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Branchen · · 11 Min. Lesezeit

Schulreinigung: Was Reinigungsroboter im Schulgebäude wirklich übernehmen

Schulen sind für autonome Reinigung ein Sonderfall. Die Flächen sind großzügig und die Flure lang – aber das Gebäude ist um 18 Uhr nicht leer. Ganztagsbetreuung, Arbeitsgemeinschaften und Vereinssport in der Turnhalle halten es bis in den Abend in Betrieb. Auftraggeber ist in der Regel eine Kommune, die Leistung wird ausgeschrieben und muss belegt werden. Und im Gebäude sind Kinder, was jede Kamera an jeder Maschine zu einer Frage macht, die der Datenschutzbeauftragte des Schulträgers beantwortet haben will, bevor irgendetwas fährt. Dieser Beitrag beschreibt, wie Schulreinigung tatsächlich organisiert ist, welche Flächen ein Roboter realistisch übernimmt, warum Turnhallenböden eine eigene Freigabe brauchen und welche Fragen vor einer Vergabe geklärt sein sollten. Jede Maschinenangabe stammt aus offiziellen Herstellerunterlagen und ist am Ende belegt. Rechtsberatung ist das ausdrücklich nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fläche, die ein Roboter in einer Schule wirklich abnimmt, liegt in Fluren, Aulen und Mensen – nicht in Klassenräumen, wo alles daran hängt, ob die Stühle hochgestellt sind.
  • Turnhallenböden sind kein Standardfall: Die Bedienungsanleitung des Pudu CC1 nennt als Anwendungsumfang Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche. Parkett und elastische Sportbeläge stehen dort nicht.
  • Kameras entscheiden, wie schnell die Datenschutzfreigabe kommt: CC1 und CC1 Pro navigieren unter anderem mit Kameras, im Datenblatt des Nexaro NR 1700 steht kein bildgebendes Gerät.
  • Öffentliche Auftraggeber wollen Nachweise. Maschinen, die Fläche, Zeit und Ergebnis automatisch protokollieren, machen aus „gereinigt“ einen Beleg – in einer Vergabe zählt das mehr als Flächenleistung.
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Wie eine Schule tatsächlich gereinigt wird

Die Struktur ist fast überall dieselbe und heißt in Leistungsverzeichnissen Unterhaltsreinigung: Flure, Treppenhäuser, Klassenräume, Sanitärbereiche und Mensa in festem Rhythmus, für die stark frequentierten Teile meist täglich. Darüber liegt die Grundreinigung, die in Schulen fast immer in die Ferienblöcke wandert, weil das Gebäude nur dann lange genug frei ist. Den Begriff selbst ordnet unser Beitrag zur Büroreinigung ein, wo dieselbe zweistufige Logik gilt – der Unterschied in der Schule ist, dass die beiden Stufen vom Schuljahr getrennt werden und nicht von der Arbeitswoche. Wie ein Einsatz von der Betreiberseite aussieht, steht auf unserer Branchenseite Schulen.

Wer die Arbeit macht, hängt von der Kommune ab, und beide Modelle sind verbreitet. Manche Schulträger reinigen in Eigenregie, mit Hausmeistern und eigenen Reinigungskräften im kommunalen Beschäftigungsverhältnis. Andere vergeben die Leistung an einen Gebäudedienstleister. Ein Verhältnis nennen wir hier bewusst nicht: Es gibt keine Zahl, die wir belegen könnten, und die betriebliche Realität – kurzes Zeitfenster, große Fläche, dünne Besetzung – ist in beiden Modellen dieselbe. Es ändert sich nur, wer den Personalmangel in der Gebäudereinigung zuerst spürt.

Das Zeitfenster ist die eigentliche Restriktion, und es ist der Punkt, den die meisten an Schulen unterschätzen. Gereinigt wird nicht ab Unterrichtsschluss am frühen Nachmittag. Die Ganztagsbetreuung läuft in den Nachmittag, Arbeitsgemeinschaften belegen Klassenräume, und Vereine nutzen die Turnhalle bis in den Abend. Praktisch rollt die Reinigung also hinter dem Betrieb her statt nach ihm – und genau deshalb ist eine autonome Maschine hier interessant: Sie braucht das Gebäude nicht zu einer angenehmen Uhrzeit frei, sondern nur frei.

Das Verschmutzungsbild ist unspektakulär und gut vorhersagbar. Straßenschmutz, Nässe und Streugut im Eingang und auf den ersten Metern Flur; Essensreste und feuchte Stellen in der Mensa; Sanitärbereiche, die personalintensiv, vollständig manuell und der am wenigsten automatisierbare Teil des ganzen Gebäudes sind. Das gehört deutlich gesagt, weil es in der Vermarktung gern verschwimmt: Reinigungsroboter reinigen. Desinfizieren tun sie nicht.

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Flure, Aulen, Mensen: wo der Roboter wirklich Fläche abnimmt

Der Schulflur ist der stärkste Roboterfall im ganzen Gebäude: lang, gerade, Hartboden, breit – und vollständig leer, sobald die letzte Gruppe raus ist. Genau dafür ist ein kompakter Scheuersaugroboter gebaut. Der Pudu CC1 arbeitet mit 500 mm Reinigungsbreite inklusive Seitenbürste, 700–1.000 m²/h, je 15 Liter Frisch- und Schmutzwasser und laut offizieller Bedienungsanleitung unter 70 dB Betriebsgeräusch. Die Zahl, die über die Eignung für Ihr Gebäude entscheidet, ist aber eine andere: 70 cm minimale Durchgangsbreite – und dieselbe Anleitung empfiehlt für lange Passagen mindestens 75 cm, damit die Maschine sie reibungslos durchfährt.

Für breite Flure, Eingangshallen und Aulen sind die beiden CenoBots-Scrubber die größeren Werkzeuge. Der L4 hat 450 mm Reinigungsbreite, bis zu 1.944 m²/h theoretische Flächenleistung, 38 Liter Frischwasser, 810 mm minimale Durchfahrtsbreite und sein eigentliches Alleinstellungsmerkmal: Kantenreinigung bis unter 3 cm an die Wand. Der L3 ist der schmalere mit 400 mm Breite, bis zu 2.016 m²/h theoretisch, 25 Liter Frischwassertank und 700 mm Mindestdurchgang. Beide Flächenleistungen sind auf den Herstellerseiten ausdrücklich als theoretische Maximalwerte ausgewiesen – der reale Durchsatz liegt darunter, und wer sie als Zusage zitiert, zitiert sie falsch. Für diese Branche relevant: CenoBots führt Schulen und Bildungseinrichtungen für beide Maschinen unter den offiziellen Einsatzbereichen, und Pudu nennt „Education“ unter den Einsatzszenarien der CC1-Reihe.

Die Kantenreinigung verdient die Betonung, die sie selten bekommt, denn ein Schulflur besteht überwiegend aus Kanten: Spinde, Garderobenhaken, Fußleisten, Türnischen. Eine Maschine, die zehn Zentimeter vor der Wand eine sichtbare Schmutzlinie stehen lässt, erzeugt jeden Tag manuelle Nacharbeit – und genau dort verschwindet die Zeitersparnis wieder. Welche Maschinenklasse überhaupt zu welchem Boden passt, ordnet unser Scheuersaugroboter-Ratgeber ein.

Ein überdachter Pausenbereich oder ein offenes Schulatrium ist kein Innenraum und braucht eine trockene Maschine. Der Pudu MT1 Max ist ein Kehrroboter – vollständig wasserlos – mit IP54-Schutz, 70 cm Kehrbreite und 35 Liter Schmutzbehälter; Pudus offizielle Launch-Mitteilung positioniert ihn für Tiefgaragen und halboffene Gebäudeatrien. Was draußen geht und was nicht, steht in unserem Beitrag zu Kehrrobotern im Außenbereich. Und die ehrliche Gegenliste für drinnen: Sanitärbereiche, Treppen, Tische, Türklinken, Fensterbänke und alles unter Möbeln bleiben manuell – in jeder Schule, mit jeder Maschine.

CC1
L4
L3
CC170 cm MindestdurchgangL4Kantenreinigung < 3 cmL3700 mm Durchgang
Piktogramme: 1:1 aus unseren Produkt-Referenzfotos vektorisiert – keine illustrativen Icons.
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Klassenräume: die Hindernisdichte entscheidet

Ein Klassenraum mit hochgestellten Stühlen ist keine freie Fläche. Er ist ein Raster – Reihen von Tischbeinen mit schmalen Gassen dazwischen, und diese Geometrie entscheidet, nicht die Reinigungsleistung der Maschine. Die relevante Angabe ist die minimale Durchgangsbreite: 70 cm beim CC1 (mit mindestens 75 cm Empfehlung für lange Passagen), 700 mm beim L3, 810 mm beim L4. Messen Sie die Gasse zwischen zwei Tischreihen in Ihren eigenen Klassenräumen nach, bevor Ihnen jemand autonome Klassenraumreinigung verspricht; in vielen Schulgebäuden ist diese Gasse schmaler, als die Maschine braucht.

Die ehrliche Konsequenz ist eine Teilantwort. Der Roboter fährt die Gassen und die freien Flächen vorn und hinten im Raum; der Streifen unter den Tischen und um die Tischbeine bleibt Handarbeit. Und wenn die Stühle nicht hochgestellt sind, ist der Raum maschinell überhaupt nicht zu reinigen – das ist eine organisatorische Voraussetzung, keine Maschinenfrage, und sie sollte mit dem Kollegium vor dem ersten Einsatz geklärt sein statt danach. Wie Maschinen sich eine Karte des Raums überhaupt aufbauen und warum ein Raum, der sich jeden Nachmittag verändert, schwieriger ist als ein Flur, steht in unserem Beitrag zur Navigation von Reinigungsrobotern.

Deshalb ist die sinnvolle Reihenfolge in einer Schule: Flure zuerst, Klassenräume später und teilweise. Und deshalb fällt der allgemeine Entscheidungsrahmen – welcher Reinigungsroboter zu welchem Betrieb passt – hier anders aus als im Handel: Im Supermarkt ist die Verkaufsfläche die Fläche, um die es geht – in der Schule ist es der Flur.

Der Verwaltungstrakt ist ein eigener kleiner Fall. Lehrerzimmer, Sekretariat und Besprechungsräume sind kleine, oft mit Teppich belegte Flächen, auf denen eine große Scheuersaugmaschine nichts zu suchen hat. Der Nexaro NR 1700 ist ein trockener Saugroboter, laut offiziellem Datenblatt mit max. 100 m²/h und 250 Minuten Laufzeit im Eco-Modus – konstruktiv ein Kleinflächengerät, keine Hallenmaschine. Er ist außerdem die Maschine, die den nächsten Abschnitt kurz macht.

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Turnhallen: erst der Boden, dann die Maschine

Der Hallenboden ist der empfindlichste Belag im Gebäude und die eine Stelle in einer Schule, an der wir langsamer werden statt schneller. Sportboden heißt versiegeltes Parkett, elastische Beläge, flächen- oder punktelastische Konstruktionen mit Unterbau. Die Reinigungsvorgaben dafür kommen vom Bodenhersteller, nicht vom Maschinenhersteller – und wo beide sich widersprechen, gewinnt der Boden, weil der Boden das Vermögen der Kommune ist. Unsere Branchenseite Turnhallen beschreibt, wie wir an eine Halle herangehen; dieser Abschnitt beschreibt, warum das mit Papier anfängt.

Hier ist die belegte Tatsache, die das Gespräch verändert. Die offizielle Bedienungsanleitung des Pudu CC1 nennt als Anwendungsumfang Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche. Parkett, Linoleum, PVC und elastische Sportbeläge stehen dort nicht. Das heißt nicht, dass die Maschine sie zerstören würde – es heißt, dass der Hersteller sie nicht freigibt, und bei einem Hallenboden im kommunalen Eigentum ist genau das der Unterschied, der zählt. Für den CC1 Pro gilt dasselbe; sein Mehrwert in einer Schule liegt an einer ganz anderen Stelle, wie unser Vergleich CC1 gegen CC1 Pro zeigt.

Eine Maschine unserer Flotte liest sich anders. Das offizielle Datenblatt des Pudu SH1 führt als geeignete Bodenmaterialien Fliesen, Terrazzo, Granit, Marmor, Epoxidbeschichtung und Holzboden auf – Holz steht dort ausdrücklich, beim CC1 nicht. Der SH1 ist handgeführt und läuft immer mit Bediener, nie autonom: 44 cm Arbeitsbreite, je 4 Liter Tanks, 70 Minuten Laufzeit im Standard- und 100 Minuten im ECO-Modus. Bei der Lautstärke widersprechen sich Pudus eigene Quellen – das offizielle Datenblatt nennt 76 dB(A) im Standard- und 71 dB(A) im ECO-Modus, die offizielle Produktseite 72 und 69 dB(A). Wir nennen das höhere Paar und behandeln die Maschine als tagestauglich, nicht als leise. Für eine ganze Hallenfläche ist das kein Flächenwerkzeug. Und die Präzision gehört dazu: Eine Herstellerangabe für „Hardwood Flooring“ ist keine Freigabe für einen schwimmend verlegten, punktelastischen Sportboden mit Federung. Die kommt weiterhin vom Bodenhersteller.

Zwei Punkte noch aus unserer Einsatzmatrix, ehrlich ausgewiesen. Erstens das Gewicht: Auf schwimmenden und punktelastischen Sportböden ist Punktlast eine echte Restriktion – deshalb tauchen schwere Maschinen wie der Pudu BG1 (344 kg) oder der Adlatus SR1300 (485 kg) in unserer Turnhallen-Spalte gar nicht erst auf; siehe unsere Marktüberblicke zum BG1 und zum SR1300. Zweitens: Die eine Maschine, deren Hersteller Sporthallen ausdrücklich als offizielles Einsatzfeld nennt, ist der Adlatus CR700D – über uns verfügbar, im Programm aber neu, unsere Einschätzung dazu ist rein dokumentenbasiert. Seine offizielle Broschüre von September 2025 listet als Einsatzfelder „industrial areas, shopping arcades, sports halls, office buildings, public facilities, car parks“ und beschreibt ein Deck mit 330-mm-Tellerbürsten oder Pads, bei dem „pads enable gentle yet effective floor care“. Und das Kleingedruckte, das wir nicht verwischen: Als Beläge nennt dieselbe Broschüre Fliesen, Beton, PVC und Naturstein. Sporthalle als Einsatzfeld und Parkett als freigegebener Belag sind zwei verschiedene Aussagen. Die Maschine selbst ordnet unser Marktüberblick zum CR700 ein.

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Kameras in einem Gebäude voller Kinder

In einer Schule kommt diese Frage früher als im Büro, und sie kommt von jemandem, dessen Aufgabe es ist, sie zu stellen. Erwägungsgrund 38 der DSGVO hält fest: „Kinder verdienen bei ihren personenbezogenen Daten besonderen Schutz, da Kinder sich der betreffenden Risiken, Folgen und Garantien und ihrer Rechte bei der Verarbeitung personenbezogener Daten möglicherweise weniger bewusst sind.“ Das ist keine Vorschrift über Reinigungsroboter. Es ist die Haltung, mit der ein Schulträger auf jedes Gerät mit Sensorik schaut, und der Grund, warum die Freigabe in einer Schule eine Form annimmt, die sie in einer Lagerhalle nicht hat. Rechtsberatung leisten wir nicht; die Bewertung eines konkreten Einsatzes gehört zum Datenschutzbeauftragten des Schulträgers.

Die technische Lage, nüchtern und ohne Dramatik. Der CC1 navigiert mit einer Sensorik, die neben Lidar auch Kameras enthält; beim CC1 Pro beschriftet Pudus eigenes offizielles Produktdeck im Komponentendiagramm ausdrücklich eine „Front AI RGB Camera“ und einen „Rear AI RGB Sensor“. Der Nexaro NR 1700 führt dagegen im offiziellen Datenblatt als Sensorik einen Longrange-Laserdistanzsensor (LR-LDS), einen Stoßfängersensor, acht Absturzsensoren und weitere Sensoren auf – ein bildgebendes Gerät steht in dieser Liste nicht. Wir betreiben beide Maschinentypen und sagen, welcher welcher ist, weil ein Vergabegespräch, das mit einem Ausweichen beginnt, schlecht endet.

Und der Teil, der dabei nicht untergehen sollte: Eine Kamera an einem Reinigungsroboter ist keine Überwachungskamera. Keiner dieser Hersteller bewirbt eine Aufzeichnungsfunktion; die Kameras existieren, damit die Maschine nicht in einen Schulranzen fährt. Die Fragen, die wirklich beantwortet werden müssen, sind enger und nützlicher: Werden überhaupt Bilder gespeichert, verlassen sie das Gerät jemals – auch für Ferndiagnose oder als Trainingsdaten –, wo liegen Karte und Telemetrie, und wer darf sie lesen. Unser Beitrag zu Reinigungsrobotern und DSGVO arbeitet sie Dokument für Dokument ab, auch für unsere eigene Flotte.

Die praktische Konsequenz für einen kommunalen Auftraggeber ist einfach. Wer die Freigabe schnell will, setzt in die sensiblen Bereiche die Maschine mit der kurzen Antwort. Wie deutlich Hersteller diese Frage inzwischen beantworten, zeigt die Broschüre zum Adlatus CR700D: „No personal or environment-related data is collected“, und die Roboter arbeiteten „without Wi-Fi or a constant internet connection“ – hier als Dokument zitiert, nicht als Empfehlung.

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Ferienblöcke, Nachweise und die tatsächlichen Kostentreiber

Das Schuljahr gibt autonomer Reinigung etwas, das keine andere Branche bietet: mehrere Wochen im Jahr, in denen das Gebäude wirklich leer ist. Dort liegt die Grundreinigung, und dort verändert eine Maschine die Rechnung am stärksten – sie kann lange, wiederholte, unbeaufsichtigte Durchgänge zu Zeiten fahren, zu denen eine menschliche Schicht teuer oder schlicht nicht verfügbar wäre. In der Schulzeit dreht sich das Muster um: kurze tägliche Unterhaltsdurchgänge im Fenster nach der letzten Gruppe. Für beides muss die Maschine nicht leise sein, denn anders als im Hotel schläft im Gebäude niemand; wie wir unbeaufsichtigte Fahrten planen und was vorher stimmen muss, steht in unserem Beitrag zum Nachtbetrieb.

Öffentliche Auftraggeber wollen Nachweise – und an dieser Stelle liefern Roboter etwas, das ein Wischmopp nicht kann. Reinigungsleistungen für Schulen werden in der Regel im Wettbewerb vergeben, die geforderten Leistungen stehen im Leistungsverzeichnis, und ob sie erbracht wurden, ist im Alltag eine Frage von Stichprobe und Beschwerdelage. Autonome Maschinen protokollieren Fläche, Zeit und Route ohnehin, allein weil sie fahren. Manche gehen weiter: Laut Pudus offiziellem Produktdeck überwacht und bewertet die Heckkamera des CC1 Pro die Reinigungsleistung in Echtzeit, erkennt verbliebene Flecken, löst gezielte Nachreinigung aus und erzeugt nach jeder Aufgabe Heatmaps; die „Cleaning Performance Heatmap“ markiert Flecken, die auch nach mehreren Durchgängen geblieben sind. Adlatus beschreibt für den CR700D eine vollautomatische, zertifizierte und datenschutzkonforme Protokollierung nach jedem Einsatz, mit Angaben zu gereinigter Fläche und Zeitaufwand für Abrechnung, Leistungsnachweise und Audits. Was solche Protokolle in einer Ausschreibung wert sind und was nicht, behandelt unser Beitrag zum Reinigungsnachweis.

Zu den Kosten nennen wir Faktoren, keine Zahlen – wer Ihnen ohne Gebäudebesichtigung einen Quadratmeterpreis für Schulreinigung nennt, rät. Was tatsächlich treibt: Gesamtfläche und Belagsmix; Reinigungshäufigkeit je Raumtyp; der Sanitäranteil, der vollständig manuell und der personalintensivste Teil ist; das Zeitfenster und wie spät es liegt; Turnhallen mit Vereinsnutzung am Wochenende, die Reinigungsslots außerhalb des Schulrhythmus erzwingen; der Ferienblock für die Grundreinigung; und ein Faktor, der in der Kalkulation regelmäßig fehlt – ob die Fläche überhaupt maschinengängig ist. Ein Klassenraum mit nicht hochgestellten Stühlen ist manuelle Fläche, was auch immer im Vertrag steht. Dieselbe Logik für Roboter im Speziellen führt unser Kostenbeitrag durch.

Und die ehrliche Grenze. Ein Roboter ersetzt in einer Schule keine Reinigungskraft. Er übernimmt den größten, monotonsten, am besten wiederholbaren Flächenanteil – Flure, Aulen, Mensaboden – und gibt dem Team die Zeit für die Teile zurück, die tatsächlich einen Menschen brauchen: Sanitär, Oberflächen, Kanten und das Problem, das an diesem Morgen niemand eingeplant hatte.

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Häufige Fragen

Teilweise. Flure, Aulen und Mensen lassen sich reinigen, während hinter geschlossenen Türen Unterricht läuft, und die Maschinen sind für geteilte Flächen gebaut: Sie erkennen Personen, verlangsamen oder stoppen und fahren höchstens im Schritttempo. In der Praxis gehört der Hauptdurchgang trotzdem in das Fenster nach der letzten Gruppe, denn ein Flur mit zweihundert Schülerinnen und Schülern ist kein reinigbarer Flur. Klassenräume sind die Ausnahme in die andere Richtung – sie gehen nur leer und mit hochgestellten Stühlen.

Beide Modelle sind verbreitet, und es hängt vom Schulträger ab. Manche Kommunen reinigen in Eigenregie mit Hausmeistern und eigenen Kräften, andere vergeben die Leistung an einen Gebäudedienstleister, in der Regel über eine Ausschreibung. Ein Verhältnis zwischen beiden veröffentlichen wir nicht, weil wir keine belegbare Zahl dazu haben. Betrieblich ist der Unterschied kleiner, als er aussieht: Zeitfenster, Fläche und dünne Besetzung sind in beiden Modellen dieselben – und der Druck, die erbrachte Leistung zu belegen, ebenfalls.

Nur nach Bodenprüfung – und die Prüfung kommt vor der Maschinenwahl. Die offizielle Bedienungsanleitung des Pudu CC1 nennt als Anwendungsumfang Terrazzo, Marmor, Fliesen, Epoxidharz, Sandstein, Kunststein und niederflorige Teppiche; Parkett und elastische Sportbeläge stehen dort nicht. Das Datenblatt des Pudu SH1 führt Holzboden auf, aber der SH1 ist handgeführt und läuft immer mit Bediener – und eine Angabe zu Holzboden ist noch keine Freigabe für einen gefederten, punktelastischen Sportboden. Diese Freigabe kommt vom Bodenhersteller, und wir holen sie ein, bevor irgendetwas Nasses einen Hallenboden berührt.

Preise veröffentlichen wir nicht, und jede Zahl, die ohne Gebäudebesichtigung genannt wird, ist geraten. Die Treiber sind: Gesamtfläche und Belagsmix; Reinigungshäufigkeit je Raumtyp; der Sanitäranteil, der vollständig manuell und der personalintensivste Teil der Arbeit ist; wie spät das Reinigungsfenster liegt und ob das Gebäude dafür geöffnet oder beaufsichtigt werden muss; Turnhallen mit Vereinsnutzung am Wochenende; der Ferienblock für die Grundreinigung; und ob die Fläche überhaupt maschinengängig ist. Der letzte Punkt fehlt in Kalkulationen regelmäßig und entscheidet still darüber, wie viel vom Gebäude ein Roboter tatsächlich übernehmen kann.

Diese Bewertung gehört zum Datenschutzbeauftragten des Schulträgers, und wir treffen sie nicht. Was wir liefern können, ist die technische Grundlage. Erwägungsgrund 38 der DSGVO hält fest, dass Kinder bei ihren personenbezogenen Daten besonderen Schutz verdienen – deshalb wird die Frage in einer Schule früher und gründlicher gestellt als anderswo. Die Maschinen unterscheiden sich: Pudu CC1 und CC1 Pro navigieren mit einer Sensorik, die Kameras enthält, während das Datenblatt des Nexaro NR 1700 einen Laserdistanzsensor, Stoßfänger-, Absturz- und weitere Sensoren aufführt, aber kein bildgebendes Gerät. Eine Kamera am Reinigungsroboter ist keine Überwachungskamera, und keiner dieser Hersteller bewirbt eine Aufzeichnung – ob Bilder gespeichert werden, ob sie das Gerät jemals verlassen und wo Karten- und Telemetriedaten liegen, sollte aber vor einer Vergabe schriftlich beantwortet sein.

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