Der Suchbegriff ist mehrdeutig, deshalb zuerst der Rahmen. Sonderreinigung – das Entfetten von Produktionsanlagen, die Reinigung von Absauganlagen, Hochdruckarbeiten an Fassaden und Silos – ist ein eigenes Gewerk mit eigenen Qualifikationen, eigenen Freigaben und eigenem Gerät. Nichts von dem, was unten steht, gilt dafür. Es geht um den Boden: um die Unterhaltsreinigung großer Hartbodenflächen in der Produktion und in Lagerhallen und Logistikzentren – und darum, welchen Teil dieser Arbeit eine autonome Maschine übernehmen kann.
Die Böden selbst sind vielfältiger, als das Wort „Beton“ nahelegt: flügelgeglätteter und gehärteter Beton, Epoxid- oder Polyurethanbeschichtungen, Estrich, Industriefliesen in Nassbereichen, dazu Dehnungsfugen, Bodenmarkierungen, Überladebrücken und Rampen. Die Herstellerangaben folgen dieser Vielfalt. Die Betriebsanleitung des CenoBots L50 nennt als vorgesehene Flächen harte Böden – „tile, wood floor, Concrete, terrazzo, Granite, etc.“ – im Innenbereich. Beschichtungen stehen nicht auf dieser Liste. Das ist kein Verbot, aber ein Grund, vor jeder Unterschrift auf Ihrem Boden zu testen.
Wer die Arbeit macht, teilt den Markt. Größere Standorte halten ein eigenes Team für die tägliche Bodenpflege und kaufen die periodische Grundreinigung als Dienstleistung zu; kleinere geben alles nach außen. Beide Modelle stehen unter demselben Druck, und der ist zuerst ein Personalthema und erst danach ein Technikthema – die Schichten, die niemand besetzen will, sind die Nacht- und Wochenendschichten auf leeren Hallenflächen. Diesen Druck haben wir im Artikel zum Personalmangel in der Gebäudereinigung getrennt aufgearbeitet. Roboter lösen ihn nicht. Sie nehmen einen bestimmten, repetitiven, großflächigen Teil aus dem Dienstplan.