Die Grundlast im Parkhaus ist Abrieb. Reifengummi und Bremsstaub setzen sich als feiner, dunkler, leicht fettiger Film ab, der sich mit dem Boden verbindet und, einmal ein- und festgefahren, trocken nicht mehr abgeht. Darauf liegt alles Lose: Splitt und Salzreste, die den Winter über auf Reifen hereingetragen werden, Laub und Papier, das durch die offenen Seiten hereinweht, Zigarettenkippen an den Aufzugsvorplätzen, Getränkeverpackungen und Belege rund um die Kassenautomaten und der eine oder andere Öltropfen unter einem Stellplatz. Es ist ein Schmutzprofil, das sich fast wörtlich in den Herstellerunterlagen wiederfindet: Pudus offizielle MT1-Broschüre nennt „larger debris like leaves and bottles“, und das MT1-Max-Produktdeck schreibt, die Maschine entferne „everything from cigarette butts and paper scraps to large bottles in a single sweep“.
Geometrisch ist ein Parkbau einfach, betrieblich ist er schwierig. Die Fahrgassen sind lang, breit und weitgehend frei – für eine Maschine nahezu ideal. Die Stellplätze sind in einem Muster belegt, das sich stündlich ändert. Die Rampen konzentrieren alles: Jedes Fahrzeug trägt Wasser, Salz und Schmutz über dieselben wenigen Meter. Und es gibt nicht einen Boden, sondern mehrere – das Deck selbst ist roher oder beschichteter Beton, die Fußgängerbereiche an Aufzügen, Treppenhäusern und Kassenautomaten sind meist gefliest oder beschichtet. Ebenso wichtig ist, worüber wir überhaupt reden: eine vollständig geschlossene Tiefgarage, ein Parkhaus mit offenen Seiten oder ein frei bewittertes Oberdeck. Das erste hat kein Wetter, aber konzentrierten Staub und schlechte Durchlüftung, das zweite Laubeintrag und feuchte Einfahrtszonen, das dritte ist in jeder praktischen Hinsicht Außenbereich.
Wer reinigt und wie oft, ist meist der schwächste Teil der Vereinbarung. Parkbauten sind in vielen Reinigungsverträgen die nachrangige Fläche – ein paar Maschinengänge im Jahr plus eine periodische Grundreinigung –, weil sie um dasselbe knappe Personal konkurrieren wie die Bereiche, die Kunden tatsächlich ansehen. Genau diese Konkurrenz ist hier der eigentliche Treiber der Automatisierung; wir ordnen sie im Beitrag zum Personalmangel in der Gebäudereinigung ein. Die Zeitfenster richten sich dabei nach der Belegung und nicht nach Gewohnheit: Eine Bürogarage leert sich nachts und am Wochenende, eine Center-Garage nach Ladenschluss – und eine Wohnanlagen-Tiefgarage ist nachts am vollsten und am späten Vormittag am leersten, also genau umgekehrt zur üblichen Nachtreinigungsannahme.