13-Filtration, der NR 1700 kamerafrei, laut Handbuch aber auf 15 mm Flor begrenzt.
  • Bei gemischten Böden fällt die Entscheidung je Etage: Teppichanteil und Zusammenhang der Flächen bestimmen, ob eine Saugmaschine reicht oder ein Paar aus Scheuersaug- und Saugroboter die ehrliche Antwort ist.
  • Saugen ist laut. Hotels saugen Gästeetagen im Housekeeping-Fenster am Tag, Büros nachts auf leerer Fläche.
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Was autonome Teppichpflege leistet – und was nicht

Der Vorgang ist immer derselbe: Eine rotierende Bürste löst Material aus dem Flor, ein Gebläse zieht es über einen Filter in Beutel oder Behälter, und die Fläche ist wieder benutzbar, sobald die Maschine durch ist. Kein Wasser, keine Trocknungszeit, kein Risiko, einen textilen Belag zu übernässen. Jede Maschine, die wir auf Teppich einsetzen, ist eine Trockenmaschine – und das gilt selbst für die eine Maschine unserer Flotte, die Wasser führt. Der CC1 ist ein Scheuersaugroboter, aber einer seiner vier offiziellen Modi heißt Teppichsaugen, trocken, und Pudu schreibt ausdrücklich, dass für die Reinigung von Teppichen der Teppichsaugaufsatz montiert sein muss, der separat zu erwerben ist. Auch die Nassmaschine geht auf Teppich trocken.

Damit ist die Grenze dessen gezogen, was Sie zusagen dürfen. Loses kommt heraus: Staub, Sand, Krümel, Haare, Fasern – das Material, das ein Flur täglich ansammelt. Alles, was an der Faser haftet, bleibt: verschüttete Getränke, Fettränder vor der Kaffeeküche, Streusalzschlieren im Winter, Flecken jeder Art. Deren Entfernung ist Nassarbeit – Fleckbehandlung und, in größeren Abständen, Extraktion oder Shampoonierung der ganzen Fläche. Beides leistet kein Roboter dieser Klasse, und das vorab zu sagen ist mehr wert als jede Spezifikation: Reinigungsverträge, die „Teppichreinigung“ versprechen und Saugen liefern, erzeugen beim ersten Fleck Streit.

Es lohnt sich außerdem, die Erwartung an das Ergebnis zu justieren. Eine Beobachtung aus unseren eigenen Einsätzen, ausdrücklich als Beobachtung und nicht als Spezifikation: Eine rotierende Bürste legt den Flor in Fahrtrichtung und hinterlässt sichtbare Bahnen. Diese Florbahnen sind das Zeichen, dass die Fläche bearbeitet wurde, kein Mangel – und die Begehung gleicht sie im Lauf des Tages wieder aus. In repräsentativen Bereichen – Hotellobbys, Vorstandsetagen, Showrooms – lohnt es sich trotzdem, die Fahrtrichtung bewusst zu planen: gerade, parallele Bahnen wirken gepflegt, ein gekreuztes Muster wirkt zufällig.

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Drei Teppichmaschinen, sortiert nach Datenlage

Der Whiz ist die Maschine der drei, für die der Hersteller Teppich zuerst nennt: SoftBank Robotics schreibt in der eigenen Markteinführungsmitteilung, er arbeite am besten auf Teppich und Hartboden. Das Datenblatt nennt 465–557 m²/h bei drei Stunden Laufzeit je Ladung, die Pressemitteilung ergänzt bis zu 1.500 m² je Ladung – genau das ergeben drei Stunden Fahrt bei dieser Flächenleistung. Die daneben genannten vier Stunden sind die Ladezeit, keine Laufzeit; sie gehören nicht ins Arbeitsfenster gerechnet. Die Bürste ist offiziell als entnehmbare Rotationsbürste mit automatischer Höhenanpassung beschrieben, gefiltert wird über HEPA mit 99,97 % der PM2,5-Partikel einschließlich Pollen und Staub, der Staubbeutel fasst 4,0 l, der Normalmodus ist mit 62 dB angegeben. Zwei Dinge gehören in die Planung: Mit 30 kg Maschinen- plus 5 kg Akkugewicht trägt niemand diese Maschine nebenbei eine Etage höher, und sowohl Akkuwechsel als auch Start sind Handarbeit – Whiz Connect überwacht, startet aber keine Reinigungen. Der vollständige Maschinenvergleich steht in unserem Saugroboter-Vergleich.

Der MT1 Vac ist offiziell keine reine Teppichmaschine, sondern ein 3-in-1-Gerät für Teppich und Hartboden: saugen mit 55 cm Breite, kehren mit 70 cm über Seitenbürsten, trockenwischen. Mit maximal 1.400 m²/h angegeben, bringt er die mit Abstand größte Schmutzkapazität dieser Gruppe mit – 20 Liter als 6-l-Behälter plus zwei 7-l-Einwegbeutel, was Pudu in bis zu zehn aufeinanderfolgende Tage auf 1.000 m² Teppichfläche vor dem Entleeren übersetzt. Gefiltert wird serienmäßig über HEPA H11 mit über 98 % der Partikel bis 0,3 µm, optional über H13 mit 99,97 %; das dokumentiert eine Filterklasse, kein Gesundheitsergebnis, und mehr behaupten wir auch nicht. Seine Bodenanpassung ist real und offiziell beschrieben – eine KI-gestützte Bodenerkennung identifiziert Teppich und Hartboden in Echtzeit und passt Bürstenandruck, Walzendrehzahl und Saugkraft an –, sie ist aber nicht die florhöhenmessende Bürstenhöhenverstellung, die in vielen Beschreibungen dieser Maschine kursiert. Zwei ehrliche Lücken: Die offizielle Laufzeit steht bei 3–6,5 Stunden mit genau einer Modusangabe (4 Stunden im Standard-Kehr-Saug-Modus auf Hartboden) – eine offizielle Teppich-Laufzeit gibt es also nicht und damit auch keine seriöse Flächenrechnung für Teppich; und Pudu veröffentlicht für diese Maschine überhaupt keinen Lautstärkewert. Wir planen sie als laute Maschine. Das Maschinenporträt steht im eigenen Artikel.

Der NR 1700 ist der kleine, kamerafreie: 280 mm Reinigungsbreite, maximal 0,3 m/s, ein abwaschbarer HEPA-H13-Filter mit 530 cm² Filterfläche, 1,4 l Schmutzbehälter. Er ist zugleich die einzige Maschine dieser Gruppe, für die der Hersteller eine Florgrenze veröffentlicht – und sie ist eng. Die Betriebsanleitung beschränkt den Einsatz auf Teppiche mit einer freien Faserlänge von bis zu 15 mm, empfiehlt, hochflorige Teppiche über Magnetstreifen oder No-Go-Zonen im Nexaro HUB abzugrenzen, und nennt zwei Gründe: Auf hochflorigem Teppich können die Räder durchdrehen und die Navigation stören, und dunkle, dichte Teppiche können bei verschmutzten Absturzsensoren als Abgrund interpretiert werden. Im Datenblatt steckt ein Detail, das man für die Teppichplanung kennen sollte: Die Lautstärkewerte – Eco 49 dB(A), Balanced und Performance je 57 dB(A) – tragen die Fußnote „Gemessen auf Teppichboden“, die Laufzeiten von 250, 110 und 105 Minuten dagegen die Fußnote „Gemessen auf Hartboden“. Die beiden Kennzahlen wurden also auf unterschiedlichen Belägen ermittelt, und die Laufzeit ist keine Teppichangabe. Die Reinigungsgeschwindigkeit von 100 m²/h trägt ihre eigene Fußnote zu Grundriss, Einrichtung, Bodenbelag und Verschmutzung; in unseren Einsätzen liegt die effektive Leistung bei 50–75 m²/h und eine Ladung deckt 200–300 m² ab – nachzulesen im Praxisbericht.

Ein Vergleich über alle drei lohnt ausdrücklich, weil er mehr Installationen entscheidet als jede Leistungsangabe: Nur Nexaro veröffentlicht eine Florhöhe. Pudu spezifiziert kurzflorige Teppiche für den CC1 mit seinem separaten Teppichaufsatz; für den MT1 Vac und für den Whiz veröffentlichen weder Pudu noch SoftBank Robotics überhaupt eine Florangabe. Deshalb gibt es auch keinen ehrlichen Prozentsatz „geeigneter“ Teppiche – und deshalb sehen wir uns den Belag vor der Installation vor Ort an, statt einen zu nennen.

Whiz
MT1 Vac
NR 1700
Whizangelernte RoutenMT1 VacTeppich und HartbodenNR 1700kamerafrei
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Gemischte Böden: die Entscheidung fällt je Etage

In der Praxis lautet die Frage fast nie „welcher ist der beste Teppichroboter“. Sie lautet: Wie sieht die Aufteilung zwischen Hartboden und Teppich je Etage aus, und hängen die Teppichflächen zusammen? Eine teppichdominierte Etage – eine Hotel-Gästeetage mit Fluren, eine Büroetage mit Teppichfliesen – ist ein klarer Fall: Eine Saugmaschine deckt sie ab. Eine wirklich gemischte Etage lässt zwei Wege zu. Entweder eine Maschine, die offiziell beide Beläge kann – dafür ist der MT1 Vac als Teppich-und-Hartboden-Maschine mit Bodenerkennung gebaut, und das meint SoftBank, wenn es Teppich und Hartboden für den Whiz in denselben Satz schreibt. Oder ein Paar aus zwei Maschinen mit sauber getrennten Aufgaben.

Das Paar wird in dem Moment zur ehrlichen Antwort, in dem der Hartbodenanteil nass gereinigt werden muss. Eingangsbereiche, Sanitärzonen, Kantinen, geflieste Verkehrsflächen: Was dort am Boden haftet, geht mit Wasser und Mechanik ab, und keine Saugmaschine löst das – ein Scheuersaugroboter schon, und der fährt niemals nass über Teppich. Welche Maschine das ist und für welche Fläche, arbeitet unser Scheuersaugroboter-Ratgeber durch. Der CC1 ist hier der interessante Grenzfall, weil er beides kann – aber nicht in einem Durchgang. Teppichsaugen bedeutet Umrüsten: Seitenbürste entfernen, Kehrbürste und Teppichsaugaufsatz montieren, dann den Modus wählen; Pudu gibt für diesen Modus vier Stunden Laufzeit an und beschränkt ihn auf kurzflorige Teppiche. Das ist ein bewusster Wechsel, nichts, was die Maschine im laufenden Einsatz erledigt. Der CC1 Pro ist die Version, die eine automatische Bodentyperkennung ergänzt – Hartboden bekommt das Nassprogramm, Teppich wird trocken gesaugt –, was wir in CC1 gegen CC1 Pro im Detail vergleichen.

Ausschlaggebend ist am Ende, wie viel Teppich es gibt und in welchen Stücken. Verstreute Teppichinseln in einem sonst hartbödigen Gebäude – ein paar Besprechungsräume, ein Empfangsteppich – rechtfertigen selten eine eigene Maschine: Ein Scheuersaugroboter mit No-Go-Zonen plus manuelles Saugen der Inseln kostet weniger Aufwand als ein zweiter Roboter mit zweiter Serviceroutine. Zusammenhängender Teppich ab einigen hundert Quadratmetern je Etage ist der Bereich, in dem eine Saugmaschine ihren Platz verdient. Und ein Detail aus der Nexaro-Betriebsanleitung gehört in die Planung gemischter Böden: Der NR 1700 überwindet Objekte bis 15 mm Höhe, ausdrücklich einschließlich Türschwellen und Teppichkanten – wo eine Teppichkante höher ist, ist der Übergang eine Grenze und kein Durchgang. Welche Maschinenklasse überhaupt in Ihr Gebäude gehört, führt welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt einmal komplett durch.

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Einsatzfenster: Hotel am Tag, Büro in der Nacht

Eine Saugmaschine ist bauartbedingt laut – das Wirkprinzip ist ein Gebläse, und ein Gebläse macht Geräusch. Wo Hersteller Werte veröffentlichen, lesen sie sich so: Das Whiz-Datenblatt nennt 62 dB im Normalmodus; das Datenblatt des NR 1700 nennt 49 dB(A) im Eco-Modus und je 57 dB(A) in Balanced und Performance – und diese Werte wurden, ungewöhnlich und hier hilfreich, auf Teppichboden gemessen. Für den MT1 Vac veröffentlicht Pudu überhaupt keinen Lautstärkewert – weder auf der Produktseite noch in der Pressemitteilung noch in der Partnerbroschüre. Wir nennen deshalb keine Zahl und planen die Maschine als laut. Das ist bei einem gewerblichen Doppelgebläse-Sauger die sichere Fehlerrichtung.

Für Hotels gibt das den Zeitplan vor, denn Teppich liegt im Hotel überwiegend auf den Gästeetagen, und auf Gästeetagen schlafen Gäste. Das Absaugen der Flure findet im Housekeeping-Fenster am Tag statt, genau wie mit dem handgeführten Sauger – niemals nachts um drei vor den Zimmertüren. Der Whiz passt in dieses Muster besonders gut, weil er ohnehin einen Menschen braucht: Housekeeping legt die Route einmal an, startet den Roboter im Vormittagsfenster und wechselt den Akku, wenn er leer ist. Lobby, Konferenz- und Veranstaltungsbereiche folgen derselben Logik, nur mit breiteren Fenstern zwischen den Terminen.

In Büros kehrt sich das Muster um. Nachts ist die Fläche leer, Lautstärke kostet nichts, und die Maschine hat den ganzen Bereich für sich – das ist das Heimatgebiet dieser Klasse. Entscheidend ist dann, ob der Roboter die Nacht allein durchsteht: Der NR 1700 kartiert selbst, kehrt selbstständig zur Ladestation zurück und meldet sich über sein eingebautes Mobilfunkmodul; der MT1 Vac hat eine automatische Ladestation. Der Whiz läuft nicht unbeaufsichtigt durch eine Nacht – sein Einsatz endet mit dem Akku, und den nächsten setzt ein Mensch ein. Was für unbeaufsichtigte Nachtläufe sonst noch zu klären ist – Zutritt, Schlüssel, Eskalation bei einem Maschinenstopp –, steht in unserem Artikel zum Nachtbetrieb.

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Was Handarbeit bleibt – und die Checkliste vor der Installation

Vier Arten von Arbeit bleiben bei Menschen. Erstens Kanten und alles, was das Bahnenmuster nicht erreicht. Für den MT1 Vac beschreibt Pudu eine Rand-zu-Rand-Reinigung – hochpräzise Sensorik, die die Maschine an Wänden und Säulen ausgerichtet hält – und dokumentiert sogar eine Handsaugverlängerung für Sofaseiten, Wände und Glasflächen; für den Whiz gibt es keine Herstellerangabe zur Kantengenauigkeit, die wir zitieren würden. So oder so bleiben Sockelecken, Stuhl- und Tischbeine sowie der Bereich unter niedrigen Möbeln Handarbeit. Zweitens Treppen: Alle drei sind Flächenmaschinen mit Absturzsensoren, und Treppen sind die Grenze ihrer Welt, keine Aufgabe.

Drittens Flecken, viertens die periodische Grundreinigung. Beides ist Nassarbeit am textilen Belag, beides bleibt eine terminierte menschliche Aufgabe, und beides gehört neben dem Roboter ausdrücklich ins Leistungsverzeichnis, statt stillschweigend hineingelesen zu werden. In dieselbe Planung gehört das Verbrauchsmaterial: Der Whiz führt HEPA-Filter, Staubbeutel und Bürste als Verschleißteile, der MT1 Vac arbeitet mit Einwegbeuteln, und von den dreien hat nur der NR 1700 einen offiziell abwaschbaren Filter – den H13 mit 530 cm² Filterfläche. Wo keine offizielle Quelle einen Filter als waschbar beschreibt, planen wir ihn als Verschleißteil im Wechselrhythmus.

Vor einer Installation auf Teppich klären wir sechs Punkte, in dieser Reihenfolge: die Florhöhe und Belagsart je Fläche – 15 mm sind für den NR 1700 dokumentiert, alles andere sehen wir uns vor Ort an; den Teppichanteil je Etage und ob die Flächen zusammenhängen; das Einsatzfenster, also wer wann im Haus ist und wann es laut sein darf; die Filterklasse, was für allergensensible Häuser bedeutet, H13 vorab zu spezifizieren statt nachzurüsten; den Entleerungsrhythmus, bei dem ein 1,4-l-Behälter und 20 Liter Kapazität rund den Faktor vierzehn auseinanderliegen; und schließlich, schriftlich, was ausdrücklich Handarbeit bleibt – Kanten, Treppen, Flecken, periodische Grundreinigung – und wer sie erledigt. Der letzte Punkt verhindert mehr Enttäuschung als jede Spezifikation. Wer die Maschinen auf dem eigenen Teppich sehen will: Genau dafür gibt es die Demo.

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Häufige Fragen

Er kann ihn saugen – trocken, autonom und im Turnus, und damit den Routineteil der Teppichpflege: Staub, Sand, Krümel, Haare, Fasern. Extrahieren oder shampoonieren kann er nicht. Alles, was an der Faser haftet, von verschütteten Getränken über Fettränder bis zu Flecken, braucht Nassbehandlung, und keine der uns verfügbaren gewerblichen Maschinen führt dafür Wasser. Autonome Teppichpflege ersetzt also den täglichen Saugdurchgang, nicht die periodische Grundreinigung.

Drei Maschinen unserer Flotte können Teppich. Der SoftBank Whiz ist die Flächenmaschine mit 465–557 m²/h und bis zu 1.500 m² je Akkuladung, dessen Routen von Hand angelernt werden. Der Pudu MT1 Vac ist offiziell eine Teppich-und-Hartboden-Maschine mit bis zu 1.400 m²/h, 20 Litern Staubkapazität und HEPA H11 serienmäßig oder H13 optional. Der Nexaro NR 1700 ist die kleine kamerafreie Maschine für kleinteilige Bürogrundrisse. Zusätzlich saugt der Scheuersaugroboter Pudu CC1 kurzflorige Teppiche trocken, sofern der Teppichaufsatz montiert ist, den Pudu separat verkauft.

Nur ein Hersteller dieser Gruppe veröffentlicht eine bezifferte Florhöhengrenze: Nexaro beschränkt den NR 1700 auf Teppiche mit einer freien Faserlänge von bis zu 15 mm und empfiehlt, hochflorige Teppiche über Magnetstreifen oder No-Go-Zonen abzugrenzen, weil die Räder durchdrehen können und dunkle, dichte Teppiche als Abgrund fehlinterpretiert werden können. Pudu spezifiziert für den CC1 mit Teppichaufsatz kurzflorige Teppiche. Für den MT1 Vac und den Whiz veröffentlichen weder Pudu noch SoftBank Robotics eine Florangabe – deshalb sehen wir uns den Belag vor der Installation vor Ort an, statt eine Zahl zu nennen.

Nein. Die Grundreinigung eines textilen Belags ist ein Nassverfahren – Extraktion oder Shampoonierung mit Trocknungszeit –, und keine dieser Maschinen hat eine Nassfunktion. Was der Roboter ändert, ist Frequenz und Verlässlichkeit des trockenen Durchgangs: täglich oder mehrmals wöchentlich saugen ist autonom realistisch, und es passiert auch dann, wenn die Schicht an diesem Tag unterbesetzt war. Die Grundreinigung selbst bleibt eine terminierte Dienstleistung und gehört ausdrücklich ins Leistungsverzeichnis.

Wo Werte existieren: Das Whiz-Datenblatt nennt 62 dB im Normalmodus, das Datenblatt des Nexaro NR 1700 nennt 49 dB(A) im Eco-Modus und je 57 dB(A) in Balanced und Performance, laut eigener Fußnote auf Teppichboden gemessen. Für den MT1 Vac veröffentlicht Pudu keinen Lautstärkewert, deshalb nennen wir keinen und planen die Maschine als laut. Praktisch heißt das: Hotels saugen Gästeetagen im Housekeeping-Fenster am Tag, Büros fahren nachts auf leerer Fläche.

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