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Branchen · · 10 Min. Lesezeit

Parkhausreinigung: Welche Maschine im Parkhaus und in der Tiefgarage wirklich fährt

Das Parkdeck ist der Gebäudetyp, bei dem die Wahl der Maschinenklasse keine Geschmacksfrage ist, sondern eine Frage der Freigabe. Es ist halboffen, es sieht Regen und Frost, es hat Rampen, es ist nie leer, und sein Schmutz besteht aus Reifenabrieb, Bremsstaub, Streugut, Laub und dem, was Fahrgäste fallen lassen. Der Satz, der hier über einen Einsatz entscheidet, steht meist nicht im Datenblatt, sondern im Handbuch: Freigabe nur für Innenräume, keine IP-Schutzart, autonome Steigungsgrenzen im niedrigen einstelligen Prozentbereich. An diesen drei Zeilen scheitern Maschinen, die Leistung im Überfluss hätten. Dieser Artikel sortiert, welche Maschine im Parkhaus und in der Tiefgarage tatsächlich freigegeben ist, was sie im laufenden Betrieb übernimmt, was an der Rampe endet und welcher Teil der Parkhausreinigung Sonderreinigung bleibt. Jede Zahl stammt aus offizieller Herstellerdokumentation, die wir selbst gelesen haben. Wo ein Hersteller nichts veröffentlicht, steht hier nichts.

Das Wichtigste in Kürze

  • Über ein Parkdeck entscheidet nicht die Flächenleistung, sondern die Freigabe. Das Handbuch des Basis-MT1 beschränkt die Maschine auf ebene Innenräume bei 0–40 °C, das L50-Handbuch sagt „This machine is for indoor use only“. Beide gehören nicht auf ein halboffenes Deck.
  • Der Pudu MT1 Max ist genau dafür gebaut: vollständige IP54-Abdichtung, Tropfensensor mit Schutzmodus, −10 bis 45 °C, 5 cm Bremsschwellen, 8° Steigung, 1,2-m-Warnleuchte plus Sicherheitsprojektionsleuchte. „Parking Garage“ ist das erste Szenario in Pudus eigener Übersicht.
  • 8° entsprechen rund 14 % Neigung. Ob Ihre Rampe darunter liegt, beantwortet eine Messung und kein Datenblatt – darüber wird der Ebenenwechsel Handarbeit oder Aufzugsfahrt.
  • Der Roboter übernimmt den wiederkehrenden Trockenkehrgang. Öl, eingebrannte Reifenspuren und die Nassreinigung des Decks bleiben Sonderreinigung: Eine Kehrmaschine hat kein Wasser im Prozess.
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Was auf einem Parkdeck wirklich anfällt

Die Grundlast im Parkhaus ist Abrieb. Reifengummi und Bremsstaub setzen sich als feiner, dunkler, leicht fettiger Film ab, der sich mit dem Boden verbindet und, einmal ein- und festgefahren, trocken nicht mehr abgeht. Darauf liegt alles Lose: Splitt und Salzreste, die den Winter über auf Reifen hereingetragen werden, Laub und Papier, das durch die offenen Seiten hereinweht, Zigarettenkippen an den Aufzugsvorplätzen, Getränkeverpackungen und Belege rund um die Kassenautomaten und der eine oder andere Öltropfen unter einem Stellplatz. Es ist ein Schmutzprofil, das sich fast wörtlich in den Herstellerunterlagen wiederfindet: Pudus offizielle MT1-Broschüre nennt „larger debris like leaves and bottles“, und das MT1-Max-Produktdeck schreibt, die Maschine entferne „everything from cigarette butts and paper scraps to large bottles in a single sweep“.

Geometrisch ist ein Parkbau einfach, betrieblich ist er schwierig. Die Fahrgassen sind lang, breit und weitgehend frei – für eine Maschine nahezu ideal. Die Stellplätze sind in einem Muster belegt, das sich stündlich ändert. Die Rampen konzentrieren alles: Jedes Fahrzeug trägt Wasser, Salz und Schmutz über dieselben wenigen Meter. Und es gibt nicht einen Boden, sondern mehrere – das Deck selbst ist roher oder beschichteter Beton, die Fußgängerbereiche an Aufzügen, Treppenhäusern und Kassenautomaten sind meist gefliest oder beschichtet. Ebenso wichtig ist, worüber wir überhaupt reden: eine vollständig geschlossene Tiefgarage, ein Parkhaus mit offenen Seiten oder ein frei bewittertes Oberdeck. Das erste hat kein Wetter, aber konzentrierten Staub und schlechte Durchlüftung, das zweite Laubeintrag und feuchte Einfahrtszonen, das dritte ist in jeder praktischen Hinsicht Außenbereich.

Wer reinigt und wie oft, ist meist der schwächste Teil der Vereinbarung. Parkbauten sind in vielen Reinigungsverträgen die nachrangige Fläche – ein paar Maschinengänge im Jahr plus eine periodische Grundreinigung –, weil sie um dasselbe knappe Personal konkurrieren wie die Bereiche, die Kunden tatsächlich ansehen. Genau diese Konkurrenz ist hier der eigentliche Treiber der Automatisierung; wir ordnen sie im Beitrag zum Personalmangel in der Gebäudereinigung ein. Die Zeitfenster richten sich dabei nach der Belegung und nicht nach Gewohnheit: Eine Bürogarage leert sich nachts und am Wochenende, eine Center-Garage nach Ladenschluss – und eine Wohnanlagen-Tiefgarage ist nachts am vollsten und am späten Vormittag am leersten, also genau umgekehrt zur üblichen Nachtreinigungsannahme.

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Warum im Parkhaus die Maschinenklasse über alles entscheidet

Ein Parkbau legt jeder Maschine drei Hürden in den Weg, und alle drei stehen in den Betriebsanleitungen statt in den Datenblättern. Erstens: Ist die Maschine für etwas anderes als einen geschlossenen Innenraum freigegeben, und hat sie überhaupt eine IP-Schutzart? Zweitens: Welchen Betriebstemperaturbereich gibt der Hersteller an – ein Deck in Einfahrtsnähe liegt im Januar nahe an der Außentemperatur? Drittens: Welche Steigung darf sie im Automatikbetrieb befahren, dem einzigen Modus, der für einen unbeaufsichtigten Lauf zählt? Die meisten Enttäuschungen in dieser Branche sind eine dieser drei Zeilen und kein Leistungsproblem.

Zuerst der Basis-Pudu MT1, denn das ist die Maschine, der man diesen Job zutraut. Offiziell ist er eine starke Kehrmaschine: max. 1.800 m²/h im Standardmodus und max. 6.000 m²/h im Spot-Modus, 70 cm Arbeitsbreite, 35-Liter-Behälter, 45 Ah, 4–8 Stunden Laufzeit je nach Reinigungsstufe, unter 3 Stunden Ladezeit, mindestens 75 cm Durchfahrtsbreite, dazu 20 mm Schwellen und 35 mm Rillen. Pudu nennt das „professional-grade dry cleaning“. Was in seinem offiziellen Material an keiner Stelle vorkommt, ist eine IP-Schutzart oder auch nur ein einziges Außenszenario – und seine Betriebsanleitung beschränkt die Maschine auf ebene Innenräume, untersagt den Einsatz im Freien auf unebenem oder nicht befestigtem Untergrund und setzt 0 bis 40 °C bei höchstens 90 % relativer Luftfeuchte. Praktisch heißt das: Der MT1 gehört in eine vollständig geschlossene Garage, die zuverlässig frostfrei bleibt – und selbst dort ist für ihn kein Schutz gegen einen nassen Boden veröffentlicht.

Die nasse Klasse kommt gar nicht erst aufs Deck, und es lohnt sich, den Grund zu nennen, statt sie stillschweigend wegzulassen. Der CenoBots L50 ist unser größter Scheuersaugroboter, und drei seiner eigenen offiziellen Eigenschaften treffen gleichzeitig zu. Sein Benutzerhandbuch führt unter den Situationen, in denen die Maschine nicht betrieben werden darf: „Outdoors. This machine is for indoor use only.“ Eine IP-Schutzart ist für ihn nirgends veröffentlicht – nicht im Handbuch, nicht im Datenblatt, nicht auf der Produktseite –, ein Versprechen zu Spritzwasser oder Schlagregen lässt sich also nicht geben. Und dieselbe Sicherheitsliste begrenzt den Automatikbetrieb auf „a gradient exceeding 2%“, während die 10 % ausschließlich für den Handbetrieb mit einer führenden Person gelten. Selbst in einer vollständig geschlossenen Tiefgarage übersteigt die Rampe diese 2 % um ein Vielfaches. Maschine und Grenzen im Detail stehen in unserem L50-Porträt. Die Kurzfassung für diese Branche: Die nasse Klasse endet an der Rampe.

Damit bleibt eine Maschine unserer Flotte – und sie ist kein Kompromiss, sondern genau das Gerät, für das Pudu dieses Lastenheft geschrieben hat. Der offizielle Produkttitel des MT1 Max lautet „AI-Powered Outdoor & Semi-Outdoor 3D Perception Robotic Sweeper“. Sein Produktdeck beginnt mit dem Satz: „Building on MT1, MT1 Max is enhanced for semi-outdoor environments such as residential courtyards and for areas with high-speed dynamic obstacles like parking garages.“ Die Launch-Mitteilung verortet ihn in „environments such as underground parking garages and semi-open building atriums“. Und in der Szenarienübersicht des Decks ist „Parking Garage“ die erste Kachel; sechs der 24 abgebildeten Einsatzszenarien sind Parkflächen der einen oder anderen Art. Worin sich die beiden Kehrmaschinen darüber hinaus unterscheiden, steht in unserem Vergleich MT1 gegen MT1 Max; was „halboffen“ für eine Kehrmaschine grundsätzlich bedeutet, behandelt der Beitrag zu Kehrrobotern im Außenbereich. Die Maschinen, die wir täglich fahren, sind allerdings nicht das ganze Programm. Drei weitere gelten als für Parkbauten geeignet: die Kehrmaschinen CenoBots S5 und Adlatus SR1300 sowie der Scheuersaugroboter Adlatus CR700, für den Parken ein offizielles Einsatzfeld ist. Alle drei sind über uns verfügbar, im Programm aber neu – wir schätzen sie deshalb dokumentenbasiert ein und nicht aus eigenen Betriebsstunden.

MT1
MT1 Max
L50
MT1nur innen, 0–40 °CMT1 MaxIP54, −10 bis 45 °C, 8°L50nur innen, 2 % im Automatikbetrieb
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Was der MT1 Max übernimmt – und was Pudu dazu wirklich schreibt

Zuerst die Arbeit selbst. Der MT1 Max ist eine reine Trockenkehrmaschine: Seitenbürsten und Hauptwalzenbürste befördern das Kehrgut in den Behälter, ein gefilterter Luftstrom hält den Staub unter Kontrolle, und Wasser kommt im Prozess an keiner Stelle vor – das Deck ist befahrbar, sobald die Maschine durch ist. Auf einer Fläche, die nie vollständig für den Verkehr gesperrt ist, ist das kein Detail, sondern der ganze Grund, eine Kehrmaschine zu wählen. Offiziell fährt er max. 2.200 m²/h im Standardmodus und max. 7.000 m²/h im Spot-Modus, bei 70 cm Arbeitsbreite mit Seitenbürste, Kantenreinigung bis 0 cm und 35 Litern Schmutzbehälter. Der Akku hat 60 Ah, die Laufzeit ist mit 5–10 Stunden angegeben, der Standardmodus ausdrücklich mit 8 Stunden, die Ladezeit liegt unter 3,5 Stunden. Eine Einschränkung gilt für die ganze Familie: Multiplizieren Sie die maximale Flächenleistung nicht mit der maximalen Laufzeit. Pudu gibt die Laufzeit als Band an, und die höchste Reinigungsleistung liegt nicht auf demselben Betriebspunkt wie der längste Lauf. Legen Sie den Einsatz über einen gemessenen Testlauf aus, nicht über das Produkt zweier Maximalwerte.

Was ihn auf einem halboffenen Deck überhaupt zulässig macht, ist das Umgebungspaket – und das dokumentiert Pudu präzise. Vollständige IP54-Abdichtung „defends against dust ingress and water spray“. Ein Tropfensensor „automatically detects water drops and triggers a protective avoidance mode, guiding the robot to safe zones while reducing electrical risks“. Die Betriebstemperatur ist mit −10 bis 45 °C angegeben, mit Temperatursensor. Die Maschine überfährt 5 cm hohe Bremsschwellen und bewältigt Steigungen bis 8°. Gerade die Bremsschwellen sind erwähnenswert: Sie gehören zur Standardausstattung von Parkbauten, und mit 20 mm – der dokumentierten Schwellenhöhe des Basis-MT1 – kommt man über keine davon. Dazu kommt ein internes Vibrationssystem, das die Filter im laufenden Betrieb frei hält. Das zählt hier mehr als in einer Lagerhalle, weil Brems- und Betonstaub einen Filter schnell zusetzen.

Der dritte Baustein ist der Verkehr, und hier trägt der Max Technik, die die Basismaschine nicht hat. Pudus offizielles Material schreibt: „Equipped with a 1.2-meter high warning light and a safety projection light, combined with audible and visual alarms, MT1 Max enhances visibility for pedestrians and vehicles, proactively preventing potential risks.“ Das Komponentendiagramm beschriftet eine eigene Gabelstapler-Warnleuchte und einen Not-Aus-Taster. Das Verhalten ist ebenso konkret beschrieben: Der Roboter kann „stop to let vehicles pass, pause at lane entrances, or edge aside while keeping the route clear and traffic undisturbed“, und er erkennt plötzliche Bewegungen von Personen oder Tieren. Seinem 3D-LiDAR wird die Erfassung von Objekten bis 150 Meter Entfernung bei zentimetergenauer Präzision zugeschrieben sowie stabile Kartierung unter Glasdächern, in halboffenen Bereichen und bei wenig Licht. Nichts davon ersetzt eine Verkehrsregelung im Objekt, markierte Wege und eine Gefährdungsbeurteilung. Was Dokumentation klärt und was nicht, behandelt unser Beitrag zu Sicherheit und Normen – dort steht auch, dass Pudu für genau diese Maschine keine Normangabe veröffentlicht.

Und nun das ehrliche Kleingedruckte, denn es gehört in denselben Abschnitt. Pudu versieht den Tropfensensor mit der Fußnote „Do not perform cleaning tasks in extreme weather“ – IP54 ist Schutz gegen Staub und Spritzwasser, keine Freigabe für den Betrieb im Unwetter. Einen Geräuschwert veröffentlicht Pudu für den MT1 Max nirgends; die einzige belegte Angabe ist das „< 75 dB“ eines einzelnen deutschen Händlers, und derselbe Händler führt den Basis-MT1 mit max. 70 dB – nichts stützt also die These, der Max sei die leisere Maschine. Zur Beständigkeit gegen Streusalz veröffentlicht in dieser Klasse kein Hersteller etwas, und deshalb behaupten wir dazu auch nichts: IP54 beschreibt Staub und Wasser, nicht Korrosion. Die größte Grenze ist aber die Kategorie selbst. Das ist eine Kehrmaschine. Sie nimmt auf, was auf dem Deck liegt. Sie geht nicht an das, was daran haftet.

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Die Rampe, die Ebenen und das Betriebsfenster

Die Rampe ist das Erste, was geklärt gehört, und sie klärt sich durch eine Messung statt durch eine Annahme. Der MT1 Max ist für Steigungen bis 8° dokumentiert, das entspricht rund 14 % Neigung. Viele Parkhausrampen sind steiler, und die Neigung einer Rampe sieht man ihr nicht an – die Auffahrt fühlt sich bei 10 % genauso an wie bei 16 %. Messen Sie also vor allem anderen, und messen Sie an der steilsten Stelle statt im Mittel über die ganze Auffahrt. Bleibt die Rampe innerhalb des Werts, wechselt der Roboter selbstständig zwischen den Ebenen. Bleibt sie es nicht, wird der Ebenenwechsel Handarbeit: Pudu dokumentiert einen ausziehbaren Griff ausdrücklich dafür, dass Personal den Roboter zwischen Reinigungsbereichen versetzen kann, sowie optionale Module zur Aufzugs- und Türsteuerung für Gebäude mit passendem Aufzug und Schrankenanlage. Zum Vergleich: Der L50 begrenzt den Automatikbetrieb auf 2 % Steigung – damit fällt ausnahmslos jede Rampe in jedem Parkbau heraus. In beiden Fällen gilt: Der Ebenenwechsel gehört ins Konzept und ist keine Fußnote, die man in Woche zwei entdeckt.

Die zweite Realität ist, dass ein Parkbau nie leer ist, und das ändert die Bedeutung von Abdeckung. Belegte Stellplätze sind schlicht Hindernisse: Die Maschine reinigt die Fahrgassen und die freien Plätze und fährt weiter. Ein Platz, der heute Nacht belegt ist, ist bei einem anderen Lauf frei – Abdeckung entsteht auf einem Parkdeck also über wiederholte Fahrten und nicht in einem einzigen Durchgang. Das ist ein Argument für Frequenz statt Intensität, und es ist auch der Grund, warum die Fahrgassen in der Routenplanung Vorrang verdienen: Sie sind fast immer frei und tragen den größten Teil des Abriebs im Gebäude. Diese Erwartung sollte man mit dem klären, der den Vertrag unterschreibt, denn „das ganze Deck bei jedem Lauf“ kann auf einer belegten Fläche keine Maschine zusagen.

Das Betriebsfenster ergibt sich aus Belegung und Wetter, nicht aus der üblichen Nachtreinigungsgewohnheit. In einer Büro- oder Center-Garage funktionieren die klassischen Nacht- und Wochenendfenster gut. In einer Wohnanlagen-Tiefgarage sind sie genau falsch, und der späte Vormittag ist das produktive Fenster – womit die Lautstärkefrage aufkommt. Die ehrliche Antwort lautet: Für diese Maschine existiert kein offizieller dB-Wert, ein Tagbetrieb neben bewohnten Einheiten gehört also vor Ort getestet statt auf dem Papier zugesagt. Die Auswahl des Fensters arbeiten wir im Leitfaden zum Nachtbetrieb durch. Das Wetter ist der zweite Taktgeber: Der Tropfensensor führt den Roboter bei einsetzendem Regen in sichere Zonen, eine nasse Nacht auf einem offenen Oberdeck ist also keine produktive Nacht – und die −10 °C sind das dokumentierte untere Ende des Betriebsbands, keine Aussage über Eis und keine darüber, was Streusalz mit einer Maschine über einen Winter macht.

Und zuletzt die Infrastruktur, die darüber entscheidet, ob der Roboter tatsächlich Arbeit spart: eine Steckdose und ein Platz für die Ladestation auf der Ebene, die er bedient, ein Weg zum Versetzen der Maschine, falls die Rampe den autonomen Wechsel ausschließt, und jemand, der einen 35-Liter-Behälter leert, wenn er voll ist. Der letzte Punkt ist kein Detail: Eine Kehrmaschine, die mitten im Lauf voll ist und wartet, hat eine halbe Schicht geliefert. Welche dieser Aufgaben beim Kunden bleiben und welche bei uns, ist genau die Frage, für die es unser Full-Service-Modell gibt.

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Öl, Reifenspuren und Nassreinigung: was Sonderreinigung bleibt

Die Trennlinie ist klar, und sie gehört ausgesprochen, weil an genau dieser Stelle in dieser Branche am meisten versprochen wird. Eine Trockenkehrmaschine nimmt auf, was lose auf dem Deck liegt: Splitt, Laub, Zigarettenkippen, Verpackungen, Staub. Sie entfernt nicht, was daran haftet. Ölfilme, eingebrannte Reifenspuren und die dunkle Abriebschicht, die sich mit Öl in den Beton eingebunden hat, sind eine nasse, mechanische Aufgabe – und keine noch so hohe Kehrfrequenz macht aus einer Kehrmaschine ein Gerät, das sie erledigt. Wer Ihnen einen Kehrroboter als Antwort auf Reifenspuren anbietet, beschreibt eine Maschine, die es in dieser Klasse nicht gibt.

Diese nasse Aufgabe ist heute auch keine autonome, jedenfalls nicht mit den Scheuersaugrobotern, die wir selbst fahren: Diese Klasse ist aus den oben genannten Gründen für harte Innenböden freigegeben und endet an der Rampe. Der Adlatus CR700 nennt Parkhäuser zwar als offizielles Einsatzfeld, er ist bei uns aber neu im Programm, und diese Angabe steht bislang allein in seinem Datenblatt. Die Nassreinigung eines Parkdecks bleibt damit periodische Sonderreinigung in einem eigenen Zyklus – Aufsitz-Scheuersaugmaschinen oder Hochdrucktechnik, von Menschen gefahren, geplant als Grundreinigung und nicht als wiederkehrender Gang. Zwei objektspezifische Fragen gehören in diese Leistungsbeschreibung, und sie beantwortet der Betreiber, nicht wir: wohin das Waschwasser geht, denn es führt Öl und Reifenabrieb mit sich und liegt damit innerhalb des Entwässerungskonzepts des Gebäudes, und was die Deckbeschichtung an Mechanik und Reinigungschemie verträgt. Beides klären die Unterlagen des Objekts und der Fachbetrieb. Wir beschreiben hier betriebliche Praxis und geben keine Rechts- oder Vertragsberatung.

Für die Bereiche eines Parkbaus, durch die Menschen laufen, gibt es eine Maschine – und die ist mit Absicht nicht autonom. Der Pudu SH1 ist ein handgeführter Steh-Scheuersauger, kein Roboter, immer mit einer Person am Griff. Offiziell arbeitet er mit 44 cm Arbeitsbreite und 49 cm Abziehbreite, 27 kg Bürstenanpressdruck bei 350 U/min, je 4 Litern Frisch- und Schmutzwasser, 70 Minuten Laufzeit im Standardmodus und 100 Minuten im ECO-Modus bei 2,5 Stunden Ladezeit. Bei der Lautstärke widersprechen sich Pudus eigene Dokumente – 72 und 69 dB(A) auf der aktuellen offiziellen Produktseite gegen 76 und 71 dB(A) im offiziellen Datenblatt –, planen Sie deshalb mit dem höheren Paar, bis das Typenschild etwas anderes sagt. Entscheidend für diese Branche ist die Bodenliste, die Pudu für ihn veröffentlicht: Fliesen, Terrazzo, Granit, Marmor, Epoxidbeschichtung und Massivholz. Roher Beton steht nicht darauf. Der Platz des SH1 im Parkbau ist deshalb die geflieste oder beschichtete Fußgängerzone – Aufzugsvorplätze, Treppenhauspodeste, der Bereich um die Kassenautomaten – und nicht das Deck selbst. Unser Maschinenporträt behandelt ihn vollständig, und der Scheuersaugroboter-Ratgeber ordnet ein, welche Böden Nassreinigung überhaupt vertragen.

Und dann ist da alles oberhalb Knöchelhöhe, was keine Maschine dieser Klassen anfasst: Treppenstufen und Handläufe, Aufzugstüren und Ruftableaus, Beschilderung, Kassen- und Schrankenanlagen, Abfallbehälter, Entwässerungsrinnen und Einläufe sowie die Ecken, in die ein rundes Gerät nicht kommt. In einem Parkbau ist diese Liste nicht kurz, und sie zu übergehen ist der Weg, auf dem ein Robotereinsatz am Ende alle enttäuscht. Die ehrliche Formulierung ist die, die in den Vertrag gehört: Der Roboter übernimmt den wiederkehrenden Trockenkehrgang der Fahrgassen und der erreichbaren Stellplätze, Menschen übernehmen den Rest, und der Nass-Sonderzyklus behält seinen eigenen Platz im Plan.

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Wie Sie einen Robotereinsatz im Parkbau auslegen

Die Gesamtfläche ist in dieser Branche die am wenigsten nützliche Zahl – und meist die einzige, die in der Anfrage steht. Die Liste, die einen Einsatz wirklich entscheidet, ist kurz und körperlich: die Neigung der steilsten Rampe; die engste Stelle, durch die die Maschine muss; der Boden des Decks und ob er roher oder beschichteter Beton ist; die Temperatur an der kältesten Stelle des Bauwerks im Januar; wie offen das Deck ist, Ebene für Ebene, denn Oberdeck und Untergeschoss sind im selben Gebäude zwei verschiedene Aufgaben; das Belegungsmuster nach Stunde und Wochentag; wo auf jeder Ebene eine Steckdose sitzt; und die Aufteilung zwischen Deckfläche und gefliester Fußgängerfläche, weil diese beiden an verschiedene Maschinen gehen. Wer das misst, hat die Maschinenfrage praktisch schon beantwortet. Unsere Übersicht Kehrroboter im Vergleich stellt die trockene Klasse nebeneinander, und welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt führt die ganze Entscheidung vom Boden aufwärts durch.

Zu den Kosten veröffentlichen wir Faktoren statt Zahlen, und im Parkbau lassen sich diese Faktoren ungewöhnlich klar benennen. Fläche je Ebene mal Zahl der Ebenen setzt den Maßstab. Wie viel dieser Fläche tatsächlich erreichbar ist – wieder die Belegung –, entscheidet, wie viel davon zu gereinigten Quadratmetern wird. Offen gegen geschlossen treibt die Frequenz, denn Laubeintrag und ein Winter voller Streugut sind wiederkehrende Lasten, die eine Tiefgarage nicht hat. Die Zahl der Rampen und die Frage, ob der Roboter sie allein bewältigt, bestimmt, wie viel menschliches Handanlegen jeder Lauf kostet. Dazu kommen die Wunschfrequenz des Betreibers, der Anteil, der Nass-Sonderreinigung bleibt, und die Logistik vor Ort für Entleeren und Laden. Wie diese Faktoren allgemein zusammenspielen, erklärt unser Beitrag zu den Kosten von Reinigungsrobotern.

Eine Erwartung gehört korrigiert, bevor sie zur Enttäuschung wird. Ein Roboter, der den wiederkehrenden Trockenkehrgang übernimmt, streicht den Nass-Sonderzyklus nicht aus dem Budget. Was er plausibel verändert, ist dessen Häufigkeit: Abrieb und Splitt, die wöchentlich herausgekehrt werden, haben weniger Gelegenheit, sich in die Oberfläche einzubinden, als Abrieb, der monatelang liegen bleibt. Dieser Effekt ist im Prinzip real und in seiner Größe objektabhängig – wir messen ihn lieber auf Ihrem Deck, als eine Zahl dafür zu behaupten. Und das ist der ehrliche Schluss dieses Artikels: Vereinbaren Sie einen Testlauf auf einer Ebene, messen Sie, was eine Maschine in einem Fenster schafft – mit Ihren Rampen, Ihrer Belegung, Ihrer Verschmutzung – und planen Sie das übrige Bauwerk aus dieser Zahl. Wer zuerst den Überblick zur Branche möchte: Unsere Seite zu Parkhäusern zeigt, wie wir dort vorgehen.

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Häufige Fragen

Beide kehren trocken, und der Unterschied ist das Betriebsmodell, nicht das Ergebnis. Eine Aufsitzkehrmaschine schafft ein großes Deck schnell, mit Bediener, und passt damit zur periodischen Grundreinigung und zu allen Bereichen, die der Roboter nicht befahren darf. Ein Kehrroboter arbeitet unbeaufsichtigt in einem Fenster, das niemand besetzen will, und passt damit zum wiederkehrenden Gang über Fahrgassen und freie Stellplätze. Auf einem Parkdeck ist die ehrliche Aufteilung meist beides: Der Roboter hält die Abriebfracht zwischen den Terminen niedrig, Aufsitzmaschine und Nass-Sonderzyklus erledigen die periodische Arbeit. Jeder Roboter, den Sie in Betracht ziehen, muss zuerst für die Umgebung freigegeben sein – auf einem halboffenen Deck heißt das eine ausgewiesene IP-Schutzart, ein Betriebstemperaturband, das Ihren Winter abdeckt, und eine dokumentierte autonome Steigfähigkeit, die Ihre Rampe schafft.

Das hängt an der Maschine und an der tatsächlichen Neigung, und die Werte liegen in dieser Klasse weit auseinander. Pudu dokumentiert den MT1 Max für Steigungen bis 8 Grad, das entspricht rund 14 Prozent Neigung; Rampen darunter liegen innerhalb der angegebenen Fähigkeit. Das Benutzerhandbuch des CenoBots L50 steht am anderen Ende: höchstens 2 Prozent Steigung im Automatikbetrieb, die 10 Prozent gelten ausschließlich für den Handbetrieb mit einer führenden Person – damit fallen Parkhausrampen vollständig heraus. Messen Sie die steilste Stelle Ihrer Rampe, statt sie zu schätzen, denn man sieht einer Rampe ihre Neigung nicht an. Wo die Rampe zu steil ist, wird der Ebenenwechsel zur Handarbeit – Pudu dokumentiert dafür einen ausziehbaren Griff – oder zur Aufzugsfahrt über das optionale Aufzugssteuerungsmodul.

Innerhalb dokumentierter Grenzen und nur mit einer Maschine, die dafür freigegeben ist. Pudu gibt für den MT1 Max eine Betriebstemperatur von minus 10 bis 45 Grad Celsius mit Temperatursensor an, ein kaltes, aber trockenes Deck liegt also im angegebenen Bereich. Der Basis-MT1 ist in dieser Hinsicht eine andere Maschine: Sein Benutzerhandbuch beschränkt ihn auf ebene Innenräume bei 0 bis 40 Grad Celsius, ein unbeheiztes Deck im Januar liegt damit außerhalb. Zwei Grenzen gelten unabhängig von der Maschine. Pudu schreibt ausdrücklich, dass bei extremen Wetterbedingungen nicht gereinigt werden darf, und der Tropfensensor führt den Roboter bei einsetzendem Regen in sichere Zonen – nasses Wetter kostet Sie also das Zeitfenster und nicht die Maschine. Und zur Beständigkeit gegen Streusalz veröffentlicht in dieser Klasse kein Hersteller etwas, seriös zusagen lässt sich dazu also nichts.

Eine vollständig geschlossene Tiefgarage nimmt das Wetter aus der Rechnung, fügt aber zwei Probleme hinzu. Staub konzentriert sich, statt wegzuwehen – Filterleistung und Filterpflege wiegen deshalb schwerer –, und die Lüftungssituation macht Schwebstaub zu einer betrieblichen und nicht nur kosmetischen Frage. Die Temperatur ist der zweite Punkt: Ein Untergeschoss ist stabiler als ein offenes Deck, aber in Einfahrtsnähe nicht automatisch frostfrei, und die Einfahrtszone bleibt nach jedem Fahrzeug stundenlang feucht. Ein offenes Deck hat das umgekehrte Profil: Laub und Windeintrag, Regen, der Läufe unterbricht, ein Winter voller Streugut und volle Bewitterung auf der obersten Ebene. Gemeinsam sind beiden die Rampen, der Fahrzeugverkehr und das Belegungsmuster – und beide brauchen eine Maschine, die für die Bedingungen der konkreten Ebene freigegeben ist und nicht für das Gebäude im Allgemeinen.

Wir veröffentlichen die Faktoren statt Zahlen, denn ein Preis ohne die Faktoren ist eine Zahl, die die erste Begehung nicht überlebt. Was ihn treibt: Fläche je Ebene und Zahl der Ebenen; wie viel dieser Fläche tatsächlich erreichbar ist, denn belegte Stellplätze lassen sich nicht reinigen und Abdeckung entsteht über wiederholte Läufe; offen oder geschlossen, denn Laubeintrag und Streugut im Winter sind wiederkehrende Lasten, die ein Untergeschoss nicht trägt; die Zahl der Rampen und die Frage, ob eine Maschine sie autonom bewältigt oder bei jedem Lauf Handanlegen kostet; die Wunschfrequenz des Betreibers; der Anteil, der als Nass-Sonderreinigung für Öl und Reifenspuren bestehen bleibt; und die Logistik vor Ort für das Entleeren des Behälters und das Laden der Maschine. Zuverlässig in eine Zahl übersetzen lässt sich das über einen Testlauf auf einer Ebene, gemessen an Ihren Rampen, Ihrer Belegung und Ihrer Verschmutzung.

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Quellen

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