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Branchen · · 9 Min. Lesezeit

Industriereinigung: Was Hallenböden in Produktion und Logistik wirklich verlangen

Der Begriff „Industriereinigung“ meint im deutschen Sprachgebrauch zwei verschiedene Gewerke. Das eine ist die Sonderreinigung: Maschinen, Anlagen, Rohrleitungen, Fassaden, Hochdruck- und Trockeneisverfahren, meist mit Gerüst, Freigabeschein und Anlagenstillstand. Das andere ist die Unterhaltsreinigung der Bodenflächen in Produktions- und Logistikhallen – Tausende Quadratmeter Beton oder Beschichtung, in jeder Schicht neu verschmutzt. Dieser Artikel behandelt ausschließlich das Zweite. Wer Anlagen- oder Fassadenreinigung sucht, ist hier falsch, und das sagen wir lieber, als etwas Benachbartes zu verkaufen. Beim Hallenboden können wir konkret werden, weil wir die Maschinen selbst betreiben: zwei Kehrroboter und einen Großflächen-Scheuersaugroboter. Dokumentenbasierte Einordnungen sind an jeder Stelle als solche gekennzeichnet, und jede Zahl unten stammt aus einem Herstellerdokument, das wir selbst gelesen haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Wort, zwei Gewerke: Dieser Artikel behandelt die Bodenunterhaltsreinigung in Hallen, nicht die Hochdruck- oder Anlagen-Sonderreinigung.
  • Eine Frage entscheidet die Maschine: Loses Material heißt Kehrroboter – alles Anhaftende wie Reifenspuren und Ölfilm verlangt einen Scheuersaugroboter. Kehren läuft vor dem Schrubben, nicht statt seiner.
  • Staub ist die Angabe, die im Einkauf vergessen wird. Klasse-M-Filtration mit automatischer Abreinigung ist bei einzelnen Maschinen dieser Klasse dokumentiert; Pudu veröffentlicht für seine Kehrroboter überhaupt keine Filterklasse.
  • Für unseren großen Scheuersaugroboter bestätigt kein Hersteller eine staplerspezifische Erkennung. Über den sicheren Mischbetrieb entscheiden Verkehrskonzept und Reinigungsfenster, nicht ein Sensor-Bulletpoint.
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Was hier Industriereinigung heißt – und was nicht

Der Suchbegriff ist mehrdeutig, deshalb zuerst der Rahmen. Sonderreinigung – das Entfetten von Produktionsanlagen, die Reinigung von Absauganlagen, Hochdruckarbeiten an Fassaden und Silos – ist ein eigenes Gewerk mit eigenen Qualifikationen, eigenen Freigaben und eigenem Gerät. Nichts von dem, was unten steht, gilt dafür. Es geht um den Boden: um die Unterhaltsreinigung großer Hartbodenflächen in der Produktion und in Lagerhallen und Logistikzentren – und darum, welchen Teil dieser Arbeit eine autonome Maschine übernehmen kann.

Die Böden selbst sind vielfältiger, als das Wort „Beton“ nahelegt: flügelgeglätteter und gehärteter Beton, Epoxid- oder Polyurethanbeschichtungen, Estrich, Industriefliesen in Nassbereichen, dazu Dehnungsfugen, Bodenmarkierungen, Überladebrücken und Rampen. Die Herstellerangaben folgen dieser Vielfalt. Die Betriebsanleitung des CenoBots L50 nennt als vorgesehene Flächen harte Böden – „tile, wood floor, Concrete, terrazzo, Granite, etc.“ – im Innenbereich. Beschichtungen stehen nicht auf dieser Liste. Das ist kein Verbot, aber ein Grund, vor jeder Unterschrift auf Ihrem Boden zu testen.

Wer die Arbeit macht, teilt den Markt. Größere Standorte halten ein eigenes Team für die tägliche Bodenpflege und kaufen die periodische Grundreinigung als Dienstleistung zu; kleinere geben alles nach außen. Beide Modelle stehen unter demselben Druck, und der ist zuerst ein Personalthema und erst danach ein Technikthema – die Schichten, die niemand besetzen will, sind die Nacht- und Wochenendschichten auf leeren Hallenflächen. Diesen Druck haben wir im Artikel zum Personalmangel in der Gebäudereinigung getrennt aufgearbeitet. Roboter lösen ihn nicht. Sie nehmen einen bestimmten, repetitiven, großflächigen Teil aus dem Dienstplan.

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Lose oder anhaftend: die eine Frage, die die Maschine bestimmt

Gehen Sie die Halle ab und sortieren Sie, was auf dem Boden liegt, in zwei Stapel. Loses Material – Staub, Holz- und Metallpartikel, Folienreste, Umreifungsbänder, Kartonschnipsel, Palettensplitter, Granulat – ist ein Kehrproblem. Anhaftendes Material – die schwarzen Reifenspuren, die Stapler auf hellem Beton hinterlassen, ein dünner Öl- oder Kühlschmierstofffilm, eingetrocknete Verschüttungen – ist ein Schrubbproblem. Kein Kehrroboter entfernt Anhaftendes, weil weder Wasser noch Bürstendruck im Spiel sind. Und kein Scheuersaugroboter wird mit sperrigem Grobschmutz sinnvoll fertig; er schiebt ihn vor sich her, wickelt ihn um die Bürste oder blockiert die Rakel. Deshalb läuft Kehren vor dem Schrubben und nicht statt seiner.

Auf der trockenen Seite betreiben wir zwei Maschinen. Der Pudu MT1 kehrt 70 cm breit mit bis zu 1.800 m²/h im Standardmodus und bis zu 6.000 m²/h im Spot-Modus, fasst 35 Liter, läuft 4–8 Stunden „differentiated by cleaning levels“, lädt in unter 3 Stunden und braucht 75 cm Durchfahrtsbreite. Seine Betriebsanleitung beschränkt ihn auf ebene Innenräume. Der MT1 Max schafft 2.200 m²/h (7.000 m²/h im Spot-Modus), 5–10 Stunden Laufzeit bei ausgewiesenen 8 Stunden im Standardmodus, unter 3,5 Stunden Ladezeit – und ist anders als die Basismaschine für die Hofseite des Gebäudes gebaut: vollständige IP54-Abdichtung, −10 bis 45 °C, 5 cm Bremsschwellen, Steigungen bis 8°. Verladehöfe, Torvorplätze und überdachte Rampen sind sein Gelände. Das vollständige Feld aus sechs Maschinen, inklusive der von uns nur recherchierten, steht im Kehrroboter-Vergleich.

Auf der nassen Seite ist der CenoBots L50 die Maschine im Hallenmaßstab: 510-mm-Scheibenbürste, je 55 Liter Frisch- und Schmutzwasser, bis zu 6 Stunden Laufzeit, 67 dB(A) und eine Herstellerangabe von 2.203 m²/h, die CenoBots selbst als maximale theoretische Flächenleistung kennzeichnet. Zwei Einschränkungen wiegen schwerer als die Flächenleistung, und beide stehen im Handbuch statt im Datenblatt: nur Innenbereich, und im Automatikbetrieb keine Steigung über 2 Prozent – Rampen sind Handbetrieb. Was das für die Planung heißt, steht in unserem ausführlichen Artikel zum L50. In den meisten Hallen lautet die ehrliche Aufteilung: ein Kehrroboter als Arbeitspferd über die gesamte Fläche und der Scheuersaugroboter auf definierten Zonen – Versand- und Bereitstellungsflächen, Hauptfahrspuren, Montagegänge.

MT1
MT1 Max
L50
MT1Kehrroboter, 1.800 m²/hMT1 MaxKehrroboter, IP54, 2.200 m²/hL50Scheuersaugroboter, 55/55 l
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Staub ist kein Sauberkeitsthema, sondern ein Betriebsthema

In der Halle ist Staub ein Prozessproblem, bevor er ein Sauberkeitsproblem ist. Er legt sich auf optische Sensoren und Lichtschranken, arbeitet sich in Linearführungen, verdirbt Lackier- und Druckergebnisse – und je nach Substanz ist er eine Gefahrstofffrage und keine Frage der Ordnung. Die Gefahrstoffverordnung nennt unter den allgemeinen Schutzmaßnahmen in § 8 Absatz 1 Nummer 5 „angemessene Hygienemaßnahmen, insbesondere zur Vermeidung von Kontaminationen, und die regelmäßige Reinigung des Arbeitsplatzes“. Sie schreibt regelmäßige Reinigung vor; sie schreibt kein Intervall vor, keine Methode und erst recht keinen Roboter. Welche Stoffe auf Ihrem Boden anfallen und was daraus folgt, gehört in Ihre Gefährdungsbeurteilung. Wir betreiben Reinigungsmaschinen und geben keine Rechts- oder Konformitätsberatung.

Damit wird die Filtration zur entscheidenden Angabe – und hier teilt sich der Markt auf eine Weise, die keine Broschüre bewirbt. Unter den Maschinen dieses Vergleichs führt nur eine eine zertifizierte Klasse: Das Datenblatt des Adlatus SR1300 – neu in unserem Programm – nennt Filter „der Klasse M“ mit 5,5 m² Taschenfilter- oder 6,4 m² Patronenfilterfläche und eine in der Softwareanwendung integrierte automatische Abrüttelung. Beim Kemaro K900 stammt die Angabe Klasse M aus einem Blogbeitrag des Unternehmens aus der Gen-I-Zeit, nicht aus dem aktuellen Factsheet; dokumentiert ist dort der patentierte Automatic Filter Cleaner, den Kemaro als Filtersystem verkauft, das „significantly reduces dust levels“. Die Broschüre des CenoBots S5 nennt HEPA-Filtration mit Filterrüttler und erhebt keinen Klasse-M-Anspruch. Für die beiden Kehrroboter, die wir tatsächlich betreiben, veröffentlicht Pudu eine Beschreibung und keine Klasse: „Utilizes high-flow negative pressure ventilation and an efficient filter to trap particles in the debris box, effectively preventing secondary pollution.“ Der MT1 Max ergänzt ein internes Vibrationssystem, das den Filter im Betrieb frei hält. Wenn Ihr Staub fein, holz- oder metallhaltig ist, gehört dieser Unterschied als Erstes auf den Tisch – und die ehrliche Auskunft für unsere Flotte lautet, dass keine Filterklasse veröffentlicht ist.

Ein Betriebsdetail aus denselben Unterlagen lohnt sich für jede Standortbegehung, weil es die eigentliche Staubquelle benennt. Adlatus schreibt, die Seitenbürste werde nach der Randreinigung in der Regel ausgeschaltet und angehoben, „um unnötige Staubaufwirbelung zu vermeiden“. Die Seitenbürste schleudert Material zur Maschine hin; genau das macht sie an Rändern nützlich und genau das macht sie mitten in der Halle zur Staubquelle. Und eine Zahl veröffentlicht niemand: wie viele Quadratmeter eine Behälterfüllung trägt. Wir sind für unseren Kehrroboter-Vergleich alle sechs dort behandelten Maschinen durchgegangen und haben sie bei keiner gefunden. Ein Entleerungsintervall kann Ihnen also niemand seriös nennen – es ergibt sich aus den ersten Wochen auf Ihrem Boden.

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Staplerverkehr, Verkehrswege und die Grenzen der Sensorik

Der Mischbetrieb ist die Frage, die jede Fachkraft für Arbeitssicherheit zuerst stellt – und der regulatorische Anker gilt Menschen, nicht Robotern. Der Anhang der Arbeitsstättenverordnung hält zu Verkehrswegen fest: „Werden Transportmittel auf Verkehrswegen eingesetzt, muss für Fußgänger ein ausreichender Sicherheitsabstand gewahrt werden.“ Derselbe Anhang verlangt, dass Fußböden keine Unebenheiten, Löcher oder Stolperstellen aufweisen und „trittsicher und rutschhemmend“ sein müssen. Ein Reinigungsroboter ist weder Fußgänger noch ausgewiesenes Transportmittel – der Text beantwortet die Frage also nicht für Sie: Ob eine autonome Maschine in Ihren Fahrspuren fahren darf und unter welchen Bedingungen, entscheidet Ihre Gefährdungsbeurteilung. Was der Text sehr wohl festlegt: Der abtrocknende Wasserfilm hinter einer Rakel ist ein Thema mit Namen und gehört in die Wegeplanung.

Dem gegenüber steht, was die Hersteller tatsächlich dokumentieren. Für den MT1 Max beschreibt Pudu das Fahrzeugverhalten ausdrücklich – der Roboter „can stop to let vehicles pass, pause at lane entrances, or edge aside“ – und stattet ihn mit einer 1,2 Meter hohen Warnleuchte, einem Sicherheitsprojektionslicht sowie akustischen und optischen Warnungen aus. Für den L50 findet sich in keiner offiziellen Unterlage eine herstellerbestätigte Stapler- oder Flurförderzeug-Erkennung; dokumentiert sind ein 3D-LiDAR mit bis zu 150 m Erfassungsreichweite, Glaserkennung und Erkennung hervorstehender Objekte. Dieser Unterschied ist keine Wortklauberei. Eine Maschine, die Fahrzeugverhalten in der eigenen Dokumentation benennt, ist beim Sicherheitsbeauftragten ein anderes Gespräch als eine, die allgemeine Hindernisvermeidung benennt. Unter den Maschinen, die wir aus Unterlagen beurteilen, geht Kemaro den sichtbarsten Weg mit dem BlueSpot, einem blauen Licht, das laut offiziellem Factsheet „employees and forklift drivers to the robot’s movements“ aufmerksam macht – „even in areas with limited visibility or beneath conveyor systems“.

Zwei harte Grenzen schließen das Thema ab. Kemaro schreibt in der offiziellen FAQ ohne Einschränkung: „The robot is forbidden from working in ATEX zones“ und „The robot is forbidden from sweeping flammable or explosive substances“. Die maschinenspezifische Norm bietet keinen Ausweg: EN IEC 63327:2021 gilt für gewerbliche Bodenreinigungsautomaten im Innenbereich ergänzend zur IEC 60335-2-72 und ausdrücklich nicht für Maschinen „designed for use in corrosive or explosive environments (dust, vapour or gas)“. Explosionsgefährdete Bereiche liegen damit außerhalb dieser Maschinenklasse, ohne Wenn und Aber. Alles Weitere zu Zertifikaten, Konformitätserklärungen und dazu, was ein Performancelevel aussagt und was nicht, steht in unserem Artikel zu Sicherheit und Normen bei Reinigungsrobotern.

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Das Reinigungsfenster – in der Industrie selten die ganze Nacht

Die Handelsannahme, dass sich das Gebäude nachts leert, überlebt den Kontakt mit einem Dreischichtbetrieb oder einem rund um die Uhr versendenden Logistikzentrum nicht. In der Praxis gibt es vier Fenster, und alle sind kürzer als eine Nacht: die Lücke beim Schichtwechsel, das Wochenende, geplante Stillstände und Wartungstage – und der Mischbetrieb auf definierten Zonen bei laufender Produktion. Letzterer ist in den meisten Hallen der realistische Normalfall, und er verschiebt die Frage von „wann ist die Halle leer“ zu „welche Zone ist wann frei“. Gasse für Gasse gerechnet schafft ein Roboter, der in der Frühschicht das Rohmateriallager und in der Spätschicht den Versandbereich reinigen darf, mehr Quadratmeter pro Woche als einer, der auf ein leeres Gebäude wartet, das er nie bekommt.

Dieses Fenster zu dimensionieren heißt, der Multiplikation zu widerstehen, die alle machen. Die offizielle Laufzeit des MT1 lautet 4–8 Stunden „differentiated by cleaning levels“ – die acht Stunden gehören ans untere Intensitätsende. Wer maximale Flächenleistung mit maximaler Laufzeit multipliziert, erzeugt eine Zahl, die der Hersteller nie behauptet hat. Für den L50 gilt dasselbe: Sechs Stunden gegen die vom Hersteller als maximal theoretisch gekennzeichneten 2.203 m²/h ergeben rechnerisch eine Obergrenze von rund 13.200 m², und die reale Fläche liegt darunter, weil Wenden, Hindernisse, Randfahrten und Nachfüllen alle in dieser Zeit stecken. Wie Laufzeitangaben richtig zu lesen sind und welche Angabe mehr zählt, behandelt unser Artikel zur Akkulaufzeit bei Reinigungsrobotern.

Nass- und Trockenseite unterscheiden sich auch darin, wie viel Fenster sie überhaupt brauchen. Hinter einem Kehrroboter ist der Boden trocken, ein Stapler kann sofort darüberfahren – genau das macht Trockenmaschinen mit dem laufenden Betrieb verträglich. Hinter einem Scheuersaugroboter liegt ein dünner, abtrocknender Film, der Zeit, Beschilderung und eine Wegeführung braucht; deshalb gehört der Scheuersaugroboter in der Regel ins ruhige Fenster und der Kehrroboter nicht zwingend. Wenn Sie unbeaufsichtigte Läufe erwägen, arbeitet unser Leitfaden zum Nachtbetrieb von Reinigungsrobotern durch, was dafür tatsächlich stimmen muss: Andocken und Fortsetzen, Alarmanlage und Bewegungsmelder, Türen – und wer um drei Uhr morgens die Meldung bekommt.

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Was manuell bleibt – und was die Dokumentation wirklich hergibt

Die ehrliche Liste dessen, was ein Roboter nicht übernimmt, ist länger als die Verkaufsversion. Ränder und Ecken: CenoBots gibt für den L50 eine Randreinigung bis unter 5 cm an die Wand an – das ist gut und es ist nicht null. Alles unter Regalen, Rollenbahnen und Maschinentischen, weil diese Maschinen 490 mm (MT1) und 675 mm (MT1 Max) hoch sind und schlicht nicht darunterpassen; die flachen Antworten des Marktes – etwa Kemaros K700 Compact mit laut offiziellem Factsheet 25 cm Bauhöhe – beurteilen wir ausschließlich anhand von Unterlagen. Das unmittelbare Maschinenumfeld mit Kabelkanälen, Spänewannen und abgestellten Paletten. Frische Ölhavarien und Leckagen, die ein Fall für Bindemittel und Eimer sind, nicht für einen Reinigungslauf. Sanitär- und Sozialräume. Und eine Kategorienunterscheidung, die in Lebensmittel- und Pharmaumgebungen zählt: Diese Maschinen reinigen, sie desinfizieren nicht, und wir behaupten für sie keine Hygienewirkung.

Bei der Dokumentation gehen Erwartung und Wirklichkeit am weitesten auseinander, deshalb genau das, was existiert. Für die Kehrroboter beschreibt Pudus offizielles Material die PUDU-Link-App: Fernüberwachung per Telefon oder PC mit „real-time updates, cleaning reports, and overflow alerts“. Das ist ein Laufprotokoll – welche Route, wann, wie lange, dazu eine Meldung, wenn der Behälter voll ist. In einer Halle, in der niemand die Nachtschicht sieht, ist das wirklich nützlich, und es ist kein Hygienenachweis, keine Heatmap und kein Beleg für ein Reinigungsergebnis. Für die Kehrroboter unserer Flotte ist überhaupt keine kamerabasierte Ergebniskontrolle veröffentlicht. Auftraggeber und Auditoren verlangen zunehmend dokumentierte Nachweise über die Reinigungsleistung, und es lohnt sich, früh zu klären, welche Ihrer Anforderungen ein Laufprotokoll bedienen kann und welche nicht; die Möglichkeiten arbeiten wir im Artikel zum Reinigungsnachweis durch.

Wer noch entscheidet, welche Maschinenklasse überhaupt passt, findet in welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt die Entscheidung vom Boden aus aufgerollt statt vom Produktblatt her. Was die Kosten der Industriereinigung treibt – Fläche, Verschmutzungsart, Fenster, Randanteil, Grundreinigungsintervalle –, ist ein eigenes Thema, das wir als Faktorenfrage und nicht als Preisliste behandeln, im Artikel dazu, was Reinigungsroboter kosten. Und wer die konkrete Antwort für die eigene Halle will statt der allgemeinen: Eine Begehung mit den beiden Stapeln aus Abschnitt zwei ist eine bessere Stunde als jedes Datenblatt.

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Häufige Fragen

Kehren ist trocken. Bürsten befördern loses Material in einen Behälter, ein Gebläse zieht den aufgewirbelten Staub durch einen Filter. Kein Wasser, keine Chemie, keine Trocknungszeit, und ein Stapler kann sofort darüberfahren. Schrubben ist nass: Die Maschine bringt Wasser und Reinigungsmittel auf, bearbeitet den Boden mit Bürstendruck und saugt das Schmutzwasser hinter einer Rakel wieder ab. Nur das nasse Verfahren entfernt Anhaftendes – Reifenspuren, Ölfilm, eingetrocknete Verschüttungen. Genau deshalb läuft Kehren vor dem Schrubben und nicht statt seiner: Grobschmutz blockiert die Rakel und wickelt sich um die Scheuerbürste. In den meisten Hallen lautet die praktische Aufteilung: ein Kehrroboter über die gesamte Fläche, ein Scheuersaugroboter auf definierten Zonen wie Versandbereichen und Hauptfahrspuren.

Für Hallenböden gibt es kein gesetzlich festgelegtes Intervall. Die Gefahrstoffverordnung verlangt als allgemeine Schutzmaßnahme die regelmäßige Reinigung des Arbeitsplatzes, nennt dabei aber weder Häufigkeit noch Methode – das Intervall ergibt sich aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung und dem tatsächlichen Schmutzanfall. In der Praxis bestimmen es drei Treiber: die Verkehrsintensität, also wie viele Staplerbewegungen die Fläche pro Schicht queren; die Art der Verschmutzung, denn Feinstaub spricht für häufigere trockene Durchgänge, anhaftender Film für periodische nasse; und die Anforderungen, die Prozess oder Kunden an die Fläche stellen, am schärfsten in Lebensmittel-, Pharma- und Elektronikumgebungen. Ein guter Ausgangspunkt ist, die Fläche in Zonen mit unterschiedlichem Rhythmus zu teilen, statt ein Intervall für die ganze Halle festzulegen.

Wir veröffentlichen keine Preise, und jede Zahl, die ohne Kenntnis der Halle genannt wird, ist geraten. Wissenswert sind die Faktoren, die die Zahl bewegen. Die Fläche ist der offensichtliche und für sich genommen schwächste davon. Stärker wiegen der Anteil an Rand-, Ecken- und Unterregalflächen, der unabhängig von der Maschine manuell bleibt; die Verschmutzungsart, denn ein trockener und ein nasser Durchgang sind unterschiedliche Kostenstrukturen, weil Wasser, Reinigungsmittel und Entsorgung nur auf einer Seite anfallen; das verfügbare Zeitfenster, weil Arbeit, die in eine kurze Schichtwechsellücke gepresst wird, teurer ist als Arbeit über ein Wochenende; und das Grundreinigungsintervall, das jedes Unterhaltskonzept früher oder später tragen muss. Die Faktorenlogik hinter maschinengestützter Reinigung steht in unserem Artikel dazu, was Reinigungsroboter kosten.

Das hängt von der Maschine und von Ihrem Verkehrskonzept ab, und die ehrliche Antwort trennt beides. Auf der Maschinenseite dokumentiert Pudu für den MT1 Max ausdrücklich Fahrzeugverhalten – anhalten, um Fahrzeuge passieren zu lassen, an Gasseneinfahrten warten, zur Seite fahren – dazu eine 1,2 Meter hohe Warnleuchte und ein Sicherheitsprojektionslicht. Für den CenoBots L50 bestätigt keine Herstellerquelle eine staplerspezifische Erkennung; dokumentiert sind ein 3D-LiDAR mit bis zu 150 Metern Erfassungsreichweite, Glaserkennung und Erkennung hervorstehender Objekte. Auf der Betriebsseite verlangt die Arbeitsstättenverordnung einen ausreichenden Sicherheitsabstand für Fußgänger, wo Transportmittel auf Verkehrswegen eingesetzt werden – über Roboter sagt sie nichts. Ob eine autonome Maschine in Ihren Fahrspuren fahren darf, entscheidet also Ihre Gefährdungsbeurteilung. In der Praxis beginnen die meisten Standorte mit einer Zonentrennung nach Schichten statt mit echtem Gleichzeitbetrieb in den Hauptfahrspuren.

Unterscheiden Sie den dünnen Film von der Havarie. Ein Scheuersaugroboter mit Bürstendruck, Reinigungsmittel und Absaugung ist dafür gebaut, einen dünnen anhaftenden Film vom Hartboden zu holen – und genau das sammelt sich über eine Schicht entlang von Maschinenlinien und Laufwegen an. Eine frische Havarie oder Leckage ist eine andere Aufgabe: Bindemittel, manuelle Aufnahme, ordnungsgemäße Entsorgung und Ursachensuche. Dorthinein sollte keine autonome Maschine geschickt werden, schon weil die aufgenommene Flüssigkeit anschließend als Abfall zu behandeln ist und nicht in den Ausguss gehört. Zwei Grenzen gehören klar benannt. Grobe Metallspäne gehören vor jeden Nassdurchgang in einen Kehrgang oder eine manuelle Aufnahme, weil sie Bürsten beschädigen. Und explosionsgefährdete Bereiche liegen vollständig außerhalb dieser Maschinenklasse: Die maschinenspezifische Norm schließt Maschinen für explosionsfähige Umgebungen aus, und mindestens ein Hersteller verbietet ATEX-Zonen schriftlich.

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Quellen

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